Wilma Lock

Wilma Lock eröffnete ihre Galerie 1969 im Parterre des Hauses zum Pelikan mit einer Ausstellung mit Werken von Slavoljub Radojcic. Es folgten Rolf Iseli, Franz Eggenschwiler, Claude Sandoz, Hugo Suter und Markus Raetz. Als erste Galeristin stellte Lock 1973 Roman Signer vor und ebnete dem St.Galler Künstler damit den Weg in die internationale Kunstwelt. Wenige Jahre später zeigte sie als erste den Beuys-Schüler Imi Knoebel in der Schweiz, gefolgt von Künstlern wie Franz Erhard Walther, Jürgen Partenheimer, Franz West oder Erwin Wurm und anderen wichtigen Vertreterinnen und Vertreter der zeitgenössischen Kunst.

 

Durch die Zusammenarbeit mit diesen international bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten leistete Wilma Lock in den letzten 40 Jahren einen wichtigen Beitrag an das St.Galler Kulturleben. Sie hat auch wesentlich zum guten Ruf der Stadt in der internationalen Kunstwelt beigetragen. So bezeichnet der Kunstführer von 1992 den Ort als «hartnäckige kleine Keimzelle für europäische Avantgarde». Wilma Lock ging ihren Weg unbeirrt von Modeerscheinungen, Markterfolgen oder dem Publikumsgeschmack. Kompromisslos und engagiert hat sich die Galeristin der zeitgenössischen Kunst verschrieben. Das wichtigste Kriterium ist ihr stets die Qualität. Mit grosser Leidenschaft und Ausdauer suchte sie selbige in der Kunstlandschaft und brachte sie einem interessierten Publikum nahe.