Jaspers Ferien

    18. Juli 2016 10:55 Von Jasper

    Die Sommerferien haben begonnen und auch ein angehender Polizeihund darf seine Pfoten einmal ausstrecken. Ich hab ja insgeheim gehofft, dass ich das erste Mal ans Meer fahren darf, dort im Sand spielen und gegen die Wellen ankämpfen.  Stattdessen haben wir dann verschiedene Tagesausflüge unternommen. Und im Nachhinein muss ich zugeben, dass es auch in der Ostschweiz und Umgebung schöne Flecken gibt.

    Aussicht von der Hundwiler Höhe

    Aussicht von der Hundwiler Höhe

    Zuerst sind wir nach Wangen gefahren. Nein, kein Wangen in der Schweiz – ich durfte mit Manuel das erste Mal ins Ausland und zwar nach Deutschland. Wangen im Allgäu ist eine ganz schöne Stadt in Baden-Württemberg, auch bekannt als „mittelalterliches Kleinod“. Manuel und ich haben uns einige hundert Jahre zurückversetzt gefühlt, fast wie in „Die Hunde der Tafelrunde“ oder „Der 1. Ritterhund“. Wir haben zudem erfahren, dass St.Gallen und Wangen viele Gemeinsamkeiten haben, beide waren einst Textilhochburgen und beide kennen ein Kinderfest. Ich durfte in Wangen für ein Foto posieren, bei so einem komischen menschlichen Schädel. Wie mir Manuel erklärt hat, steht dieser Schädel für die Vergänglichkeit des Lebens. Das verstand ich nicht ganz.

    Jasper mit dem Schädel

    Hier posiere ich am Seelenmal in Wangen

    Neben dem „Städtetrip“ im Allgäu waren wir auch wandern. Ich durfte zum ersten Mal Postauto fahren, das war lustig. Aber der Helikopterflug hat mir ehrlich gesagt schon besser gefallen. Wir sind dann von Hundwil auf die Hundwiler Höhe gelaufen. Diese kurze, rund einstündige Wanderung fand ich super. Auf dem Weg zum „Gipfel“ habe ich viele neue Entdeckungen gemacht. Auch viele ungewohnte Gerüche waren dabei. Manuel hat mich zudem über Baumstämme, Brennholzstapel und Wellbleche laufen lassen, damit ich neue Untergründe kennenlerne und keine Scheu davor habe – das hätte ich sowieso nicht, ich habe vor nichts Angst! Insgeheim denke ich, dass auch diese Wanderung ein Training war – so viel zu Ferien... Aber mir würde ein Tag ohne Training auch nicht passen, auf dem faulen Fell zu liegen ist gar nicht mein Ding.

    Jasper im Brunnen

    Abkühlung an heissen Ferientagen

    Nun hat uns der Polizei(hunde)alltag wieder. Ich freue mich schon auf die nächsten Ferien! Diese sind dann vor meiner Wesensprüfung im Herbst. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. 

    Happy Birthday Jasper!

    6. Juli 2016 08:49 Von Manuel Egger

    Am 1. Juli 2016 durfte St.Gallens wohl bekanntester Polizeihund bereits seinen ersten Geburtstag feiern. Gerne blicke ich bei dieser Gelegenheit auf das gemeinsame Jahr zurück und wage einen Ausblick in die Zukunft.

    Jasper mit Krönchen und Herrchen Manuel Egger

    Nein lieber Jasper, deine Krone kannst du nicht fressen. Aber ein Leckerli gibt's bestimmt.

    Seit Jasper vor zehn Monaten bei mir eingezogen ist, hat sich einiges in meinem Tagesablauf verändert. Den Moment als ich Jasper Mitte August 2015 zum ersten Mal sah und in meinen Armen hielt, werde ich nicht so schnell vergessen. Trotz einer optimalen Vorbereitung hielt der kleine Racker immer wieder Überraschungen und Unvorhergesehenes für mich bereit. Nach den anfänglich schlaflosen Nächten und einigen materiellen Verlusten durch seine ersten Beissversuche haben wir uns mittlerweile ganz gut aneinander gewöhnt.

    Aus dem anfangs 470 Gramm schweren Fellknäuel ist ein stolzer 28 Kilogramm schwerer Rüde geworden. Viele Trainings haben wir in den letzten Monaten zusammen absolviert. Jasper musste Personen und Gegenstände aufspüren. Hin und wieder waren natürlich auch Leckerlis darunter. Er hat in den letzten Monaten grosse Fortschritte gemacht. Auch geistig hat Jasper sein Welpenverhalten grösstenteils abgelegt. Er weiss mittlerweile was von ihm verlangt wird. Ich bin sehr stolz auf meinen Partner!

    Jasper ist auch viel herumgekommen. Wir besuchten zusammen eine Schulkasse, die OLMA, den Frühlings-, Herbst und Weihnachtsmarkt. Mittlerweile kennt Jasper auch das Polizeigebäude V57 in- und auswendig. Hier durften wir beispielsweise meinen Kolleginnen und Kollegen bei der Einsatzzentrale über die Schulter schauen, die Polizeimusik besuchen, beim Schiesstraining dabei sein und Jasper durfte auch in der Autowerkstatt herumschnüffeln. Am meisten in Erinnerung bleiben wird mir und sicher auch Jasper der Helikopterflug vor rund zwei Monaten. Auf über 3‘000 Metern über dem Boden zu fliegen, war ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

    Es freut mich sehr, wie Sie, liebe Leserin und lieber Leser, an unserem Alltag teilnehmen und Jasper und mich in unserem Polizei(hunde)-Alltag begleiten.

    Natürlich liegt noch ein intensiver Weg bis zum fertig ausgebildeten Polizeihund vor uns, aber ich bin zuversichtlich, dass Jasper und ich die uns gestellten Aufgaben als Team meistern werden. Wir halten Sie weiterhin, wenn auch aufgrund der intensiven Ausbildung in etwas grösseren Abständen, in diesem Blog auf dem Laufenden.

    Jasper ist nicht mehr der Kleinste

    3. Juni 2016 14:14 Von Manuel Egger

    Nach den intensiven Eindrücken vom Helikoptertag, liegt der Schwerpunkt des letzten Trainings im Bereich der Objektsuche. Hierzu trainierten wir in verschiedenen Umgebungen eines grossen Objektes die Such- und Milieuarbeit. Wir  trafen uns in einem leerstehenden Hotel im Toggenburg. Als Erstes erkundeten Jasper und ich das Areal, um das riesige Gebiet kennenzulernen. Das Hotel bot diverse Möglichkeiten mit dunklen Kellergeschossen, ungewohnter Akustik, unterschiedlichen Bodenbelägen und verwinkelten Räumen.

    Nachdem wir uns mit der unbekannten Umgebung vertraut gemacht hatten, legte ich Jasper das Hundegeschirr an und wir begaben uns in den ehemaligen Schwimmbadbereich des Hauses wo wir das Verbellen trainieren konnten. Jasper wird in seinen bevorstehenden Einsätzen das Verbellen dann einsetzen, wenn er eine Person findet und seine Kollegen auf den Fund aufmerksam machen soll. Wenn Jasper seine Aufgabe korrekt ausgeführt hatte, erfolgte als Belohnung ein Spiel mit seiner Beisswurst. Um diesen Ablauf entsprechend zu konditionieren, übten Jasper und ich vorgängig mehrmals pro Woche das Verbellen einer Person.

    Jasper verbellt eine Person

    Jasper zeigt seine Zähne. Beim Verbellen setzt er eine Person fest und zeigt so seinen Kollegen, dass er die gesuchte Person gefunden hat. Auf dem Bild verbellt Jasper den erfahrenen Teamleiter unserer Hundeführer.

    Nach dieser Übung begaben wir uns zusammen mit einer Hilfsperson in das Untergeschoss, wo Jasper mich suchen sollte. Ich versteckte mich hinter den Kompressoren oder auf den Lüftungsschächten. Die Hilfsperson hielt Jasper zurück und gab ihm anschliessend das Kommando, um nach mir zu suchen. Was nach einer Runde Verstecken spielen klingt, ist eine wichtige Übung für Jasper. In absoluter Dunkelheit gestaltete sich die Suche für meinen vierbeinigen Freund einiges anspruchsvoller als er sich dies gewohnt war. Trotzdem meisterte er die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit und ist in seinem jungen Leben wieder um eine Erfahrung reicher geworden.

    Zum Abschluss des Trainings erfolgte eine Lektion Schutzdienst. Dort wurde das Griffverhalten eingeübt, denn auch das gehört zur Ausbildung eines Schutzhundes. Diese Übung war für den Kleinen, wegen des rutschigen Untergrunds im leeren Schwimmbecken, gar nicht so einfach.

    Im Rahmen der Schutzdienstausbildung hält Jasper eine Person fest

    Im Rahmen der Schutzdienstausbildung hält Jasper eine Person fest.

    Seit Jasper vor elf Monaten das Licht der Welt erblickte, hat er schon vieles gelernt und ist um einiges grösser geworden. Beim heutigen Training war erstmals auch der Neuzuwachs der Hundestaffel der Stadtpolizei St.Gallen anwesend. Die deutsche Schäferhündin namens Vega von der Gletscherhöhle, zurzeit 12 Wochen alt, wird ebenfalls zum Schutzhund ausgebildet und hatte bereits ihren ersten Trainingstag. Jasper ist also nicht mehr länger das Nesthäkchen bei der Stadtpolizei St.Gallen.

    Die angehende Polizeihündin Vega posiert mit ihrem Vorbild Jasper.

    Die angehende Polizeihündin Vega posiert mit ihrem Vorbild Jasper.

    Ready for Take-off: Jasper auf Helikopterflug

    2. Mai 2016 15:45 Von Manuel Egger

    Schon vor einigen Wochen haben wir verraten, dass Jasper demnächst „eine ganz besondere Art von Höhenflug“ erleben wird - nun war es soweit. Anlässlich eines Weiterbildungstages für Diensthundeführerinnen und Diensthundeführer des Polizeihundeführervereines St.Gallen - Appenzell nahm Jasper an dem ersten Helikopterflug seines Lebens teil!

    Helikopter seitliche Rückansicht

    An diesem Tag waren die Hundeführerinnen und Hundeführer aus der Ostschweiz mit ihren Diensthunden anwesend. Der Helikopterflug war nur ein Teil des Ausbildungstages. Für Jasper und mich ging es vorher zuerst zu einem Training im Bereich Schutzdienst – schliesslich wird Jasper ja zu einem Schutzhund ausgebildet. Auch wenn Jasper ausserhalb des Dienstes mein treuer Begleiter ist und bei mir zuhause wohnt, darf man nicht vergessen, dass er ein Polizeihund in Ausbildung ist und eines Tages als Schutzhund jederzeit bereit sein muss, einen Angriff auf mich oder einen Dienstkollegen zu vereiteln. Für ihn ist das jetzige Training noch ein Spiel, für uns Polizisten stellt der Schutzhund im Ernstfall jedoch ein wichtiges Einsatzmittel dar.

    Jasper beim Training

    Beim Training wurde das Programm an jedem Posten individuell an den Ausbildungsstand und das Alter des Hundes angepasst. Das Ziel der Lektion für Jasper war die Förderung des Beutespiels mit einem Beutespielzeug. Er soll dabei nur dann loslassen, wenn ich es ihm befehle. Ältere Hunde die in ihrer Ausbildung bereits weiter fortgeschritten sind sollen in einem ähnlichen Szenario beispielsweise eine Person auf Befehl fassen, welche einen Schutzanzug trägt. Auch Jasper wird dies eines Tages können.

    Jasper auf dem Grün

    Nach der Mittagspause ging es weiter zum Helikopterflug – für Jasper der erste seines Lebens. Ziel hierbei ist es, die Tiere an das Fliegen im Helikopter zu gewöhnen. Trotz der Helikoptergeräusche und den Luft-Verwirbelungen sollen sich die Hunde voll auf ihre eigentliche Aufgabe, den Einsatz, konzentrieren können.

    Den Vorschriften entsprechend müssen alle Hunde während der ganzen Flugdauer einen Maulkorb tragen.

    Jasper schaut aufmerksam in die Ferne

    Jasper hat man angemerkt, wie er während des ganzen Ereignisses alles und jeden besonders aufmerksam beobachtete, um all die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Er war aufgeregt, aber mit Konzentration bei der Sache.

    Jasper läuft mit Manuel zum Helikopter

    Um in den Helikopter einzusteigen gibt es verschiedene Varianten. Eine davon ist, den Hund zu tragen.  Ich entschloss mich für diese Variante, weil es den Einstieg etwas vereinfacht. Hoch oben in den Lüften genoss Jasper sichtlich den Flug. Er sass ruhig vor mir und blickte hinaus auf die unter uns vorüberziehende Landschaft.

    Jasper und Manuel im Helikopter

    Nach einigen Minuten war der Flug dann auch schon wieder vorbei und es ging mit der nächsten Übung des Tages weiter. Jasper und ich hatten definitiv einen spannenden und lehrreichen Tag und haben den ersten gemeinsamen Höhenflug mit Bravour gemeistert.

