Fahrerflucht lohnt sich nicht

    26. April 2017 11:00 Von Thomas Christen

    Kürzlich führte ich auf der Zürcher Strasse in Winkeln eine Kontrolle durch. Diese galt Lenkern von Personenwagen sowie Chauffeuren von Lkws. Dabei stellte ich einen weissen Lieferwagen fest. Diesen hatte der Fahrzeuglenker ausserhalb der markierten Parkfelder abgestellt. Das spezielle an meiner Feststellung: Kein einziges Parkfeld war besetzt und dennoch hat der Lenker sein Fahrzeug verkehrsbehindernd parkiert.

    Mit dem Gedanken, eine Ordnungsbusse auszustellen, wendete ich meinen Patrouillenwagen und parkierte auf einem der freien Parkfelder. Zeitgleich kehrte der Lenker des falsch parkierten Lieferwagens zurück zu seinem Gefährt und fuhr daraufhin auf die Zürcher Strasse. Ich begab mich ebenfalls auf die Fahrbahn, folgte dem Wagen und hielt ihn schliesslich an. Ich teilte dem Mann meine Feststellung mit und bat ihn, sein Fahrzeug zukünftig korrekt zu parkieren, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern. Da er mir nicht zuhören wollte und mir zu verstehen gab, dass es ihn nicht interessierte, was ich ihm zu sagen hatte, entschied ich mich für eine allgemeine Kontrolle. Ich machte den Autofahrer darauf aufmerksam und forderte ihn dazu auf, seinen Lieferwagen auf eines der freistehenden Parkfelder zu lenken. Statt meiner Aufforderung nachzukommen, verweigerte er sich meiner Kontrolle und ergriff die Flucht. Ich notierte mir sofort das Autokennzeichen, um den Halter des Fahrzeugs ausfindig zu machen. Dank der Fotos auf den Ausweispapieren stellte ich fest, dass Halter und Lenker dieselbe Person waren. Ich kontrollierte daraufhin die nähere Umgebung auf der Suche nach der flüchtigen Person. Die Suche verlief jedoch negativ.

    Kontrolle in Winkeln.

    Der Lenker des Lieferwagens hat sich mit seiner Aktion gleich mehreren Tatbeständen schuldig gemacht. So hat er ausserhalb eines Parkfeldes parkiert, die durch die Polizei erteilte Weisung sowie das gegebene Zeichen nicht befolgt, seinen Ausweis auf Verlangen des Kontrollorgans nicht vorgewiesen, Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit vereitelt sowie die Kontrolle vorsätzlich behindert oder vereitelt.  

    Die Fahrerflucht hat sich für den Lenker des weissen Lieferwagens nicht ausbezahlt. Denn einige Tage nach dem Vorfall erreichte ich den Mann telefonisch und konnte ihn zur Vernehmung auf dem Polizeiposten aufbieten. Er wurde zu den Tatbeständen einvernommen und anschliessend zur Anzeige gebracht. Wie das Urteil ausfallen wird, darüber entscheidet die Staatsanwaltschaft.

    Ihr Quartierpolizist,

    Thomas Christen 

    Voller Einsatz am Fussballspiel

    20. April 2017 17:21 Von Stadtpolizei St.Gallen

    Wenn in St.Gallen Fussball gespielt wird, bedeutet dies auch Einsatz für die Stadtpolizei St.Gallen. Winkelns Quartierpolizist Thomas Christen war beim Spiel FC St.Gallen gegen den FC Basel Einsatzleiter der uniformierten Polizei. Im Video gibt er einen Einblick hinter die Kulissen.

    Textalternative zum Video

    „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“

    6. April 2017 10:56 Von Thomas Christen

    Am Samstag, dem 1. April hat in St.Gallen ein Fussballspiel stattgefunden. Der FC Basel war im Kybunpark zu Gast. Auf diesen Fussballmatch haben sich nicht nur der FC St.Gallen und der FC Basel vorbereitet. Hinter jedem Fussballspiel steckt auch eine immense Vorbereitung und Organisation seitens der Stadtpolizei St.Gallen. Denn unser Auftrag ist es, für Sicherheit zu sorgen und einen reibungslosen Verkehrsablauf zu garantieren. Dafür waren am 1. April neben der Stadtpolizei St.Gallen auch Polizistinnen und Polizisten aus dem Ostschweizer Polizeikonkordat, der Zivilschutz, die Verkehrsüberwachung Schweiz und ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz.

