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Entwicklung St.Fiden-Heiligkreuz

Enwicklung St. Fiden Heiligkreuz

Synthesebericht und Ergebnisse

Insgesamt zeigt sich ein sehr hohes Entwicklungspotenzial im Kerngebiet rund um den Bahnhof St.Fiden. Das Areal der heutigen Werkhöfe an der Steinachstrasse bildet eine Scharnierfunktion zwi-schen Olma Messen und Kantonsspital. Aufgrund der Lage und dem spezifischen Potenzial wird es als Medtech-/ ICT-Cluster benannt. Durch Hochhäuser im Talboden sollen die Schwerpunktgebiete akzentuiert und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Weitere grossflächige Transformations- und Interventionsgebiete drängen sich gemäss Schlussbericht nicht auf. Nachverdichtungen oder punktuelle Eingriffe stehen im Vordergrund. Die beiden Stadtachsen St.Jakob-Strasse / Langgasse sowie Rorschacher Strasse sollen in ihrer Struktur erhalten und gestärkt werden. Die bestehenden Quartiere tragen einen wichtigen Teil zur Qualität und Identität dieses Stadtteils bei.

Städtebauliches Gegenüber für die Nordseite

Beim Kerngebiet Bahnhof St.Fiden hat sich gezeigt, dass der ursprüngliche Entwicklungsschwerpunkt auf der Nordseite ein adäquates städtebauliches Gegenüber auf der Südseite erhalten soll. Das heuti-ge Betriebsareal der SBB auf der Südseite der Geleise birgt ein grosses Entwicklungspotenzial. Die Reduktion der Lärmemissionen von der Autobahngalerie stellt dabei ein wichtiges Element dar. Diese beeinflussen die Nutzungsmöglichkeiten und die Wohnqualität im Quartier stark. Die Bebauungen nördlich und südlich der Geleise sollen sich in ihrem Charakter und ihrer Nutzungsausrichtung unter-scheiden. Für die Nordseite wird ein neues Zentrum mit hoher Dichte und publikumsorientierten Nut-zungen bzw. Dienstleistungs- und Mischnutzungen angestrebt. Auch ein Hotel ist vorstellbar. Die Mig-ros soll auf der Nordseite verbleiben und eine wichtige Ankernutzung bilden. Die Bachstrasse soll als attraktiver Stadtraum ausgebildet werden. Die südliche Bebauung soll das angrenzende Wohn- und Gewerbequartier abschliessen. Hier sind Mischnutzungen mit einem höheren Wohnanteil vorgesehen.

Passerelle als Brückenschlag

Ein zentrales Element, das sich im Lauf des Verfahrens herauskristallisiert hat, ist eine neue Passerelle für den Langsamverkehr, welche als wichtiger, städtebaulich ausformulierter Brückenschlag die Quartiere verbinden soll. Neben den verkehrlichen Funktionen inklusive Perronzugang soll ein attrak-tiver Ort für Aufenthalt und Begegnung geschaffen werden. Die Passerelle soll Bestandteil einer Langsamverkehrs- und Freiraumverbindung werden, welche zwischen den beiden bestehenden Stadtachsen ausgestaltet werden soll und die Anbindung ans neue Zentrum sicherstellt. Mit einem Netz an bestehenden und neuen Freiräumen sollen die vorhandenen Qualitäten gestärkt und akzentu-iert werden.

Verfahrensanpassung nötig

Der Stadtrat unterstützt die Erkenntnisse und Empfehlungen der Syntheseergebnisse. Sie stellen eine wertvolle Basis für die Weiterentwicklung und Positionierung der Quartiere dar. Die Testplanung zeigt auf, dass die Voraussetzungen für einen dichten, urbanen und lebendigen Stadtteil gegeben sind. Die vielfach propagierte Vision einer vollständigen Überdeckung wurde von keinem Team der Testplanung vorgeschlagen, dies aus ökonomischen, bautechnischen und städtebaulichen Gründen. Der Stadtrat verschliesst sich der Vision einer Überdeckung jedoch nicht.

Da die Weiterplanung auf der Nordseite nicht isoliert geschehen soll und sich technische und planeri-sche Fragen stellen, wurde eine Verfahrensanpassung beschlossen. Anstelle eines städtebaulichen Wettbewerbes für das Gebiet nördlich des Bahnhofs St.Fiden werden vorerst wichtige Fachthemen vertieft und in einem Masterplan für das Gebiet rund um den Bahnhof St.Fiden festgehalten. Der Mas-terplan wird voraussichtlich Ende 2018 vorliegen.

Die Erarbeitung des Masterplans erfolgt durch die Metron Raumentwicklung AG und wird durch das bestehende Gremium mit externen Fachexpertinnen und Fachexperten begleitet. Weiter wird eines der vier bisher am Planungsprozess beteiligten Büros städtebauliche Fragen vertiefen.

Allgemeines zum Projekt

Mit dem Landkauf des ehemaligen Bahnareals St.Fiden konnte die Stadt Ende 2012 von den SBB ein für die Stadtentwicklung bedeutendes Grundstück erwerben. Das Grundstück ist knapp 1.9 Hektaren gross. Dazu kommt das städtische Areal «Fellhof», welches bis 2015 dem Gartenbauamt (heute Stadtgrün) als Werkhof diente. Auch das baulich und strukturell überholte Einkaufszentrum «Migros Bach» soll durch die Migros Ostschweiz totalsaniert oder neu gebaut werden.

Das gesamte Areal bildet eine sehr wichtige innerstädtische Nutzungsreserve. Aufgrund der ausserordentlich guten Erschliessungsqualität, der zentrumsnahen Lage und des Nutzungspotenzials ist eine gemischte Nutzung bestehend aus Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsflächen und eine dichte, urbane Überbauung anzustreben. Auch der Bau qualitativ hochwertiger öffentlicher Aussenräume wird angestrebt.

Nach Vorbereitungsarbeiten soll in den kommenden drei Jahren mit einem mehrstufigen Planungsprozess die künftige Entwicklung des Stadtteils St.Fiden-Heiligkreuz und des Gebiets um den Bahnhof im Detail geklärt werden:

Am 28. April 2016 hat der Stadtrat zuhanden des Stadtparlaments den dafür nötigen Planungskredit über CHF 1,48 Mio. verabschiedet. Der Stadtrat will die grosse Chance nutzen, Perspektiven zu entwickeln und Impulse für eine Innenentwicklung beim Bahnhof St.Fiden zu setzen. Derzeit läuft die Testplanung mit vier Teams.

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