    Jasper im Helikopter

    Jasper während des Fluges im Helikopter

    Ready for Take-Off

    Textalternative zum Video: Ready for Take-Off

    Jasper bei der OFFA 2016

    15. April 2016 13:23 Von Manuel Egger

    Auch dieses Jahr findet momentan, vom 13. - 17. April 2016, wieder die alljährliche OFFA Frühlings- und Trendmesse statt, bei der über 500 Aussteller die Messehallen mit einem vielfältigen Angebot füllen. Was für die Bürgerinnen und Bürger meist Spass und Unterhaltung bedeutet, ist gerade auch hinter den Kulissen mit einem grossen Aufwand und diversen Vorbereitungen verbunden. Auch wir von der Stadtpolizei St.Gallen sind während der ganzen Messezeit für Sicherheit und Ordnung sowie für eine geordnete Verkehrsabwicklung im Einsatz. Ich habe ebenfalls mit Jasper mal bei den Kollegen im Dienst auf der OFFA vorbeigeschaut. Der Tag war leider etwas regnerisch. Jasper macht das Hundewetter aber natürlich eh nichts aus und ich habe mich dementsprechend wetterfest angelegt.

    Jasper mit Manuel auf Polizeitöff

    Zusätzlich zu den Fusspatrouillen auf dem Frühlingsmarkt sind wir auch dieses Jahr wieder mit unserer mobilen Einsatzzentrale „Vadiana“ vor dem Olma Messen Haupteingang präsent. Bei der „Vadiana“ können Bürgerinnen und Bürger in Kontakt mit den Polizistinnen und Polizisten treten und Fragen aller Art stellen. Kinder-Bändel, auf welche die Telefonnummer der Eltern geschrieben wird, gibt es hier ebenfalls. So können verloren gegangene Kinder und ihre Eltern schnell wieder zusammengeführt werden, wenn man sich in der Menge mal aus den Augen verlieren sollte.  Auch kann man einen Blick in das Fahrzeug werfen und sich die Technik ein bisschen näher erklären lassen. Das ein oder andere kleine Geschenk halten die Kollegen auch noch bereit. Süssigkeiten und andere Goodies hat Jasper leider keine abbekommen. Auch den Bratwürsten und Burgern, die so lecker von überall her in seine Richtung dufteten, musste er fern bleiben. Armer Jasper!

    Hinteransicht des Einsatzfahrzeuges Vadiana

    Direkt neben der „Vadiana“ steht zudem ein Polizei-Töff. Kinder freuen sich jeweils sehr, sich daraufzusetzen und von uns ablichten zu lassen. Selbstverständlich sind aber auch die grösseren Töff-Fans herzlich dazu eingeladen. Die Bilder werden anschliessend ins Internet gestellt (www.stadtsg.ch/offa16), so dass sich die Besucherinnen und Besucher die Bilder dort anschauen und das Erinnerungsfoto selbst herunterladen können.

    Polizeitöff im Hintergrund mit Fotokamera auf Stativ im Vordergrund

    Auch ich habe gleich die Möglichkeit genutzt, um auch mit Jasper einen Schnappschuss machen zu lassen. Schliesslich sitzt auch so ein angehender Polizeihund nicht jeden Tag auf so einem Gerät!

    Auch am Wochenende sind wir von der Stadtpolizei St.Gallen noch auf der OFFA mit dem Stand vertreten und würden uns weiterhin über so zahlreiche und interessierte Besucher freuen.

    Jasper sitzt auf dem Polizeitöff, Manuel steht dahinter

    Jasper besucht die Sperrgitterfahrzeug-Ausbildung

    11. April 2016 10:55 Von Jasper

    Wie ihr wisst, werde ich aktuell zum Schutzhund ausgebildet. Neben mir absolvieren aber auch meine zweibeinigen Arbeitskollegen regelmässig Aus- und Weiterbildungen. Deswegen habe ich ihnen mal bei einer ganz besonderen Ausbildung über die Schulter geschaut - oder in meinem Fall eher zwischen den Beinen durchgeguckt. Die Ausbildung zum Fahrer von Sperrgitterfahrzeugen, welche vor allem bei Fussballspielen eingesetzt werden.

    Jasper in einem Sperrgitterfahrzeug

    Ich auf dem Fahrersitz eines Sperrgitterfahrzeugs

    Wir bei der Stadtpolizei St.Gallen haben seit 2008 zwei eigene Sperrgitterfahrzeuge. Diese werden hauptsächlich dafür eingesetzt, dass bei Fussballspielen die Gästefans vom Bahnhof Winkeln sicher zur AFG Arena St.Gallen gelangen. Die Fahrzeuge kommen bei uns etwa 15 Mal im Jahr zum Einsatz – zum Beispiel wenn bei Fussballspielen mit sehr vielen Gästefans gerechnet wird. Auch bei Demos oder Strassensperrungen in der Innenstadt können sie eingesetzt werden.

    Sperrgitterfahrzeuge stellen gut sichtbare Hindernisse dar, die so meist auch von der Öffentlichkeit akzeptiert werden. Ausserdem kann durch den Einsatz der Fahrzeuge Personal eingespart werden. Die Gitter sind 4,8 Meter breit und 2,5 Meter hoch. Da könnte selbst ich nicht drüber springen! Die Gitter können bei Bedarf auf die Breite des Autos eingeklappt werden.

    Aufgereihte Sperrgitterfarhezuge mit eingeklappten Sperrgittern

    Aufgereihte Sperrgitterfarhezuge mit eingeklappten Sperrgittern

    Bei der Stadtpolizei St.Gallen gibt es momentan rund ein Dutzend ausgebildete Fahrer für die Sperrgitterfahrzeuge. Natürlich erfordert es einiges an Geschick, ein Fahrzeug mit diesen Ausmassen kompetent und sicher zu steuern. Für die Teilnehmer des Sperrgitterfahrzeug-Kurses ist es vor allem wichtig ein Gefühl für die Masse des Fahrzeugs zu entwickeln. Die schlechtere Sicht bei Nacht oder bei Regen stellt eine weitere Herausforderung dar. Deswegen finden regelmässig Aus- und Weiterbildungen mit den Sperrgitterfahrzeugen statt. Es ist sehr wichtig, dass die Fahrzeuge kompetent bedient werden, um einen optimalen und sicheren Einsatz zu gewährleisten. Auch ich weiss vom Training mit Manuel wie wichtig es ist, regelmässig zu üben und so Gelerntes zu festigen.

    Nach der Sperrgitterfahrzeugausbildung war dann für mich wieder einmal Trittsicherheitstraining und Untergrundtraining angesagt. Manuel und ich trainierten auf kleinen Brücken und Stegen verschiedene Sachen, damit ich mich immer mehr an wacklige Untergründe, wie zum Beispiel eine kleine Hängebrücke, gewöhne.

    Jasper sitzt auf einer Hängebrücke die über einen Fluss führt

    Ich auf einer kleinen Hängebrücke über der Sitter

    Jasper auf einer Brücke die sich kaum noch bewegt und sogar ein Dach hat

    Ich auf einer Brücke die sich kaum noch bewegt und sogar ein Dach hat

    Ausbildung zum Aufspüren von Schwarzfahrern

    1. April 2016 08:21 Von Manuel Egger

    April! April! Jasper als "Schwarzfahrer-Spürhund" - oder etwa doch nicht?

    Heute Morgen haben auch wir uns mit folgendem Blogbeitrag einen kleinen Aprilscherz erlaubt.

    April April geschrieben auf farbigem Untergrund umgeben von Hundepfotenabdrücken und Frühlingsblumen

    April, April!

    Personen schützen, nach Drogen und Sprengstoff schnüffeln, vermisste Personen auffinden und ähnliche Aufgabengebiete kennen wir bereits von Polizeihunden. Doch die Bereiche in denen gut ausgebildete Vierbeiner eingesetzt werden, gehen zukünftig weit darüber hinaus. Gemeinsam mit vier anderen Polizeihunden beginnt Jasper heute die erste schweizweite Zusatzausbildung zum „Schwarzfahrer-Spürhund“. Ziel ist es, dass Jasper künftig für das Aufspüren von Schwarzfahrern in den öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖV) eingesetzt werden kann. Durch seinen guten Geruchssinn, welchen er ja in seiner Ausbildung zum Polizeihund sowieso schon professionell einzusetzen lernt, eignet er sich bestens für diese neue Aufgabe.

    Jasper sitzt in der Einsatzzentrale vor Bildschirmen mit Bildern von Verkehrsüberwachungskameras

    Jasper hat den öffentlichen Verkehr im Blick

    Konkret funktioniert dies folgendermassen: Gefühle haben tatsächlich einen Geruch und Hunde können diesen erschnuppern, denn ihre Nase nimmt dreimal so viele Gerüche wahr wie jene des Menschen. Stehen wir unter Stress, stellt unser Körper spezifische Duftstoffe her, durch die wir mit anderen Lebewesen biochemisch kommunizieren. Sie sind im Schweiss enthalten und werden über die Haut abgegeben. Angstschweiss hat einen typischen Geruch, den eine Hundenase sofort erkennt.

    In einem Pilotprojekt wird Jasper nach erfolgreichem Abschluss der achtwöchigen Zusatzausbildung zum „Schwarzfahrer-Spürhund“ etwa zweimal pro Woche die Ticket-kontrolleurinnen und -kontrolleure in den ÖV beim Dienst begleiten. Dabei werden nicht wie gewöhnlich alle Fahrgäste kontrolliert, sondern die Führung an Jasper übergeben. Dieser wird durch „Platz“ konkrete Fahrgäste anzeigen, bei welchen er den typischen Angstschweiss-Geruch wahrnimmt, welche daraufhin kontrolliert werden sollen. Dadurch erhoffen sich die Mitarbeitenden der ÖV und die Stadtpolizei ein effizienteres und zeitsparenderes Kontrollsystem, da nur noch einzelne Fahrgäste kontrolliert werden müssen.

    Während der Angstschweiss-Geruch in anderen Situationen lebensrettend sein kann, Hunde können beispielsweise die Furcht von Verschütteten oder Erdbebenopfern riechen und diese so besser aufspüren, wirkt er sich für Schwarzfahrer eher ungünstig aus.

    Falls das Pilotprojekt nach abschliessender Evaluation als Erfolg eingestuft wird, soll die neue Praxis ausgeweitet und Polizeihunde auch in anderen Gebieten, wie beispielsweise der Kontrolle von potenziellen Kaufhausdieben, eingesetzt werden.

    Immer der Nase nach! Jasper und die Fährtenarbeit

    23. März 2016 13:09 Von Manuel Egger

    Jasper und ich haben in letzter Zeit auf dem Blog viel von spannenden Erlebnissen erzählt. Deshalb dachte ich, dass es nun mal wieder an der Zeit sei, von Jaspers Fortschritten als Polizeihund zu berichten. Genauer gesagt von einem wichtigen Ausbildungselement, nämlich der Fährtenarbeit.

    Jasper und Manuel auf einer Wiese

    Die Fährtenarbeit trainieren wir möglichst regelmässig und bei jeder Witterung. Für Jasper ist das Ganze wie ein Suchspiel, bei dem er seinen Geruchssinn besser einzusetzen lernt und gleichzeitig Spass an der Nasenarbeit bekommt. Ziel ist es, dass Jasper lernt einer Spur zu folgen. Je regelmässiger er das trainieren kann, umso weniger lässt er sich von äusseren Faktoren ablenken. Für die richtige Ausführung seiner Arbeit wird er dabei mit Futter bestätigt. Wie ihr vielleicht wisst, wird Jasper bei vielen anderen Ausbildungsschritten mittlerweile meist mit seinem Beisswurst-Spielzeug, welches auch „Boudin“ genannt wird, bestätigt.

    Manuel verteilt Futter auf dem Gras

    Manuel legt eine Fährte und verteilt darauf Futter als Bestätigung für Jasper

    Die Trainingseinheiten werden ähnlich wie bei Sporthunden aufgebaut, jedoch nehmen wir entsprechende Anpassungen für den dienstlichen Bereich vor. Potenzielle Ablenkungen wie zum Beispiel Mäuselöcher, Blätter oder Äste können dabei erschwerend in die Übung mit einbezogen werden.

    Folgendes Verhalten ist bei der Suche erwünscht:

    • intensives und ruhiges Aufnehmen der Fährte am Ansatz mit tief angesetzter Nase
    • intensives Folgen des Fährtenverlaufs in gleichmäßigem Tempo mit tief angesetzter Nase
    • sicheres Ausarbeiten der einzelnen Winkel der gelegten Fährte
    • selbständige Arbeit ohne Einwirkung des Hundeführers durch Aufmunterungen oder Leinenkorrekturen

    Jasper folgt einer Fährte

    Jasper beim Fährten-Training

    Hier ein kleines Video von Jasper beim Fährtentraining. Auch eine kleine Sequenz von uns beiden beim Spielen mit dem Boudin ist zu sehen.