    Thomas Christen am Rapport mit den Einsatzkräften.

    Ich teile den Einsatzkräften ihre Aufträge mit und informiere sie über den zeitlichen Ablauf des Anlasses.

    Wenn ich wie an diesem Spiel für die Einsatzleitung der uniformierten Polizei verantwortlich bin, nehme ich ganz zu Beginn am Befehlsgebungsrapport teil. Dort erhalte ich vom Gesamteinsatzleiter die aktuellsten Erkenntnisse und Aufträge. Danach informiere ich die mir zugeilten Einsatzkräfte über ihre Aufträge. Anschliessend geht es für mich in Richtung Stadion. Ich gelte als Ansprechperson für meine Leute, überwache, ob die erteilten Aufträge erledigt werden, stehe stets in Kontakt mit dem Gesamteinsatzleiter und koordiniere laufend neu. Dabei ist der Funk mein ständiger Begleiter. Denn so kann ich bei plötzlich eintretenden Planänderungen sofort reagieren, die Einsatzkräfte über die neue Situation informieren und ihnen Anweisungen geben.

    Auf dem Weg in Richtung Stadio.

    Die Aufträge sind erteilt und die Einsatzkräfte auf ihren Posten. Für mich gehts nun Richtung Stadion.

    Thomas Christen erhält Informationen und koordiniert seine Leute neu.

    Der regelmässige Kontakt mit dem Gesamteinsatzleiter ist sehr wichtig. Er behält den Überblick und informiert mich via Funk über die neusten Erkenntnisse.

    Wenn viele Gästefans nach St.Gallen reisen, treffen diese meist mit einem Extrazug in Winkeln ein. Um ein Aufeinandertreffend der beiden Fangruppierungen vor dem Stadion zu verhindern, stellen wir bei der Verzweigung Herisauer Strasse / Zürcher Strasse zusammen mit der Polizeischutz-Kompanie des Zivilschutzes einen Zaun auf. Dadurch können sich die Gästefans ohne Umwege in den Kybunpark begeben. Wir ergreifen nicht nur bei den Gästefans Massnahmen, auch die Anhänger des FC St.Gallen werden auf direktem Weg ins Stadion begleitet. So weisen wir sie darauf hin, die Passerelle zu überqueren, anstatt die Strasse. Dies trägt dazu bei, dass es zu keinen Verkehrsbehinderungen auf der Zürcher Strasse kommt.

    Fans des FC St.Gallen sind auf dem Weg ins Stadion.

    Fans des FC St.Gallen sind in Winkeln eingetroffen und machen sich auf den Weg zum Stadion.

    Thomas regelt den Verkehr, während der Zaun aufgebaut wird.

    Die Metallpfosten für den Zaun stehen bereits. Nun muss der Verkehr geregelt werden, bevor die Herisauer Strasse für einige Minuten nicht mehr befahrbar sein wird.

    Der Zaun steht.

    Der Zaun steht, die Gästefans können kommen.

    Spielanpfiff. Phase 1 ist geschafft, kleine Verschnaufpause. Wir nutzen diese, um uns zu verpflegen. Wir sind aber selbstverständlich auch während des Spiels im Einsatz.

    Um den Verkehr während des Spiels nicht zu behindern, wird der Zaun nach Spielbeginn ab- und vor dem Schlusspfiff wieder aufgebaut. Auch dies muss gut organisiert und koordiniert sein, so dass der Verkehr und die Fanmassen aneinander vorbeikommen. Zusätzlich führen wir eine sogenannte „Fanrückhaltung“ durch. Die Gästefans werden mehrere Tage vor dem Spiel informiert, dass sie nach dem Schlusspfiff den Kybunpark nicht sofort verlassen können, sondern noch einige Minuten im Stadion ausharren müssen. Mit dieser Rückhaltung ermöglichen wir den Fans des FC St.Gallen eine ungehinderte Rückreise, ohne auf die Gästefans zu treffen. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit begleiten einige Polizistinnen und Polizisten die Gästefans zurück zum Bahnhof Winkeln, wo bereits der Extrazug auf sie wartet. Hat sich dieser in Bewegung gesetzt, wird die Herisauer Strasse auf Abfall kontrolliert und wo nötig gereinigt. Denn die Winklerinnen und Winkler sollen ihr Quartier im Anschluss an ein Fussballspiel sauber antreffen.

