Charles Uzor

Der 1961 geborene Charles Uzor lebt seit 1982 in der Schweiz. Nach seinem Oboen- und

Kompositionsstudium in Bern, Zürich und London verfasste er seine Dissertation über „ Melodie

und innerliches Zeitbewusstsein“ . Uzor lebt in St. Gallen und ist Hauptlehrer für Oboe und Musiktheorie an der Kantonsschule. Sein beachtliches kompositorisches Schaffen umfasst

Opern sowie Tanz-, Orchester- und Chorwerke. Sein Hauptinteresse legt Uzor auf

Werke in kleinerer Besetzung und Gesang. Dank zahlreicher Aufführungen und Einspielungen

vieler seiner Werke auf Tonträger durch teils renommierte Ensembles zählt Uzor zu den

bekannten Komponisten für zeitgenössische Musik in der Schweiz.

 

Angeregt durch die Ausstellung „ Rosenstrumpf und dornencknie“ , in welcher das Museum

im Lagerhaus Werke von ehemaligen Patientinnen und Patienten aus der Psychiatrischen

Klinik Rheinau zeigte, will Uzor unter dem Titel „ Rheinau I – X“ zehn musikalische Künstlerporträts schaffen. Sein spannendes Konzept sieht vor, sich – je nach Bildcharakter – verschiedener Kompositionsformen zu bedienen: der eigentlichen Programmmusik, der abstrakten Form sowie der Textvertonung. Entsprechend ist auch das Ensemble zusammengesetzt: Kammerensemble, Frauenstimme, Gitarre, Cembalo und Klavier. Der Werkbeitrag soll die Realisierung der musikalischen „ Gegenüber-Bilder“ ermöglichen.