    Textalternative zum Video: Wegrandsuche.mp4,

    In der nächsten Zeit werden wir den Schwierigkeitsgrad des Fährtentrainings stufenweise erhöhen, wobei dieser immer an den Ausbildungsstand und das Alter des Hundes angepasst ist. Da Jasper stets konzentriert mitarbeitet, Spass an der Sache hat und auch gute Fortschritte zeigt, bin ich mir sicher dass er auch diese neuen Herausforderungen meistern wird.

     

     

    Jasper zu Besuch bei der Polizeischule

    11. März 2016 14:07 Von Manuel Egger

    Diese Woche habe ich mit Jasper und unserer Praktikantin Jenny von der Fachstelle Kommunikation bei einem praktischen Ausbildungstag der Polizeischule Ostschweiz vorbeigeschaut. Jenny wollte sich dabei generell über den Ablauf einer Polizeiausbildung informieren und ich habe die Gelegenheit genutzt, mich dort selbst mal wieder umzuschauen und habe Jasper gleich mitgenommen.

    Die Polizeischule ist bei mir mittlerweile zwar schon einige Jahre her, aber natürlich weckte der Besuch dort viele Erinnerungen bei mir. Zusätzlich bin ich ja für Jasper verantwortlich, der sich nun selbst in der Ausbildung befindet.

    Manuel und Jasper stehen vor einer Reihe Zielscheiben

    Jasper und Manuel beim Pistolenschiessen

    Die Polizeiausbildung dauert in der Schweiz ein Jahr und findet bei vollem Gehalt statt. Der Abschluss ist die Eidgenössische Berufsprüfung zum „Polizistin/Polizist mit eidgenössischem Fachausweis“. Sich für den Beruf Polizistin oder Polizist zu entscheiden braucht etwas Mut. Es ist eine echte Herausforderung, täglich unterschiedliche Dienstleistungen für die Bevölkerung zu erbringen. Ein ausgeprägtes Rechtsempfinden, soziales Engagement und hohe Wertvorstellungen sind wichtige Voraussetzungen dazu. Dazu braucht es auch einen starken Lernwillen, grosse Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie eine hohe Belastbarkeit.

    Natürlich gibt es auch gewisse formelle Voraussetzungen für den Beruf: Unter anderem muss vor der Bewerbung ein Sport-Eignungstest bestanden werden und ein einwandfreier Leumund vorhanden sein. Auch muss der Bewerber oder die Bewerberin Schweizer Bürgerrecht haben oder eine Einbürgerung zumindest absehbar sein. Der Führerausweis Kategorie B (auf Probe) muss bei Schuleintritt ebenfalls vorhanden sein. Weitere Voraussetzungen sind auf der Homepage der Stadtpolizei St.Gallen einzusehen.

    Aufdruck Polizei auf dem Rücken einer verregneten Polizeijacke

    Die Polizeischule für die Region Ostschweiz befindet sich in Amriswil. Dort findet der Grossteil der Ausbildung statt. Auf dem Lehrplan steht unter anderem:

    ·        Allgemeinbildung (z.B. Deutsch/Rapportlehre, Staatskunde)

    ·        Allgemeine Polizeifächer (Community Policing, Berufsethik/Menschenrecht, Polizeipsychologie)

    ·        Rechtskunde (z.B. Strafprozessrecht, Strafrecht, Zivilrecht)

    ·        Kriminalistik (z.B. Kriminaltaktik, Kriminaltechnik)

    ·        Verkehrspolizei (z.B. Strassenverkehrsrecht, Verkehrsunfallaufnahme)

    ·        Sicherheit und Einsatz (z.B. Schiessen, Persönliche Sicherheit, Technik & Taktik)

    ·        Sport und Gesundheit (z.B. Fitness, Medizinische Erste Hilfe, Orientierungsläufe)

    Neben der theoretischen Lektionen in Amriswil finden regelmässig auch praktische Ausbildungstage an anderen Orten statt. Einer dieser Orte ist das Militärgelände in Frauenfeld, auf dem die Polizeischülerinnen und Polizeischüler an praktischen Ausbildungstagen Dinge wie das Schiessen, Interventionen, Einsatzplanung oder das richtige Verhalten im Ordnungsdienst üben. So ein Tag besteht für gewöhnlich aus vier unterschiedliche Lektionen. Gemeinsam mit Jasper haben wir eine der Schulklassen begleitet und uns zwei dieser Lektionen angeschaut: das Pistolenschiessen und das Ordnungsdienst-Training. In der von uns begleiteten Gruppe waren unter anderem auch eine Polizeischülerin und ein Polizeischüler, die später Ihren Dienst bei der Stadtpolizei St.Gallen antreten werden.

    Hütte eines Schiessstandes im Hintergrund, Schild mit der Aufschrift Sperrgebiet im Vordergrund

    Ein Schiessstand auf dem Übungsgelände in Frauenfeld

    An diesem Tag stand das Schiesstraining mit der Dienstwaffe auf dem Programm. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler von unterschiedlichen Distanzen stehend, kniend oder auch liegend auf verschieden grosse Zielscheiben schiessen. Sowohl die Treffsicherheit, Schiessen unter Stress oder im Dunkeln, als auch der Richtige Umgang mit der Pistole – also Themen wie Sicherheitsvorschriften, Hand- und Körperhaltung, Abzugsvorgang usw. – sind hierbei wichtig.

    Jasper sitzt in einiger Entfernung hinter den Schülern beim Schiessen und schaut zu

    Jasper beobachtet die Polizeischülerinnen und Polizeischüler

    Mit Schiessen hatte Jasper bisher in seiner Ausbildung noch nichts zu tun – dafür ist er noch zu jung. Deswegen haben wir uns das Ganze gemeinsam aus sicherer Distanz angeschaut. Allzu spannend war es dann aber auch wieder nicht für ihn und so haben Jasper und ich schon bald angefangen, mit der Beisswurst zu spielen. Daran hat Jasper immer viel Spass und ist mittlerweile auch dank intensivem und regelmässigem Training mit viel Konzentration bei der Sache.

    Jasper zerrt an der Beisswurst

    Manuel und Jasper spielen mit der Beisswurst

    Jasper ist in der Luft und zerrt an der Beisswurst

    Das regelmässige Training zahlt sich aus

    Als die Lektion vorbei war, hat sich Jasper dann doch noch ein wenig näher ans Geschehen gewagt und die Schiessleistung der Polizeischüler genau unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Gut gemacht!

    Jasper schaut in Richtung der Zielscheiben als ob er diese kontrolliert

    Jaspers Fazit: "Gut gemacht"

    Direkt im Anschluss sind wir dann mit der Gruppe zur Ordnungsdienst-Lektion weitergezogen. Der Ordnungsdienst ist zum Beispiel bei Fussballspielen und Demonstrationen präsent und sorgt dort für Sicherheit.

    Manuel und Jasper posieren vor einer Gruppe Polizeischüler in Schutzausrüstung

    Manuel und Jasper beim Ordnungsdienst-Training

    Bei dieser Lektion wurde unter anderem das Laufen in verschiedenen Formationen trainiert. Auch wie man im Ernstfall aus der Formation heraus schiesst, das korrekte Anziehen der Atemschussmasken oder wie man sich selbst und gegenseitig unter Einsatz des Schildes korrekt schützt, wird geübt.

    Jasper blickt aufmerksam in die Ferne

    Jasper beobachtet das Geschehen aufmerksam

    Da es mittlerweile angefangen hatte in Strömen zu regnen und der Tag auch für die Polizeischüler nahezu vorüber war, sind Jasper und ich dann wieder zurück nach St.Gallen gefahren. Nach einem ereignisreichen und spannenden, aber auch sehr nassen Nachmittag waren wir dann froh, als wir wieder im trockenen und warmen Auto waren.

    Wer sich genauer für den spannenden, aber auch anspruchsvollen Polizeiberuf bei der Stadtpolizei St.Gallen informieren möchte:

    Am 12. Oktober 2016 findet abends von 19 bis ca. 21.30 Uhr ein Informationsanlass an der Vadianstrasse 57 in St.Gallen statt. Anmeldungen unter: personalwesenstapo@stadt.sg.ch

    Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadtpolizei St.Gallen.

     

    Jasper auf musikalischen Streifzügen

    4. März 2016 15:38 Von Jasper

    Diese Woche möchte ich euch von meinem neuesten Abenteuer berichten. Und zwar habe ich mal den Verein „Polizeimusik St.Gallen“ (PMSG), besucht. Das war total spannend für mich. Ich möchte euch auch ein bisschen mehr über mein alles andere als hundsmiserable Gehör und was ich generell so von Musik halte erzählen.

    Jasper liegt vor einem Schlagzeug auf dem Boden

    Wir Hunde haben ja wahnsinnig gute Ohren und können Frequenzbereiche hören, die für euch Zweibeiner gar nicht mehr wahrzunehmen sind. Bei euch sind es etwa 20 bis 20.000 Schwingungen pro Sekunde. Wir Hunde hören alles, was zwischen etwa 15 bis 50.000 Hertz liegt. Ausserdem können wir unsere Ohrmuscheln bewegen und so Geräuschquellen präziser orten, als es Menschen möglich ist. Auch können wir Vierbeiner unseren Gehörsinn selektiv einsetzten. Das heisst, dass ich zum Beispiel Hintergrundgeräusche wie Musik vollkommen ausblenden kann, wenn ich mir ein kleines Nickerchen gönne. Aber wenn Manuel dann meinen Futternapf füllt oder ich höre, dass sich jemand dem Haus nähert, wache ich sofort auf. Praktisch, oder?

    Bild der Musikanntinnen und Musikanten

    Die Musikanntinnen und Musikanten der PMSG

    Aber nun zu meinem Besuch bei der PMSG. Bei meiner Ankunft im Probenraum wurde ich vom Dirigenten Ivo Mühleis mit offiziellem Pfotenschlag begrüsst. Der Dirigent erzählte mir auch gleich etwas mehr zur Geschichte des Vereins. Die Polizeimusik St.Gallen (PMSG) wurde 1918 von neun Polizisten der Stadtpolizei St.Gallen gegründet und nannte sich damals noch „Musikkorps der Stadtpolizei St.Gallen“. In den 60er Jahren wurde der Verein auch für Nicht-Polizisten geöffnet. Heute sind es etwa 35 Mitglieder und es kann jede Person, die ein Blas-/ oder Schlaginstrument spielt, Mitglied werden. Vierbeinige Mitglieder gibt es aktuell noch nicht, aber wer weiss, vielleicht kann sich das ja mit mir ändern: So ein bisschen Gejaule als Begleitung würde sich doch sicher super machen, oder?

    Jaspers Pfote in der Hand des Dirigenten

    Offizieller Pfotenschlag mit dem Dirigenten Ivo Mühleis

    Die Instrumente, die von den Mitgliedern gespielt werden, reichen von Holz- und Blechblasinstrumenten über verschiedene Saxofon-Arten, Trompeten und Tubas zu Triangeln und Kesselpauken. Die Mitglieder treffen sich wöchentlich am Mittwochabend zum Üben. Vor grossen Konzerten und Wettbewerben gibt es Zusatzproben. Apropos Konzerte: Der Verein tritt nicht nur an polizeilichen Anlässen wie Jubiläen oder Brevetierungen auf, sondern auch bei privaten Events, wie der Olma, dem Stadtfest oder Umzügen. Pro Jahr sind es etwa 15 Anlässe. Ausserdem nimmt die PMSG auch hin und wieder an Wettbewerben teil.

    Aber genug der Theorie – nun  ich wollte Action. Eifrig habe ich mich daran gemacht, die Musikantinnen und Musikanten der PMSG kennenzulernen, den Proberaum zu erkunden und habe mich überall persönlich vorgestellt, wie es sich für einen anständigen Polizeihund eben gehört!

    Jasper läuft an der Leine zwischen den Vereinsmitgliedern herum

    Nachdem ich mich mit allem vertraut gemacht hatte und dank des Dirigenten mit reichlich Fachwissen ausgestattet war, dachte ich mir „So schwer kann das ja nicht sein.“ und habe mich gleich mal selbst ans Werk gemacht und die musikalische Leitung der Gruppe übernommen.

    Jasper stützt sich mit seinen Vorderpfoten auf dem Dirigentenpult ab

    Jasper gibt den Takt an

    Das war aber gar nicht so einfach wie es beim Ivo aussah. Deswegen habe ich mich danach lieber wieder auf etwas konzentriert, was ich ziemlich gut kann und mit Manuel für Fotos posiert. Cheese!

    Jasper posiert mit Manuel vor der Gruppe

    Manuel spielt übrigens selbst kein Instrument. Schade für die PMSG, denn die würde sich sehr über weitere Mitglieder aus den Polizeikorps freuen. Ich persönlich habe auch nicht so viel Interesse an Musik. Dass im Auto beispielsweise Radio im Hintergrund läuft, daran bin ich gewohnt und weiss, dass keine Reaktion von mir erwartet wird und ich es somit getrost ignorieren kann.