    Thomas Christen beim Bahnhof Winkeln.

    Die Gästefans haben mit dem Extrazug ihren Heimweg angetreten. Ich erhalte vom Gesamteinsatzleiter noch die letzten Informationen zur aktuellen Situation.

    Der Einsatz ist beendet.

    Der Einsatz ist beendet. Nun machen auch wir uns auf nach Hause.

    Eine gute Organisation zahlt sich aus. So können wir auf einen gelungenen 1. April beim Kybunpark in Winkeln zurückblicken. Vor, während und nach dem Spiel lief alles reibungslos und nach Plan ab. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, die vor Ort waren und dies ermöglicht haben. Ich freue mich auf viele weitere Einsätze mit euch. Und die Vorbereitungen fürs nächste Spiel laufen bereits. Denn „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, wie man so schön sagt.

    Ihr Quartierpolizist,

    Thomas Christen

    Wie der Quartierblog funktioniert

    28. März 2017 10:52 Von Thomas Christen

    „Ich möchte nicht nur von meinem Quartierpolizisten lesen. Nein; ich möchte ihm auch schreiben.“

    Aber wie funktionieren dieses Kommentieren, Liken und Sharen? Gerne erkläre ich Ihnen, wie das geht. Denn ich freue mich riesig über jeden Kommentar aus meinem Quartier und umso mehr, wenn ich sogleich online Fragen beantworten, auf Anliegen eingehen und Probleme lösen kann.

    Der Quartierblog Winkeln zeigt als Einstiegsseite meinen aktuellsten Blogbeitrag (1). Um frühere Beiträge zu sehen, muss einfach mit der Maus runter gescrollt werden. Auf der rechten Seite befindet sich die Spalte mit einer Suchfunktion (2), meinen Kontaktdaten (3) und den Kurznews (4).

    Übersicht der Quartierblog Startseite

    Desktop-Startseite des Quartierblogs

    Die Kurznews informieren Sie

    Mit den Kurznews, die ich mehrmals pro Woche schreibe – in der Sprache der Blogger „poste“ ich diese News – möchte ich Ihnen wichtige Informationen mitteilen. Aber nicht nur. Von Zeit zu Zeit sehen Sie dort auch, in welchem Zeitraum ich mich wo in Winkeln bewege. Wenn Sie also ein Anliegen haben, das Sie persönlich mit mir besprechen möchten, wissen Sie, wo Sie mich finden. Auch diese Kurznews, die rechts von meinen Blogbeiträgen erscheinen, können Sie kommentieren.

    Quartierblog auf dem Smartphone

    Auf dem Smartphone sieht der Quartierblog leicht anders aus. Die rechte Spalte wird aus Platzgründen nicht angezeigt. Sie rufen diese auf, indem Sie auf den "Hamburger" oben rechts klicken. Nun sehen Sie das Suchfeld, die Kontaktdaten von mir sowie die Kurznews.

    Mobile Smartphone Ansicht des Quartierblogs

    "Hamburger" oben rechts anklicken und die Inhalte der rechten Spalte werden angezeigt

    Beiträge kommentieren 

    Um einen meiner Beiträge zu kommentieren, müssen Sie zuerst den gewünschten Beitrag anklicken. Anschliessend mit der Computermaus nach unten scrollen, im Kommentarfeld Ihre Nachricht hinterlassen, Ihren Namen einfügen, mit der eigenen E-Mail-Adresse ergänzen und auf „Senden“ klicken.

    Keine Sorge, die E-Mail-Adresse ist nur für mich ersichtlich. Die anderen Leserinnen und Leser meines Blogs sehen lediglich Ihren Namen.

