Archiv für 'November 2017'

    Lernen durch Erleben

    10. November 2017 16:30 Von Thomas Christen

    Aus der ganzen Stadt kommen sie her. Rund 38 Klassen der 2. Oberstufe besuchen in Winkeln den Präventionsanlass «Lernen durch Erleben». Wir haben drei verschiedene Posten, die auf die Schülerinnen und Schüler warten.

    Schülerinnen und Schüler am Warten

    Die Schülerinnen und Schüler erwarten gespannt, was auf sie zukommt

    Beim Posten «Aufprallenergie und Schutzwirkung von Sicherheitsgurten erleben» wurde den Schülerinnen und Schülern Wissen über das Tragen von Sicherheitsgurten vermittelt. Nach dem Vortrag durften sie das Ganze konkret erleben: Im Gurtschlitten spürten sie, wie sich diese Aufprallenergie anfühlt.

    Ein Fahrlehrer zeigt den Jugendlichen beim Posten «Motorrad und Roller», wie lange der Bremsweg bei einem Motorrad und einem Auto ist und wann es «Peng!» macht. Es passiert nämlich schnell. Da reicht schon eine Sekunde Ablenkung bei 50 km/h und das Auto legt über 13 Meter zurück.

    Vollbremsung auf Motorrad

    Auf dem Motorrad darf der älteste Schüler spüren, wie sich eine Vollbremsung anfühlt

    Die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, lieber abzuwarten, als ungesehen in die Strasse zu laufen. Das soll natürlich das Verhalten der Lenkerinnen und Lenker keineswegs rechtfertigen. Aber schlussendlich stellt sich doch einfach die Frage, was es einem bringt, im Recht zu sein, wenn man überfahren wird? Alles Geld der Welt bringt einem dann die gesunden Beine nicht mehr zurück. Das jetzt mal ein drastisches Beispiel vom Fahrlehrer.

    Vortrag von Fahrlehrer

    Auch Lachen darf nicht fehlen: Den Schülern gefällt die humorvolle Art des Fahrlehrers

    Ich bin zu dieser Zeit aber im Schulzimmer und höre nur das Quietschen der Reifen, wenn der Fahrlehrer mit einem mit Schülern gefüllten Auto eine Vollbremsung macht. Bevor mein Vortrag beginnt, blicke ich aus dem Fenster. Den Schülerinnen und Schülern scheint die Übung im Auto Spass zu machen.

    Ich am Einrichten der Präsentation

    Ich mache mich bereit – bald schon trudeln die Schülerinnen und Schüler für meinen Vortrag ein

    Ich darf das Thema «Suchtmittel im Strassenverkehr» vermitteln. Ich möchte meinen Vortrag nicht einfach nur herunterleiern, sondern unbedingt auch Persönliches reinbringen. Mein Ziel ist erreicht, wenn die Jugendlichen ab jetzt in der Lage sind, die Stimme zu erheben, wenn jemand sie betrunken nach Hause fahren möchte. Und seien es die eigenen Eltern. Was mir am meisten am Herzen liegt, ist, dass die Jugendlichen ihre Getränke im Ausgang nicht unbeobachtet lassen. Das habe ich auch klar kommuniziert und die Botschaft mit einem lebensechten Beispiel unterstrichen. Ich möchte den Jugendlichen ersparen, was andere erlebt haben.

    Ich am referieren

    Meine wichtigsten Punkte sollen wirklich ankommen

    Ich möchte, dass den Jugendlichen klar wird, was die Folgen von Drogenkonsum sind. Wir betrachten die verschiedenen Drogen – auch die legalen. Dazu verwende ich als Beispiel einen Verkehrsunfall, bei dem Alkohol im Spiel war.

    Ich am referieren

    Alkohol: Die Jugendlichen sollen wissen, was die Folgen sein können

    Ich halte solche Vorträge gern. Letztes Jahr war ich auch schon dabei. Es erfüllt mich, Jugendlichen etwas Gutes auf den Weg mitzugeben und sie zu prägen. Spannend sind jeweils auch die Fragen, die sie mir am Schluss stellen.

    Schülerin streckt auf

    Die Schülerinnen und Schüler stellen spannende Fragen

    Nicht alle betreffen die Thematik Alkohol und Drogen, aber ich informiere gerne über meine polizeiliche Tätigkeit. Eine junge Dame fragt mich, ob ich schon einmal schiessen musste. Ich musste meine Waffe bereits ziehen, aber ich bin froh, dass ich noch nie schiessen musste. Und hoffe, das bleibt auch so.