    Den Musikern der PMSG habe ich auch nur ganz kurz beim Proben selbst zugehört, denn ich muss sagen, dass ich den Besuch an sich schon so wahnsinnig aufregend fand, dass mich zu viel Musik zusätzlich überfordert hätte. Aber ich fand es sehr spannend die ganzen Instrumente genau in Augenschein zu nehmen und so viele neue Leute kennenzulernen. Ich muss sagen, dass der Abend eine sehr aufregende und tolle Erfahrung für mich war. Allerdings glaube ich auch, dass ich in meinem jetzigen Job besser aufgehoben bin und das Dirigieren und Musizieren künftig wieder den Profis überlassen werde.

    Jaspers Welt: Mein tierischer Steckbrief

    22. Februar 2016 10:00 Von Jasper
    Jasper blickt in die Ferne

    Hallo, ich bin es mal wieder – Jasper! Ich freue mich sehr, dass ich mittlerweile schon so viele Fans habe. Da meinem Herrchen Manuel und auch meinen anderen Kollegen von der Stadtpolizei St.Gallen immer wieder Fragen zu mir gestellt werden, möchte ich mich heute in einem aktuellen Steckbrief noch einmal kurz präsentieren und euch zeigen, wie ich mich weiterentwickelt habe.

     

    Jasper

    Name:                            Jasper vom blauen Mistral

    Geburtstag:                    1. Juli 2015

    Rasse:                            Belgischer Schäferhund (Malinois)

    Wohnort:                         Zuhause bei meinem Herrchen und Hundeführer Manuel

    Grösse:                           60 cm Schulterhöhe

    Gewicht:                          23.5 kg

    Fell:                                 sandfarben mit schwarzer Maske

    Augenfarbe:                    braun

    Lieblingsleckerli:             Wienerli, Cervelas

    Spielzeug:                       Beisswurst

    Das macht mir Spass:     Spielen & Training

    Das mag ich nicht:           Langeweile

    Zukunftspläne:                 Selbstsicherheit trainieren  

     

    Wie ihr seht, bin ich seit meiner Geburt schon viel gewachsen. Auch an Gewicht habe ich schon kräftig zugelegt und bringe mittlerweile 23.5 Kilo auf die Waage – bei meiner Geburt letzten Sommer habe ich gerade mal 470 Gramm gewogen! Herzig, oder? Mein volles Gewicht habe ich aber noch nicht ganz erreicht: etwa 25 bis 30 Kilo werde ich eines Tages wiegen und auch ein paar Zentimeter an Grösse werde ich noch zulegen.

    Jasper

    An meinen Tischmanieren muss ich noch ein wenig arbeiten...

    Wenn es um Futter und Leckerli geht bin ich nicht so wählerisch und esse eigentlich alles. Normalerweise esse ich Trockenfutter, aber an besonderen Tagen, also zum Beispiel für spezielle Trainingsanlässe, bekomme ich auch mal ein Stück Wurst. Egal ob Cervelas oder Wienerli – da freue ich mich besonders drüber!

    Pssssst…wollt ihr ein kleines Geheimnis wissen? Früher habe ich aus Neugierde auch immer wieder mal Pferdemist gegessen. Da kann ich aber zum Glück mittlerweile wiederstehen und da freut sich auch Manuel ganz besonders drüber.

    Jasper beisst in seine Beisswurst

    Die Beisswurst ist mein Lieblingsspielzeug

    Am liebsten spiele ich mit meiner Beisswurst. Die setzen wir auch regelmässig in meinem Training ein und das macht mir viel Spass. Generell ist es sehr wichtig für mich, dass ich immer beschäftigt bin! Ob Suchtraining, Fährtentraining oder Training mit der Beisswurst: Was ich genau mache ist mir meist nicht so wichtig, denn die Trainingseinheiten sind eh eher wie ein Spiel für mich. Hauptsache mir wird nicht langweilig, denn das kann ich gar nicht ausstehen. Beim Spazieren gehe ich auch gerne in Flüssen plantschen und tolle im Wasser herum, aber nur solange ich noch Boden unter den Pfoten habe. Ich war zwar auch schon einmal richtig im See schwimmen, aber lieber ist es mir im Moment dann doch noch wenn das Wasser nicht so tief ist.

    Jasper und Manuel trainieren mit der Beisswurst

    Von meiner Beisswurst lasse ich so schnell nicht ab

    Wenn ihr treue Fans von mir seid, habt ihr sicherlich schon mitbekommen, dass ich auch im Training grosse Fortschritte machen konnte. Erst diese Woche habe ich mal wieder trainiert, über eine Leiter zu laufen. Dafür muss ich mich ganz schön konzentrieren, aber es macht mir auch viel Spass! Zum Ausruhen habe ich übrigens zuhause meinen eigenen gemütlichen Schlafplatz mit Decke und allem was sonst noch so dazu gehört. Auch in der Arbeit habe ich mein eigenes Plätzchen in meiner Box, in dem ich mich auch sehr wohl fühle.

    Jasper läuft über eine liegende Leiter

    Beim Training muss ich mich gut konzentrieren

    In der Zukunft werden wir vor allem daran arbeiten, meine Selbstsicherheit und das Vertrauen in meine Arbeit zu stärken. Manuel sagt über mich, dass ich sehr arbeitswillig und temperamentvoll und besonders auch für meine Rasse ein sehr ausgeglichenes Tier bin. Ich mache meine Sache also schon ziemlich gut, aber habe trotzdem noch lange nicht ausgelernt und werde fleissig weiter trainieren. Ausserdem werde ich schon bald mal eine ganz besondere Art von Höhenflug erleben. Noch kann ich euch nicht verraten, um was es genau geht. Aber natürlich werde ich euch danach auch davon berichten – das wird sicher sehr spannend! Bis dahin.

    Euer Jasper

     

    Jasper wird langsam erwachsen

    29. Januar 2016 10:04 Von Manuel Egger

    Wie wir Menschen durchläuft auch ein Hund verschiedene Phasen des Heranwachsens. Seit Jasper bei mir ist hat er sich in allen Bereichen stetig weiterentwickelt. Seine körperliche Konstitution nimmt immer mehr die eines erwachsenen Hundes an - jedoch bin ich mir natürlich bewusst, dass Jasper von der Reife her noch immer ein junger Hund ist.

    Manuel hält Jasper sein Spielzeug vors Gesicht.

    Jasper lernt sich auf eine konkrete Sache zu fokussieren. In diesem Fall ist es sein geliebtes Spielzeug, die Beisswurst.

    Zwischenzeitlich hat Jasper gelernt, Menschen, Tiere und seine Umwelt allgemein als alltäglich anzusehen und lässt sich nun nicht mehr gross davon stören oder ablenken. Wir fördern seinen Beute- und Spieltrieb mittlerweile tagtäglich, denn darauf basiert seine Ausbildung schlussendlich. So wird er bereits heute bei gewissen Übungen für erwünschtes Verhalten mit seinem Beisswurst-Spielzeug belohnt.

    Zu Beginn der Ausbildung wurde Jasper lediglich über das Futter bestätigt. In den weiteren Ausbildungsschritten wird die Bestätigung in den meisten Punkten künftig mehr und mehr über spielerische Elemente geschehen, denn es liegt in der Sache der Natur, dass Jaspers Fresstrieb immer mehr vom Spiel- und Beutetrieb abgelöst werden wird.

    Auch bezüglich des Appells - beispielsweise das Abrufen unter Ablenkung - hat Jasper grosse Fortschritte gemacht. Auch meinem Vater, der ab und zu auf Jasper aufpasst, ist dies aufgefallen. Jasper gehorcht dem Alter entsprechend sehr gut. Es ist erfreulich zu erkennen, dass sich die vielen Trainingsstunden bereits heute in solchen Sachen positiv widerspiegeln!

    Jasper und Manuel stehen auf dem Perron zu Gleis 6.

    Da Jasper älter wird, kann ich mit ihm etwas öfters an gutbesuchte Orte gehen. Diese Woche waren wir am Hauptbahnhof St.Gallen.

    Jasper und Manuel stehen auf dem Bahnhofplatz in St.Gallen.

    Am Bahnhofplatz hat es zur Feierabendzeit immer viele Menschen. Es war für Jasper eine gute Gelegenheit, die Atmosphäre eines belebten Platzes zu spüren.

    In den letzten Übungsstunden trainierten wir das Suchen des Hundeführers - also mir -  in Räumlichkeiten, teils unter erschwerten Bedingungen. Wir führten die Suchen nämlich in dunkeln Räumen durch. So lernt Jasper von klein an, mit der Dunkelheit umzugehen.

    Es gilt auch weiterhin Jasper als einen jungen Hund zu betrachten und ihn zu fördern, aber ihn dabei nicht zu überfordern und ihn mit grosser Umsicht an die Welt eines ausgewachsenen und einsatzfähigen Diensthund heranzuführen.

    Jasper liegt im Park auf einem Tisch.

    Nachdem wir den Bahnhof erkundet hatten, ging es in den Park. Dort kann man getrost einmal auf der faulen Haut liegen.

    Jasper macht Werkstattrundgang

    21. Januar 2016 09:31 Von Jasper

    Endlich liegt Schnee auf den Strassen St.Gallens, wie sehr habe ich ihn vermisst! Doch für die Stadtpolizei bedeutet Schnee meistens zusätzliche Arbeit: Verkehrsunfälle häufen sich, weil Autofahrer ihre Fahrweise nicht den Verhältnissen anpassen. Nicht nur der Unfalldienst hat im Winter viel zu tun, sondern auch die Mitarbeitenden der Logistik, die für die Fahrzeuge der Stadtpolizei St.Gallen verantwortlich sind. In unserem Fall heisst der Herr der Fahrzeuge Robert Graf, oder kurz genannt "Röbi", wie wir ihn im "V57" nennen. Besonders während der Winterzeit halten ihn die Fahrzeuge der Stapo auf Trab. Und diese Arbeit wollte ich zusammen mit Manuel näher kennen lernen.

    Röbi Graf wäscht Auto in der Atuowaschanlage.

    Im Winter werden die Polizeiautos wegen des Schnees auf den Strassen schnell dreckig. Daher muss Röbi sie regelmässig in die Waschanlage bringen.

    Zunächst ging es in die Waschanlage. Gewaltig gross sind diese Bürsten, da wäre mein Fell nach einem Durchlauf blitzsauber! Im Winter müssen die Fahrzeuge wegen des Schnees oft gereinigt werden. Insgesamt ist Röbi Graf bei der Stadtpolizei für rund 45 Fahrzeuge verantwortlich. Dazu gehören Streifenwagen, Ordnungsdienstwagen (sie kommen vor allem bei Fussballspielen zum Einsatz), Unfalldienstautos, zivile Autos oder Motorräder. Er muss die Fahrzeuge regelmässig warten. Kleinere Reparaturen, wie kaputte Blaulichter, führt er selbst aus. Bei grösseren Schäden bringt er die Fahrzeuge zum städtischen Tiefbauamt, weil dort eine grosse Garage für Autos der Stadt ist, oder zu externen Partnern. Aktuell ist Röbi gerade damit beschäftigt, die Winterpneus der Fahrzeuge zu kontrollieren. Bei manchen ist die erste Garnitur bereits abgenutzt und muss ersetzt werden. Den Ersatz der Winterpneus koordiniert Röbi mit dem Tiefbauamt aber auch der Einsatzzentrale (EZ). Bei ihr muss Röbi die Fahrzeuge reservieren lassen, denn die EZ verteilt die Autos auf die Polizisten im Ausseneinsatz.

    Röbi macht einen Ölwechsle und Jasper beobachtet ihn dabei.

    Es gab in der Werkstatt allerhand Spannendes zu sehen. Aufmerksam habe ich alles beobachtet.

    In der Werkstatt führte Röbi kleinere Dinge am Auto durch, beispielsweise einen Ölwechsel. Der Geruch von Öl ist mir nicht allzu gut bekommen, daher habe ich mich etwas im Hintergrund aufgehalten. Nebst den technischen Aufgaben bekommt Röbi ab und zu auch Spezialaufträge: Für gewisse Anlässe wird er als Chauffeur gebraucht. Zudem holt er Offerten ein, wenn es darum geht, neue Fahrzeuge anzuschaffen. Ich denke, das macht Sinn, denn bei der Stapo kennt wohl keiner die Fahrzeuge besser als Röbi!

    Röbi putzt das Auto von innen. Jasper liegt auf den Rücksitzen.

    Auch innen muss das Auto sauber sein. Beim Putzen mit dem Schwamm bin ich aber keine grosse Hilfe, deshalb habe ich es mir auf der Rückbank gemütlich gemacht.

    Zum Schluss wurde das Auto auch von innen auf Hochglanz poliert. Ich habe aufgepasst, dass ich auf dem Rücksitz keine Flecken mache. Der Tag in der Werkstatt war sehr spannend. Er gewährte mir einen Einblick in die Arbeit eines Zivilangestellten der Stadtpolizei. Denn sowohl die uniformierten Polizisten als auch die Zivilangestellten wie Röbi verrichten wertvolle Arbeit!

    Jasper auf dem Beifahrersitz des Polizeiautos.

    Nachdem Röbi das Auto auf Vordermann gebracht hatte, ging es wieder zurück ins V57.