    Ansicht der Kommentarfunktion

    Sag deine Meinung: Kommentar verfassen, Name und E-Mail ergänzen, senden

    Wenn Sie nicht einen meiner Beiträge kommentieren wollen, sondern einen bestehenden Kommentar einer anderen Person, funktioniert es so ziemlich gleich. Anstatt ins Kommentarfeld zu schreiben, welches sich direkt unter meinem Blogbeitrag befindet, wählen Sie unter dem entsprechenden Kommentar das Feld „Antwort“. Daraufhin funktionieren das Eintippen und Abschicken der Nachricht so wie oben beschrieben ist.

    Liken, Kommentieren und Sharen

    Die Informationen dürfen auch gerne gelikt und gesharet werden. Ge- wie bitte? Wenn Ihnen eine meiner Kurznews gefällt oder sie Ihnen weitergeholfen hat, können Sie sie dementsprechend mit einem Herz würdigen. Wenn Sie auf das Herz-Symbol klicken, haben Sie angegeben, dass Ihnen der Beitrag gefällt. Oder anders gesagt: Sie haben meinen Beitrag gelikt. „Sharen“ oder auf gut Deutsch „teilen“ können Sie meine Kurznews, wenn Sie die darin enthaltenen Informationen weiterverbreiten und mit Ihren Freunden auf den Social-Media-Kanälen teilen wollen.

    Funktionen: Teilen, Kommentieren und Liken

    Liken Sie Kurznews, die Ihnen gefallen

    Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Spass beim Verfolgen und Kommentieren meines Arbeitsalltags.

    Ihr Qaurtierpolizist,

    Thomas Christen

    Herzlich willkommen!

    17. März 2017 14:00 Von Thomas Christen

    Textalternative zum Video

    Liebe Winklerinnen und Winkler 

    125 Jahre Quartierverein Winkeln; das muss gefeiert werden. Ich freue mich, mit meinem Quartierblog gerade an diesem besonderen Tag zu starten. 

    Bald habe auch ich ein Jubiläum zu feiern. Nächstes Jahr bin ich seit 15 Jahren bei der Stadtpolizei St.Gallen. Bevor ich als Quartierpolizist tätig war, habe ich diverse Bereiche der Polizeiarbeit kennengelernt. So war ich zu Beginn meiner polizeilichen Laufbahn einige Jahre auf Patrouille. Später habe ich die Ausbildung zum Air Marshal absolviert. Das ist ein Flugsicherheitsbegleiter. Als solcher war ich an Bord von Passagierflugzeugen und habe dort für die Sicherheit der Passagiere, der Besatzung und des Flugzeuges gesorgt. Solche Einsätze habe ich mehrmals pro Jahr gemacht. Als dann der Kybunpark gebaut wurde, war ich für die Kommunikationstechnologie, die Videoüberwachung, zuständig. Für mich als Fussballfan und ehemaligen Fussballspieler des FC Winkeln ein sehr spannendes Projekt. Aber nicht nur der Kybunpark hat es mir angetan. An Winkeln gefällt mir besonders die Vielseitigkeit. So bietet das Quartier neben Wohnraum unter anderem auch Arbeitsplätze, Kindergärten, Schulhäuser und die Shopping Arena. 

     

    Thomas Christen im Gespräch mit einer Winklerin.

    Als Quartierpolizist bin ich selbstverständlich täglich persönlich in Winkeln anzutreffen. Erreichbar bin ich zudem übers Telefon und via Whatsapp (079 592 28 00). Doch die Kommunikation verändert sich im Zeitalter von Social Media rasant. Ich möchte darum mit der Zeit gehen und habe mich entschieden, einen Blog für unser Quartier zu führen. Den Quartierblog Winkeln. Denn ich möchte dort sein, wo die Bevölkerung ist. Sprich: Ich erweitere meine Erreichbarkeit mittels dieses Blogs und möchte so möglichst viele Winklerinnen und Winkler ansprechen.

    Verfolgen Sie meinen Arbeitsalltag, erhalten Sie Hinweise und Informationen zu unserem Quartier, kommentieren Sie Beiträge mit Fragen, Anregungen und Anliegen, die Sie in Winkeln beschäftigen. Ich freue mich sehr auf den Austausch.

    Ihr Quartierpolizist,

    Thomas Christen

    Thomas Christen beim Bahnhof Winkeln.