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Harry Rosenbaum
Der Journalist Harry Rosenbaum (geb. 1951) beabsichtigt, in Form eines Reportage-Romans den Fall einer 1940 euthanasierten jungen Frau darzustellen. Der gebürtige St.Galler (und hiesige Bürger) plant auf der Grundlage zahlreicher Dokumente, auch bereits geleisteter Recherchen ein Lebensporträt des Euthanasieopfers Julie Emma Flöscher, 1913-1940. Der Vater sei Deutscher gewesen, die Mutter, geborene Krapf, habe als Bürgerort Gaiserwald ausgewiesen; die Eltern seien 1935 in Zürich eingebürgert worden, nicht aber die einzige Tochter (‚unwertes Leben’). Rosenbaum überlegt sich eine Buchform zwischen fingierten, aber lebensdokumentnahen Interviews und dokumentarisch erzähltem Lebensgang. Konkret: ein literarischen Verfahren zwischen einerseits Peter Weiss Drama „Die Ermittlung“ oder Heinar Kipphardts „Oppenheimer“-Stück, andererseits Erich Hackls biographie-ähnlich geordneten, romanhaften Lebensberichten.
Fachstelle Kultur
Rathaus
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