    Einsatz total

    14. Januar 2016 13:34 Von Jasper

    Diese Woche war unglaublich spannend für mich! Manuel hat mit mir einen Ort besucht, zu dem nur wenige Leute Zutritt haben: Die Einsatzzentrale (EZ). Sie ist im ersten Stock des V57, unserem Polizeigebäude, untergebracht. Sehr viel technisches Material muss hier Platz finden: Grosse Arbeitspulte mit unzähligen Bildschirmen, Kabeln und Headsets stehen herum. Ich war sehr beeindruckt ob der Einrichtung dieses Raumes.

    Jasper sitzt vor den Bildschirmen.

    Die EZ ist mit modernen Bildschirmen ausgerüstet, auf denen Kamerabilder von verschiedenen Orten zu sehen sind. Ich war darauf bedacht, nichts kaputt zu machen.

    Auf den Bildschirmen in der EZ sind verschiedene Situationen zu sehen. Die Bilder stammen von Kameras, die grossteils der Stadt gehören. Allerdings bekommt die EZ auch gewisse Bilder vom Kanton zur Verfügung gestellt. Hauptsächlich dienen die Kameraaufnahmen zur Überwachung des Verkehrs. Zusätzlich wird das Polizeigebäude innen sowie aussen überwacht. Innen zwecks Kontrolle der Zellen, da die Polizei immer wissen will, was dort passiert.

    In der EZ sind 16 Personen angestellt: Sieben Frauen und neun Männer. Bei meinem Besuch waren drei  Mitarbeiter anwesend, was der normale Personalbestand ist. Einzig am Sonntag arbeiten nur zwei Leute in der EZ, was dem Minimum an Personal entspricht. Es wird in drei Schichten am Tag gearbeitet, sodass immer jemand erreichbar ist. Für Marcel Bischof, Leiter der EZ, ist dies auch die wichtigste Dienstleistung seines Teams: "Wir sind permanent erreichbar, sind Ansprechperson für interne wie externe Leute und bieten stets Support an." Daraus lässt sich die Hauptaufgabe der EZ-Mitarbeiter herleiten: Das Hüten des Telefons. Sie nehmen Anrufe entgegen und holen erste, polizeilich relevante Informationen ein. Danach gilt es diese Informationen richtig einzuschätzen und allenfalls weiterzuleiten. Bei Notrufen müssen die Mitarbeiter schnell handeln und die Meldungen koordinieren, damit entsprechende Massnahmen getroffen werden können. Von den rund 130'000 Anrufen im Jahr sind etwa 9'000 Notrufe. Notrufe, die im Stadtgebiet über die Nummer 117 getätigt werden, gelangen zur EZ der Stadtpolizei. Anrufe ausserhalb des Stadtgebietes gelangen zur Kantonspolizei.

    Des Weiteren verteilt die EZ die gesamte elektronische Post, die auf der EZ via Outlook eintrifft. Ausserdem teilt sie Mitarbeiter im Fronteinsatz nach Anweisungen der Sektionsleitung ein. Koordinationsfähigkeit und eine schnelle Auffassungsgabe sind wichtige Eigenschaften eines EZ-Mitarbeitenden.

    Jasper sitzt auf Bürostuhl in der EZ.

    Auch ich durfte das Telefon kurz hüten und die Kamerabilder mitverfolgen. Da ist stets Konzentration gefragt!

    Ich bin froh, dass die Mitarbeitenden der EZ jederzeit erreichbar sind - sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für die anderen Polizeimitarbeitenden. Bei 130'000 Anrufen im Jahr wird es ihnen wohl nicht langweilig. Auch ich durfte am Schluss meines Besuches ans Telefon – mit echtem Headset!. Es hat zwar Spass gemacht, doch ich denke nicht, dass es zu meiner Kernkompetenz wird. Denn mit meinen Pfoten habe ich immer die falschen Nummern eingegeben.

    Trainingsauftakt im neuen Jahr

    8. Januar 2016 08:58 Von Jasper

    Nach dem ganzen Festtagsschmaus stand diesen Montag wieder Training auf dem Programm. Doch bevor es losging, unternahmen Manuel und ich einen kleinen Spaziergang. Es ging in die Höhe und wir hatten einen wahrlich herrlichen Ausblick über St. Gallen.

    Manuel und Jasper in der Höhe. Aussicht auf die Stadt und auf den Bodensee.

    Welch eine Aussicht! Kurz vor dem Training konnte ich die Höhenluft geniessen. Auch im Training sollte Höhe wieder eine Rolle spielen.

    Schliesslich traf ich mich mit den anderen Junghunden in Mörschwil, wo wir die Gelegenheit hatten, in der gemeinsamen Produktionsstätte der drei Schreinereien (Bock AG, Egger Schreinerei AG und Fabian Koch) zu trainieren. Zu Beginn tastete ich mich an verschiedene, neue Umgebungen heran. Aufgrund der hohen Gebäuderäumlichkeiten konnte ich auch wiedermal auf einer Galerie einige Meter über Boden auf meine "Gspänli" runter blicken. Das ist ja eigentlich ein nicht ganz üblicher Aufenthaltsort für uns Vierbeiner. Aber Manuel hat gesagt, dass wir im Frühling noch viel höher hinaufgehen werden. Mehr hat er mir leider nicht verraten. Die Galerie meisterte ich jedenfalls ohne Probleme. Zum Glück hab ich das in früheren Trainings schon gemacht, sodass ich mich mittlerweile sehr sicher und vertraut in diesen Höhen bewegen kann. Ganz neu hingegen war für manchen Kamerad die Räumlichkeit. So eine Schreinerei beschnuppert man ja nicht jeden Tag.

    Anschliessend teilten wir Junghunde uns auf. Die Personenspürhunde benutzten die Räumlichkeiten im Untergeschoss und das Aussengelände, während ich mit den anderen Schutzhunden die Produktionshalle für die Objektarbeit vorbereitete. Unter Objektarbeit versteht man die Suche von Personen und Gegenständen in Gebäuden. Zu diesem Zweck zog mir Manuel ein Arbeitsgeschirr an. Im Vergleich zum ersten Mal klappte dies einwandfrei. Beim allerersten Anlegen des Geschirrs fühlte ich mich komisch. Doch mittlerweile verbinde ich das Geschirr mit der Arbeit, auf die ich mich freue. Später werde ich aufgrund der verschiedenen Halsbänder und Geschirre schon vorab wissen, welche Arbeit mich erwartet.

    Und los ging`s. Im Werkraum wartete schon der Instruktor auf mich. Das Ziel der Lektion war die Förderung des Beute- und Spieltriebes. Aufgrund seiner Bewegungen weckte er meinen natürlichen Beute- und Spieltrieb, weshalb ich mich jeweils fast nicht zurückhalten und sofort losrennen wollte. Ich machte meine Aufgabe sehr gut, weshalb ich heute etwas Neues lernen durfte. Das „AUS“. Mensch war das doof. Da hatte ich mir endlich das geliebte Spielzeug erkämpft und dann musste ich es sogleich wieder hergeben. Nach dem ersten „Aus“ merkte ich aber, dass ich das Spielzeug für mein positives Verhalten jeweils gleich wieder bekam und weiterspielen durfte.

    Jasper liegt müde auf dem Boden.

    Nach einem Training mit vollem Einsatz bin ich jeweils hundemüde. Doch nun kann ich mich ja ausruhen.


    Ich wünsche allen frohe Weihnachten

    22. Dezember 2015 08:37 Von Jasper

    Rund drei Monate sind seit meinem ersten Arbeitstag vergangen. In der Zwischenzeit ist viel Turbulentes geschehen. Doch der erste Arbeitstag ist bis jetzt das grösste Highlight in meiner Ausbildung zum Polizeihund. Ich meine, wie oft erlebt man es schon, dass ein ganzes Rudel Journalisten zur Vorstellung eines Polizeihundes kommt? Daher werde ich diesen Tag stets in bester Erinnerung behalten.

    Auch andere Erlebnisse haben mir enorm Spass gemacht: Zum Beispiel als ich den Samichlaus treffen durfte oder als ich den Herbst- und Weihnachtsmarktes besuchte. Natürlich hat es auch immer mal wieder schwierige Momente gegeben. So bereitet mir das Zahnen noch gewisse Mühe. Aber das werde ich schon schaffen!

    Im Jahr 2016 werdet ihr wieder alles über meinen Werdegang im Blog erfahren. Doch bevor ich an 2016 denke, war ich neugierig, wie der Blog bis jetzt angekommen ist. Also habe ich mal ein wenig recherchiert: Seit fast einem halben Jahr besteht nun der Blog "Jasper – Vier Pfoten auf Streife". Während dieser Zeit wurden 22 Beiträge publiziert. Auf Facebook hat es rund 3000 Gefällt-Mir-Angaben zu den Beiträgen gegeben. Weiter ist in etwa 140 Facebook-Kommentaren über mich diskutiert worden. Erreicht haben die Beiträge gut 180'000 Menschen – hoffentlich bekomme ich 2016 ähnlich viele Knochen. Auf der Blog-Seite hat es 100 Kommentare zu den Geschichten gegeben.

    Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich für eure Treue bedanken! Es motiviert mich sehr, dass ihr an meiner Ausbildung interessiert seid. Daher werde ich auch im Jahr 2016 mit unermüdlichem Einsatz bei der Arbeit sein! Ebenfalls danke ich meinem Herrchen Manuel für seine Geduld und Fürsorge. Er unterstützt mich, wo es nur geht und zusammen sind wir ein perfektes Team.

    Im Video habe ich noch eine ganz persönliche Botschaft für euch...

    Textalternative zum Video

    Jasper am Weihnachtsmarkt

    18. Dezember 2015 09:35 Von Jasper

    Während dieser Tage und Abende versammeln sich viele Menschen am Marktplatz. Kein Wunder, wenn Weihnachtsmarkt ist! Es wird Glühwein getrunken, Suppe gegessen und Geschenke für die Familie gekauft. Da die Stadtpolizei St.Gallen regelmässig am Weihnachtsmarkt präsent ist, hat mich Manuel auf einen Rundgang mitgenommen.

    Jasper und Manuel vor dem Glühweinstand am Marktplatz.

    Der Glühweinstand am Marktplatz ist äusserst beliebt. Auch Manuel und mich hat er in seinen Bann gezogen.

    Die Atmosphäre am Weihnachtsmarkt war toll: Überall duftete es nach Glühwein und nach gegrillten Würsten. In allen Gassen verteilten die aufgehängten Sterne ihren Glanz. Manuel nahm mich zu einem Süssigkeiten-Stand und unterhielt sich mit dem Standbetreiber. Der direkte Kontakt mit den Verkaufsleuten ist enorm wichtig, um etwaige Probleme aus der Welt schaffen zu können. Allerdings hatte der Verkäufer am Süsswaren-Stand keine Probleme zu beklagen. Er erklärte Manuel sein Sortiment und zeigte sich mit dem bisherigen Absatz an seinem Stand zufrieden.

    Jasper am Süssigkeitenstand.

    Manuel suchte den direkten Kontakt mit den Standbetreibern. Sie hatten alle Freude, als sie mich sahen.

    Bevor jemand seinen Stand an einem St.Galler Markt aufstellen darf, muss er eine Bewilligung einholen. Dafür ist die Marktpolizei zuständig. Für einen Stand am Herbst- und Frühlingsmarkt bewerben sich im Jahr zwischen 70 und 100 neue Personen. Die Bewerbungen müssen früh eintreffen. Wer sich ein halbes Jahr vor Marktbeginn bewirbt, ist eher schon spät dran. Rund 80 Prozent aller Bewerber wollen an ihren Ständen Esswaren anbieten. Das Produkt, das ein Bewerber anbieten will, ist bei der Erteilung der Bewilligung mitentscheidend: Mit einer speziellen Idee hat man gute Chancen, eine Bewilligung zu bekommen. Des Weiteren erkundigt sich die Marktpolizei St.Gallen kurz über die Person, wobei auch Besuche anderer Märkte und Kontakte zu deren Veranstalter behilflich sind. Wird alles für gut befunden, schreibt die Marktpolizei die Bewilligung. Ausserdem misst sie die Stände aus und platziert die Händler. Während des Marktes, ist die Marktpolizei stets präsent und hält Kontakt mit den Standbetreibern.

    Jasper mit Patroullie an leerem Weihnachtsmarkt

    Wenn die Leute weg sind, ist die Arbeit für die Polizei noch nicht getan. Zu später Stunde begaben wir uns auf einen Kontrollgang am Weihnachtsmarkt.

    Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt geben auch den Fusspatroullien Arbeit. Sie kontrollieren, ob alles mit rechten Dingen zu und her geht. Ich konnte Manuel bei einem späten Kontrollgang begleiten. Es ging darum sicherzustellen, dass die Standbetreiber zu den vorgegebenen Zeiten schliessen. Tun sie dies einmal nicht, werden sie ermahnt. Bei mehrfachen Übertretungen wird ihnen die Bewilligung entzogen. Präventive Arbeit leisten die Patroullien bei den Besuchern. Denn in der Adventszeit sind Taschen- und Trickdiebstähle verbreitet – gerade an öffentlichen Plätzen mit vielen Menschen.

    Besonders beim Glühweinstand war der Andrang riesig! Ich verhielt mich ganz ruhig und gesittet, denn niemand sollte denken, ich hätte einen Glühwein zu viel getrunken.Nach dem strengen Einsatz mit der Patroullie am späten Abend freue ich mich nun auf das letzte Adventswochenende! Der Weihnachtsmarkt hat übrigens noch bis zum 24. Dezember geöffnet.

    Jasper leckt sich das Maul.

    Wenn ich an all die Leckereien an Weihnachten denke, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.

    Mit Biss ins neue Jahr

    11. Dezember 2015 08:11 Von Manuel Egger

    Für Jasper beginnt gerade eine wichtige Phase in seiner Entwicklung: Er zahnt. Bei Hunden ist es sehr schwierig, etwas über die Dauer des Vorgangs auszusagen. Zum einen entwickeln sich die Zähne von Rasse zu Rasse unterschiedlich schnell. Zum anderen sind keine genauen wissenschaftlichen Daten zum Prozess der Zahnentwickung vorhanden. Dennoch wurde ein ungefährer Richtwert festgelegt: Bei Jaspers Rasse (belgischer  Schäferhund) dauert das Zahnen etwa zwischen vier bis acht Monaten.

    Ausgefallene Zähne von Jasper

    Jasper sind schon ein Paar Zähne ausgefallen. Meistens verschlucken die Hunde die Zähne, doch einige habe ich retten können. Für jeden Zahn bekommt er ein zusätzliches Leckerli – die Zahnfee kann auch bei den Hunden ihre Kreise drehen.

    Mit seinen fünf Monaten ist Jasper noch immer ein junger Hund. Genau wie bei einem jungen Kind, bereitet ihm die Zahnentwicklung gewisse Mühe. Zwischendurch empfindet er Schmerzen im Kiefer, womit er tapfer umgeht. Weit mehr Probleme hat er mit der Konzentration: Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, da er sich von seinen Zähnen ablenken lässt. Ich habe festgestellt, dass er am Abend häufiger müde ist als gewöhnlich. Dies ist ein Zeichen dafür, dass ihn das Zahnen viel Energie kostet. Ein weiteres Indiz sind seine Ohren: Manchmal lässt er sie plötzlich hängen, weil er sämtliche Kraft in sein Gebiss investiert.

    Querschnitt Gebiss Beglischer Schäferhund.

    Der Querschnitt des Gebisses eines belgischen Schäferhundes. Quelle: www.home.arcor.de

    Wenn Jaspers Gebiss ausgewachsen ist, besteht es aus 42 starken, weissen Zähnen: 12 Schneidezähne, 4 Fangzähne/Eckzähne und 26 Backenzähne. Idealerweise hat er dann ein Scherengebiss. Das bedeutet, dass die Schneidezähne des Oberkiefers über die des Unterkiefers gleiten und diese leicht überlagern. Sie sollten also nicht aufeinander stehen. Die Beisskraft des Hundes zu bestimmen ist schwierig. Sie variiert genau wie der Zahnprozess von Rasse zu Rasse. Man spricht von ungefähr einer halben Tonne, wobei nichts wissenschaftlich bewiesen ist.

    Jasper isst Läckerli.

    Im Moment ist die Bisskraft bei Jasper noch nicht entscheidend. Denn meine Läckerli kann er mit seinen jetzigen Zähnen problemlos essen.

    Jasper trifft den Samichlaus

    4. Dezember 2015 10:14 Von Jasper

    Draußen deutet wenig darauf hin, dass Weihnachten vor der Tür steht, denn von Schnee fehlt jede Spur. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, als Manuel mir sagte, dass der Samichlaus St.Gallen besucht. Nun kommt also doch noch Weihnachtsstimmung auf!

    Coca Cola Weihnachtstruck mit Menschenmenge

    Viele Meschen – vor allem Kinder – besuchten den Samichlaus. Sie waren etwas überrascht, dass auch ein Polizeihund zum Samichlaus geht.

    Zwar ist der Samichlaustag erst am 6. Dezember doch Manuel hat mich schon am Mittwoch zu ihm gebracht. Vor dem Gallusmarkt machte der Coca Cola-Weihnachtstruck halt und der Samichlaus war natürlich auch anwesend. Als wir am Gallusmarkt ankamen, hatten sich dort schon viele Kinder versammelt. Manuel und ich warteten geduldig, bis wir an der Reihe waren, den Samichlaus zu begrüssen. Als ich ihn sah, war mir etwas bange zu Mute. So einen grossen Bart hatte ich noch nie gesehen und mir wurde gesagt, dass er Rentiere den Hunden vorzieht.

    Jasper blickt schüchtern zum Samichlaus.

    Die Nervosität war gross, als ich den Samichlaus zum ersten Mal sah. Aber Manuel war ja dabei, was mit die nötige Coolness verlieh.

    Doch er war sehr freundlich. Er lobte meinen Einsatz, den ich während meiner Ausbildung zum Polizeihund an den Tag legte. Allerdings tadelte er mich auch. Ich müsse noch reifer werden, meinte er. Dies ist nun mein wichtigster Vorsatz für das neue Jahr! Zum Abschied schenkte er Manuel und mir eine rote Mütze mit weissem Bommel, wie er selbst eine trägt. Danach bahnten wir uns einen Weg durch die immer grösser werdende Menge – eindrucksvoll wie viele Leute der Samichlaus anzieht!

    Samichlaus tätschelt Jasper den Kopf.

    Der Samichlaus war sehr freundlich zu mir. Seine Ratschläge werde ich beherzigen, damit ich mich auf meinem Weg zum Polizeihund stetig verbessere.

    Die Weihnachtszeit hat aber nicht nur schöne Seiten wie den Samichlaus-Tag, hat Manuel mir gesagt. Für die Polizei gibt es in der Adventszeit extrem viel zu tun. Die Leute pilgern in die Innenstadt, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. In diesem Getümmel gibt es oft Taschen- und Trickdiebstähle. Daher sind vermehrt Fusspatroullien der Stadtpolizei unterwegs und wirken präventiv gegen Diebstähle. Demnächst beginnen die Sonntagsverkäufe, was viel Verkehr in die Innenstadt und nach Winkeln rund um die Shopping Arena bringt. Deswegwegen bietet die Stadtpolizei zusätzliches Personal auf, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Dies geschieht vor allem mit klaren Signalisierungen.

    Hoffentlich kann auch die Polizei die Adventszeit in vollen Zügen geniessen. Nun wünsche ich allen einen besinnlichen Samichlaus-Tag und hoffe, dass er zufrieden mit euch ist.

    Jasper kricht unter den Coca Cola Weihnachtstruck

    Natürlich war ich neugierig, mit was für einem Gefährt der Samichlaus nach St.Gallen gekommen ist. Daher unternahm ich noch einen kurzen Kontrollgang.

    Jaspers erster Schultag

    27. November 2015 13:44 Von Jasper

    Heute war ein sehr aufregender Tag für mich. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine echte Schulklasse besucht. Gemeinsam mit Manuel und einer Jugendpolizistin bin ich ins Schulhaus Oberzil gegangen. Beim Eintritt ins Klassenzimmer war ich schon etwas nervös, denn da warteten über 20 Kinder auf mich. Ein grosses „Jööh“ kam aus ihren Reihen, als sie mich sahen. Zugegeben, ich fühlte mich etwas geschmeichelt. Nach der Begrüssung hielten Manuel und die Jugendpolizistin einen kurzen Vortrag. Sie erläuterten den Kindern meinen persönlichen Werdegang und was sonst noch für Hunde bei der Stadtpolizei arbeiten. Auch den Unterschied zwischen Hunde- und Menschenjahren haben sie den Kindern erklärt – bin ich froh, dass das nicht nur mich verwirrt.

    Manuel Egger spricht zu Schulkindern. Ein Bild von Jasper ist auf dem Beamer zu sehen.

    Manuel berichtet den Kindern über meinen Werdegang bei der Stadtpolizei.

    Der Auftritt an Schulen ist der wichtigste Bestandteil bei der Arbeit der Jugendpolizei, oder kurz gesagt JUPO. Denn damit betreiben sie Prävention und sorgen dafür, dass weniger Jugendliche auf „die schiefe Bahn“ geraten. Die Themen, die die JUPO an Schulen bespricht, sind sehr vielfältig. Von Mobbing über Diebstahl bis zum Umgang mit neuen Medien wird diskutiert. Ziel ist es, dass sich junge Leute der Konsequenzen ihrer Handlungen bewusst werden. Häufig wissen diese gar nicht, dass sie etwas Strafbares gemacht haben. Meist handelt die JUPO aktiv, sie kann aber auch reagieren, wenn sie zur Unterstützung angefordert wird.

    Jasper und Manuel umkreist von den Schülern.

    Die Kinder versammeln sich in einem Kreis und jedes darf mich streicheln. Natürlich benehme ich mich ganz artig.

    Aktuell arbeiten drei Leute bei der Jugendpolizei St.Gallen. Indem sich die JUPO mit jungen Menschen austauscht, will sie Verständnis für ihre Arbeit schaffen. Die Jungen wiederum bekommen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Probleme zu diskutieren. Ich bin sehr froh, dass die JUPO St.Gallen so eng mit den Schulen zusammenarbeitet. Vielleicht befindet sich unter den Schülern ja der eine oder andere zukünftige Polizist, mit dem ich später arbeiten könnte.

    Jasper wühlt mit der Nase im Schnee.

    Nach meinem Auftritt im Klassenzimmer muss ich mich austoben – da kommt der erste Schnee des Jahres gerade recht!

    Bericht aus dem Junghundetraining

    20. November 2015 14:25 Von Manuel Egger

    Mit mir waren wir zehn Junghundeführer aus drei Polizeikorps (Stapo SG, Kapo SG, Kapo AR), die wir uns am vergangenen Montagmorgen im Raum Bodensee zum Junghundetraining eingefunden hatten. Auf dem Programm standen Teile der Wesensprüfung, Objekt- sowie Milieuarbeit. Die Hunde sind im Alter von 20 Wochen bis 15 Monaten, wobei Jasper das Nesthäkchen ist. Er durfte auch gleich als erster mit der Arbeit beginnen.

    Jasper untersucht das Geräusch des Plastikbehälters.

    Jasper untersucht das Geräusch des Plastikbehälters.

    In einer grossen Transportbox waren diverse Gegenstände deponiert. Nebst einer Fahrradklingel befanden sich darin auch eine Hupe, eine grosse Eisenkette, ein mit Kies gefüllter Plastikbehälter sowie eine selbstgebaute Starterklappe. Ein Gegenstand nach dem andern wurde behändigt, ein entsprechender Ton erzeugt und die Reaktion des Hundes angeschaut und beurteilt. Dadurch werden die Hunde mit verschiedenen Geräuschen aus Ihrer Umwelt vertraut gemacht. Anschliessend wurde Jasper im Umgang mit Personen vertraut gemacht. Hierzu bildeten anderen Hundeführer zum Beispiel eine Personengasse, spazierten frei herum oder spazierten in einer Kette gegen den Hund. Ziel war es, dass Jasper die Personen unbekümmert und neutral, ohne sich all zu gross ablenken zu lassen, durchquert, was er tadellos machte.

    Jasper läuft durch die Personengasse.

    Das ist kein Spalierstehen, sondern eine Übung: Jasper läuft durch die Personengasse

    Für die Milieuarbeit durften wir eine leerstehende Lagerhalle nutzen. Bei dieser Übung wurde Jasper an verschiedene Untergründe herangeführt. Um in den oberen Teil der Halle zu gelangen, nutzten wir die vorhandene Metalltreppe. Erschwerend kam hinzu, dass die Treppe stirnseitig offen war. Trotz der anspruchsvollen Aufgabe lief Jasper problemlos die Treppe hinauf. Nebst dem fast schon obligaten Leckerli erhielt Jasper so auch einen herrlichen Ausblick über die Lagerhalle. Er fand es sehr interessant, seinen vierbeinigen Kameraden von oben zuzuschauen.

    Jasper meistert den Untergrund der Metalltreppe und läuft mit Manuel in der Lagerhalle in den oberen Bereich hoch.

    Jasper läuft mit mir die Metalltreppe in der Lagerhalle hoch.

    In einem angrenzenden Wohnhaus führten wir die Objektarbeit aus. Jaspers Aufgabe war, mich in verschiedenen Räumen zu suchen. Rasch merkte er, dass er hierfür seine feine Nase einsetzen muss. Um die Anforderung zu erhöhen nutzte ich auch das Mobiliar und die Einbauschränke. Nach dem Training war der kleine Racker sichtlich müde und durfte sich einen längeren Mittagsschlaf gönnen.

    Jasper bei der dezentralisierten schweizerischen Polizeihundeprüfung

    11. November 2015 09:22 Von Manuel Egger

    Am vergangenen Freitag ging ich mit Jasper zum ersten Mal ins Ausland. Allerdings blieben wir nahe der Schweizer Grenze, im „Ländle“ Liechtenstein. Dort fand nämlich die dezentralisierte Schweizerische Polizeihundeprüfung für die Diensthundeführer des Polizeihundeführervereins St.Gallen / Appenzell statt. Bei dieser Prüfung messen sich die Hundeführer und ihre Polizeihunde in verschiedenen Disziplinen mit ihren Kollegen.

    Jasper liegt an der Sonne.

    Jasper geniesst das sonnige Wetter im Fürstentum.

    Insgesamt traten 17 Hundeführer mit ihren Hunden zur Prüfung an. Sie kamen aus den Korps der Kantonspolizei St. Gallen, der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, der Landespolizei Liechtenstein und der Stadtpolizei St.Gallen. Die Polizeihundeprüfung beinhaltete die fünf Disziplinen Unterordnung, Wegrandsuche, Patrouillendienst, Objektarbeit und Schutzdienst. Bei jeder dieser Disziplinen wurde die Ausführung jeweils von einem externen Experten beurteilt.

    Jasper spielt in der Pause mit einem anderen Hund.

    In der Pause hat Jasper einen Spielkameraden gefunden.

    Da Jasper noch kein einsatzfähiger Polizeihund ist, konnte ich mit ihm noch nicht antreten. Ich war als Helfer eingeteilt und habe bei der Durchführung der Wegrandsuche mitgewirkt. Bei dieser Übung mussten die Hunde innerhalb von 10 Minuten eine Fläche von 100 x 20 Metern systematisch nach drei Gegenständen absuchen. Wenn der Hund einen Gegenstand gefunden hatte, mussten sich dieser beim Gegenstand hinlegen, um so seinem Hundeführer den Fund anzuzeigen, da der Hundeführer die Mittellinie der Fläche gemäss Prüfungsordnung nicht verlassen durfte.

    Den einen Teams gelangen die Disziplinen gut, andere hatten teils etwas Wettkampfpech. Am besten machte es das Team der Stadtpolizei St.Gallen. Unser Leiter der Diensthundegruppe, Ralf Kissling, konnte die Experten mit seinem Deutscher Schäferrüden „Enox von der Gletscherhöhle“ überzeugen und holten sich mit der Qualifikation „Vorzüglich“ und einer Gesamtpunktzahl von 279 von 300 Punkten, den ersten Rang! Im Video unten sind die beiden bei Durchführung der Wegrandsuche zu sehen.

    Ihre Leistung hat mich sehr beeindruckt. In ein paar Jahren können Jasper und ich hoffentlich ebenfalls bei der Polizeihundeprüfung antreten. Wenn wir bis dahin so gut harmonieren sollten, wie es Ralf und Enox tun, dann könnte auch ein ansprechendes Resultat herausschauen.

    Textalternative zum Video: ,

    Jasper im Blätterwald

    4. November 2015 16:34 Von Manuel Egger

    Beim Spaziergang durch einen herbstlich geschmückten Wald konnte Jasper sich wieder einmal richtig austoben. Wie das aussieht, können Sie im Video unten sehen.

    Textalternative zum Video: Blätterwald_1.mp4

    Halloween steht vor der Tür

    30. Oktober 2015 14:30 Von Manuel Egger

    Auch hierzulande hat sich der Trend, Halloween zu feiern, mittlerweile durchgesetzt. Kinder gehen von Tür zu Tür und sammeln Süssigkeiten. Die Älteren verkleiden sich als gruselige Kreaturen und feiern zusammen an Halloween-Partys. Das tönt eigentlich alles ganz schön. Für uns Polizisten bedeutet der 31. Oktober aber seit einigen Jahren zusätzliche Arbeit.

    Jasper betrachtet den Halloween-Kürbis neben sich

    Noch kann der Kürbis grinsen. Jasper ist sichtlich am Geruch der Halloween-Dekoration interessiert.

    In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Vandalismus-Vorfällen in der Stadt St.Gallen wie auch in der restlichen Schweiz. Meistens waren es Jugendliche, die Eier an Hausfassaden geworfen hatten. Ausserdem gab es oft unerlaubte Streiche mit Knallkörpern. In manchen Fällen führten die Aktionen sogar zu Sachschaden. Halloween ist aber kein Freibrief für Vandalen, sich auszutoben. Deshalb wird am Abend des 31. Oktobers häufig die Polizei verständigt.

    Unsere Jugendpolizei ist zu dieser Zeit unterwegs und sucht das Gespräch mit Jugendlichen, die sich draussen versammeln. So versuchen sie, präventiv gegen den Vandalismus vorzugehen. Wenn Vandalen erwischt werden, droht ihnen eine Busse oder gar eine Anzeige. Die Eier, die sie mit sich führen werden durch die Polizei sichergestellt und können am nächsten Tag nur durch den rechtmässigen Eigentümer beim Polizeiposten wieder abgeholt werden. Sollte der Eigentümer die Eier nicht abholen, müssen diese Gesetzes wegen entsorgt werden.

    Eier an die Wand werfen oder einfach nicht mehr bei der Polizei abholen, beides ist Lebensmittelverschwendung. Jasper und ich empfehlen deshalb: Schmeisst die Eier am Samstag nicht weg, sondern behaltet sie und macht euch für den Sonntags-Brunch eine Portion Spiegel- oder Rührei.

    Jasper sitzt etwas scheu neben dem grinsenden Halloween-Kürbis.

    Wir wünschen allen ein friedliches und schaurig schönes Halloween 2015.

    Jasper trifft angehende Sicherheitsassistenten

    23. Oktober 2015 09:28 Von Jasper

    Von Tag zu Tag lerne ich meinen Arbeitgeber besser kennen. Heute habe ich zum ersten Mal vier der fünf Männer getroffen, die Anfang Oktober die Ausbildung als Sicherheitsassistenten bei der Stadtpolizei St.Gallen begonnen hatten. Zusammen mit ihnen haben zwei Frauen die Ausbildung gestartet, die bis dahin als Verkehrsangestellte bereits bei der Stadtpolizei St.Gallen gearbeitet hatten. Sie habe ich daher schon gekannt.

    Jasper trifft die angehenden Sicherheitsassistenten

    Manuel und ich treffen vier der fünf Männer, die am 5. Oktober die Ausbildung zum Sicherheitsassistenten begonnen hatten.

    Sicherheitsassistentinnen und –assistenten gibt es bei der Stadtpolizei St.Gallen erst seit 2014. Bei uns im V57 nennen wir sie kurz und bündig „SiAs“. Sie unterstützen die Polizisten bei ihrer täglichen Arbeit. Früher wurden bei uns noch Verkehrsangestellte ausgebildet. Sie hatten vor allem den ruhenden Verkehr, also parkierte Fahrzeuge, zu kontrollierten. Da unsere Polizisten immer wieder Unterstützung gebrauchen können, werden heute keine Verkehrsangestellten, sondern nur noch SiAs ausgebildet. Diese können breiter eingesetzt werden und mehr Aufgaben im Bereich der Polizeiarbeit übernehmen.

    Die vier Männer, die am 5. Oktober ihre Ausbildung als Sicherheitsassistenten begonnen haben.

    Die vier angehenden SiAs bringen unterschiedliche Berufserfahrungen mit. Vor Beginn der Ausbildung waren sie als Polymechaniker, Glaser, Automobilfachmann und Logistikassistent tätig.

    Die angehenden SiAs werden während fünf Monaten intern ausgebildet. In dieser Zeit werden sie unter anderem in Fächern wie Allgemeinbildung, Rechtslehre, Verkehrs- und Sicherheitspolizei geschult. Wichtige Prüfungsfächer sind Community Policing, Polizeipsychologie und Deutsch. Nach neun Wochen dürfen sie die Theorie dann erstmals in der Praxis anwenden. Dann dürfen sie nämlich regelmässig mit erfahrenen Sicherheitsassistentinnen oder Polizistinnen und Polizisten ein Praktikum durchführen.

    Ich freue mich schon auf den nächsten März. Dann werden alle angehenden Sicherheitsassistentinnen und –assistenten nach hoffentlich bestandener Prüfung ihren Dienst antreten und unsere Stadtpolizei unterstützen.

    Jasper legt sich auf den Boden.

    Jetzt, da ich mich mit der Ausbildung der SiAs beschäftigt habe, fällt mir ein, dass ich nächste Woche selbst wieder ein Training absolviere. Zuerst geniessen Manuel und ich aber das Wochenende.

    Infos zu Jaspers Rasse

    15. Oktober 2015 13:58 Von Manuel Egger

    Wie sie in diesem Blog bereits lesen konnten, ist Jasper ein Belgischer Schäferhund. Er gehört dem Typ Malinois an, welcher seinen Namen von der belgischen Stadt Mechelen hat.

    Bild von Jasper

    Im unten aufgeführten Video des "Verbandes für das deutsche Hundewesen" werden kurz die wichtigsten Eigenschaften von Jaspers Rasse gezeigt.

    Textalternative zum Video

    Jasper erkundet den Herbstjahrmarkt

    7. Oktober 2015 13:40 Von Jasper

    Letzten Mittwoch durfte ich zum ersten Mal das Gelände des Herbstjahrmarkts sehen. Noch waren die Vorbereitungsarbeiten in vollem Gange. Mein Herrchen Manuel hat mir während dem Rundgang einige Dinge gezeigt, die in diesem Jahr neu sind.

    Manuel und Jasper am Platz, der für den Stand der Stadtpolizei St. Gallen vorgesehen ist.

    Manuel und ich haben uns zuerst den Platz neben dem Haupteingang der Olma Messen angesehen, wo während dem Jahrmarkt die Stadtpolizei St.Gallen ihren mobilen Polizeiposten aufstellt. Hier ist während dem Jahrmarkt auch immer eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Polizei vor Ort, um die Anliegen der Besucher entgegenzunehmen.

    Manuel und Jasper vor dem Eingang der Olma Messen.

    Mir wurde gesagt, dass während der Zeit des Herbstjahrmarkts tausende Leute durch den Eingang der Olma Messen strömen. Bei unserem Rundgang war es da noch ziemlich ruhig. Die Sicherheitsverantwortlichen der Olma haben sich sehr gefreut, mich zu sehen.

    Manuel und Jasper stehen vor einer Reihe Standhäuschen des Herbstjahrmarkts.

    An den Strassenrändern standen überall kleine Standhäuschen, die sehr gepflegt aussahen. Wie Manuel mir erzählte, sind sie sogar ganz neu und erleben wie ich den ersten St.Galler Herbstjahrmarkt.

    Manuel und Jasper vor einem Wegweiser mit dem Schriftzug "Toiletten".

    Als wir weiter gingen, sahen wir Wegweiser mit dem Schriftzug "Toiletten" darauf. So finden die Besucher einfacher den Weg zu den Toiletten. Ich bin jedenfalls froh, dass diese Wegweiser nicht für mich gelten. Ich finde mein stilles Örtchen wie bis anhin: Immer der Nase nach.

    Manuel und Jasper vor einer Reihe mobiler Toiletten.

    Dort wo die Wegweiser hin zeigen sind dann auch die Toiletten zu finden. Daneben stehen grosse Flaggen, die einem sofort ins Auge stechen. Die Toiletten sind dadurch zusätzlich signalisiert. Manuel erzählte mir, dass dieses Jahr vier anstatt wie bis anhin zwei Toilettencontainer aufgestellt werden. Auf dem ganzen Gelände seien es sogar zwölf WC-Anlagen.

    Manuel und Jasper stehen vor dem Schützengarten-Stand auf einer gelben Markierung.

    Vor dem Schützengarten-Stand sahen wir eine neue Markierung auf dem Boden, die aussah, wie ein grosser Fussgängerstreifen. Dieser sei dazu da, dass die Besucher genügend Platz haben, um neben dem Bierstand vorbeizulaufen, sagte Manuel. Mitarbeiter der Securitas haben den Auftrag, sicherzustellen, dass dort keine Besucher des Bierstandes herumstehen.

    Manuel und Jasper stehen bei einer grossen Rutschbahn, die Jasper beschnuppert.

    Wir sind an vielen Bahnen vorbeigelaufen. Hin und wieder musste ich natürlich schauen, ob die Geräte auch sicher sind. Diese Rutschbahn war zwar noch nass, sah für mich aber sicher aus.

    Jasper sitzt vor einem Zaun mit der Aufschrift "das betreten der Aussenanlage ist verboten".

    Das Gelände der Primarschule Spelterini wurde für den diesjährigen Herbstjahrmarkt eingezäunt. Auch mir ist es nicht gestattet, hier hinein zu spazieren.

    Jasper sitzt auf einem zugedeckten Autoscooter

    Zum Schluss von unserem Rundgang wäre ich gerne noch mit der einen oder anderen Bahn gefahren. Die waren leider am Mittwoch noch nicht in Betrieb. Schade, bei einer Runde Autoscooter wäre ich sofort dabei gewesen! Da darf man ja auch ohne Führerschein eine Spritztour machen.

    Ein Tag im Leben von Jasper

    2. Oktober 2015 13:20 Von Jasper

    Letzten Dienstagmorgen musste ich um 06:30 Uhr aus dem Haus. Wie immer bekam ich einen Teil von meinem Morgenessen in der Hundebox im Auto. Somit verbinde ich die Box mit etwas Positivem und fühle mich in meinen „eigenen vier Wänden“ wohl. Mit dem Auto fuhren wir zu einem nahegelegenen Waldrand, um spazieren zu gehen. Momentan gehen wir meist noch an Orte, wo eher selten andere Personen anzutreffen sind. So kann ich mit Manuel ungehindert spielen und werde nicht ständig abgelenkt.

    Jasper erkundet die Umgebung beim Spaziergang.

    Ich erkunde die Umgebung beim Spaziergang.

    Anschliessend fuhren wir wieder nach Hause. Während er Hausarbeiten erledigte, spielte ich im Garten mit meinem Spielzeug und knabbere zwischendurch genüsslich an einem Schweineohr. Für mich ist es total spannend zu sehen, was um mich herum passiert. Vogelgezwitscher, den rauschenden Bach, vorbeifahrende Autos und ab und zu Fussgänger, welche zur Arbeit gehen.

    Im Verlaufe des Vormittags gingen wir in den Wittenwald bei Goldach. Zurzeit sind dort Kühe auf der Wiese. Ganz geheuer sind mir die grossen Tiere noch nicht. Aber ich kann je länger, je besser mit ihnen umgehen. Den kleinen Bachlauf neben der Wiese finde immer sehr spannend. Das herumtollen und die vielen Eindrücke machen jeweils ganz schön durstig. Nebst einem Schluck Wasser gibt es dort für mich auch immer sehr viele neue Gerüche zu entdecken. Zum Beispiel Gerüche von Insekten oder Pflanzen, die ich bis anhin noch nicht kannte.

    Manuel gibt Jasper Anweisungen

    Während den Spaziergängen lerne ich viel durch Manuels Anweisungen.

    Nach dem Spaziergang fuhren wir zum Einkaufen. Für mich hat mein Herrchen eine Packung Dentasticks mitgebracht. Die sind sehr lecker und gesund für meine kleinen Milchzähne.

    Zum Mittagessen waren wir bei den Eltern von Manuel eingeladen. Mit den beiden Hunden, die dort wohnen, verstehe ich mich super. Nur manchmal, wenn ich es mit meinem Spieltrieb wieder mal übertreibe, werde ich von ihnen zurechtgewiesen. Ansonsten haben sie mich akzeptiert und lassen mich sogar bei ihnen schlafen. Nach dem Essen genossen wir, zusammen mit meinen beiden „Gspänli“, einen Verdauungsspaziergang. Wieder zurück, gönnte ich mir ein Mittagsschläfchen.

    Japser spielt mit den anderen Hunden.

    Ich beim spielen mit meinen neuen "Gspänli".

    Am Nachmittag fuhren wir zu einem Haus mit schönen Geranien am Balkon. Ich war vorher noch nie dort und musste erstmal alles beschnuppern. Als wir durch die Tür gingen war ich ganz aufgeregt. So viele verschiedene Geschmäcker und in den Regalen jede Menge Leckerli und Spielzeug. Kurz darauf kam eine Frau mit blauem Mantel auf mich zu, begrüsste mich und stellte sich Manuel als Tierärztin vor. Ich folgte ihr in ein Zimmer nebenan, wo ich von Manuel auf einen Tisch gehoben wurde. Die Frau war ganz nett und gab mir immer wieder mal ein Leckerli und streichelte mich. Dabei habe ich gar nicht bemerkt, dass die Tierärztin mich gewogen, geimpft und auf meine Gesundheit überprüft hatte. Sie war sehr zufrieden mit mir. Ob es wohl an den Dentasticks lag? Egal, nachher ging es wieder nach draussen. Mittlerweile schien die Sonne, die mein Fell angenehm wärmte. Wieder zu Hause, spielte ich noch ein wenig und schlief nochmals etwas.

    Die Tierärztin untersucht Jasper.

    Die Tierärztin war sehr zufrieden mit meiner Verfassung.

    Am Abend gingen wir auf der grossen Wiese spazieren. Links davon befindet sich eine Böschung, wo ich allerhand entdecken kann. Manuel versteckt immer mal wieder ein Leckerli, das ich dann aufspüren muss. Das macht richtig Spass und ich lerne meine Nase korrekt einzusetzen. Zu Hause gab es dann nochmals ein paar Leckerlis zum Abendessen. Während ich noch den Rest meines Schweineohrs knabberte, kam auch die Katze nach Hause und schlief auf dem Sofa. Irgendwann, so hat es mir mein Herrchen erzählt, schlief ich dann auch ein. Weil ich das Wasser aber noch nicht solange halten kann wie ein grosser Hund, musste ich in der Nacht nochmals raus. Nach einem langen Tag ging ich dann um 23:30 Uhr in mein Hundebett und liess den ereignisreichen Tag nochmals Revue passieren. Mal sehen, was mich die nächsten Tage erwartet.

    Jasper sucht Leckerli, die Manuel während den Spaziergängen für ihn versteckt.

    Ich suche Leckerli, die Manuel während den Spaziergängen für mich versteckt.

    Textalternative zum Video: Ein Tag im Leben von Jasper.mp4

    Jaspers erstes Training

    25. September 2015 16:27 Von Manuel Egger

    Ein Polizeihund zeichnet sich unter anderem durch seine stark ausgeprägte Bindung zu seinem Hundeführer aus. Die Beziehung zu mir - beziehungsweise das Vertrauen in mich - und die Milieuarbeit waren die Schwerpunkte von Jaspers erstem Training am vergangenen Montag. Das Training fand ausschliesslich in Polizeikreisen statt. Das heisst, es waren weitere junge Polizeihunde von Hundeführern aus dem Polizeihundeführerverein St.Gallen / Appenzell dabei.

    Jasper spielt mit Manuel

    Als erstes stand die Hundeführersuche im Vordergrund. Hierzu durfte Jasper mehrere Male in einem Parcours an verschiedensten Hindernissen vorbei den Weg zu mir finden. Sobald er erfolgreich bei mir angekommen war, war es meine Aufgabe, ihn für seine Arbeit korrekt zu loben. Auch erhielt er immer ein „Läckerli“. Durch das Lob, das ich Jasper nach jeder kurzen Übung erteile, baut er nach und nach immer mehr Vertrauen zu mir auf und fühlt sich gleichzeitig in seiner eben durchgeführten Arbeit bestätigt.

    Neben dieser Übung habe ich mit Jasper auch das Spiel, respektive den Spieltrieb gefördert. Dies geschah über ein altersgerechtes Hundespielzeug. Da Jasper jedoch bald mit der Zahnungsphase beginnt, werden wir mit der Förderung des Spieltriebes schon bald pausieren, damit er im Falle von Zahnungsschmerzen keine falschen Verknüpfungen macht, die seinen Spieltrieb beeinträchtigen würden. Des Weiteren gilt es, die Übungen so zu gestalten, dass sie für Jasper ausführbar sind und er sich dabei nicht verletzen kann.

    Jaspers Übungseinheiten dauerten nur sehr kurz. Zwischen den einzelnen Einheiten erhielt er immer längere Pausen, weil er noch längst nicht die Ausdauer eines ausgewachsenen Hundes besitzt. Mit fortschreitendem Alter werden die Übungen entsprechend anspruchsvoller und länger werden. Vor und nach den Übungen habe ich Jasper jeweils in und aus dem Auto gehoben. Noch sollte er nämlich keine grossen Sprünge machen, um seine jungen Gelenke zu schonen, weil er sich im Wachstum befindet.

    Textalternative zum Video: 1. Training_1.mp4

    Mein erster Arbeitstag

    17. September 2015 17:06 Von Jasper

    Seit heute Morgen darf ich mich nun offiziell Polizeihund nennen. Okay, angehender Polizeihund. An meinem ersten Arbeitstag wurde ich gleich schon den Medien vorgestellt. Anfangs war ich etwas nervös. Mein Vorbild als Polizeihund, der erfahrene Basco, hat  zusammen mit seinem Herrchen Flavio Bernhardsgrütter und dem Leiter des Bereichs Sicherheit, Philipp Sennhauser, die Medienkonferenz souverän eröffnet. Das hat es mir etwas einfacher gemacht. Nach der Vorstellung meines gestandenen Kollegen konnte ich nämlich einfach reinspazieren und alle fanden mich voll „jööö“. Vielleicht lag das auch daran, dass ich nicht reinspaziert, sondern von meinem Herrchen Manuel reingetragen wurde.

    Ich und der Leiter des Bereichs Sicherheit bei meinem ersten "Antreten".

    Ich und der Leiter des Bereichs Sicherheit bei meinem ersten "Antreten".

    Es wurden gefühlte tausend Fotos und dutzende Minuten Filmmaterial von mir gemacht. Mein Herrchen Manuel stand ebenfalls im Fokus der Journalisten und musste viele Fragen über mich und mein Leben als Polizeihund beantworten. Für diese Zeit hat er mich vorher wieder zurück zum Auto begleitet, wo ich mich ein wenig hinlegen konnte. Das war mir ganz recht so, weil ich zu diesem Zeitpunkt doch schon einige Stunden auf meinen vier Beinen war. Ausserdem ist ein solcher Medienrummel ganz schön anstrengend. Nachdem Manuel per Telefon noch ein Radiointerview gegeben hatte, gingen wir in unseren wohlverdienten Feierabend.

    Grosser Medienrummel an meinem ersten Arbeitstag.

    Grosser Medienrummel an meinem ersten Arbeitstag.

    Im Grossen und Ganzen denke ich, dass ich einen ganz guten Auftritt hingelegt habe. Ich habe ja schliesslich auch alles gemacht was von mir verlangt wurde. Dazu kommt, dass ich keinen einzigen Journalisten angebellt habe. So dürfte die Berichterstattung über meinen ersten Arbeitstag wohl positiv ausfallen. Wenn's euch interessiert, alle offiziellen Infos zu meinem ersten Arbeitstag und zu meiner Hundestaffel findet ihr über den Link am Ende des Blogbeitrags.

    Angehender Polizeihund Jasper

    Ich weiss zwar noch nicht immer was man von mir erwartet...

    Angehender Polizeihund Jasper

    ...aber ich glaube, ich habe meinen Job heute nicht schlecht gemacht.

    Nicht alles was hächelt wird Polizeihund

    11. September 2015 15:58 Von Roman Kohler

    Polizeihunde werden in der Regel zu Schutz- oder Spürhunden ausgebildet. Der angehende Polizeihund Jasper soll ein Schutzhund werden. Schutzhunde sind sehr flexibel einsetzbar. Zu den Aufgaben des Schutzhundes gehören die Personensuche, die Gegenstandssuche, das Objektabsuchen nach Einbrüchen und Täterstellungen.

    Jasper bringt alles mit, was ein zukünftiger Polizeihund braucht.

    Jasper bringt alles mit, was ein zukünftiger Polizeihund braucht.

    Wahl des geeigneten Hundes

    Wenn Sie als Polizistin oder Polizist bei uns arbeiten wollen, brauchen Sie den Schweizer Pass. Auch bezüglich Alter gibt es Einschränkungen: Sie sollten zwischen 20 und 30 Jahre alt sein und müssen eine Erstausbildung abgeschlossen haben. Bei Hunden spielen Nationalität und Erstausbildung natürlich keine Rolle. Es gibt aber andere Voraussetzungen. Je nach Einsatzgebiet müssen sie bestimmte Eigenschaften mitbringen. Schutzhunde müssen – anders als Spürhunde – neben der guten Nase auch körperlich stark sein. Daher werden vor allem Deutsche und Belgische Schäferhunde eingesetzt. Die Stadtpolizei St.Gallen hat sich mit Jasper für einen Belgischen Schäferhund entschieden. In der Vergangenheit wurden mit dieser Rasse sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Jasper folgt seiner feinen Nase.

    Jasper folgt seiner feinen Nase.

    Warum ein Rüde und keine Hündin?

    Es können weibliche und männliche Polizeihunde ausgebildet werden. Mit Lyonnesse besitzt die Hundestaffel der Stadtpolizei auch eine Personenspürhündin. Bei Jasper fiel die Wahl nun auf einen Rüden. Gut möglich, dass ein nächstes Mal wieder eine Hündin die Auserwählte ist.

    Jasper kommt nach Hause

    4. September 2015 08:53 Von Manuel Egger

    Es war soweit – am 2. September holte ich das kleine Bündel zu mir, welches einmal ein stolzer Polizeihund wird. Morgens um halb sechs fuhren wir los, um Jasper in der Nähe von Fribourg abzuholen. Um Jasper und seine Geschwister von der Mutter abzugewöhne, wurden die Welpen schon einige Tage zuvor von ihrer Mutter getrennt. Damit erhielt die Hundedame, nach zehn Wochen mit sieben sehr aktiven Hundebabies, endlich eine verdiente Erholung.

    Ich fuhr nicht alleine ins Welschland. Mit dabei war Ralf Kissling, Leiter der Hundestaffel bei der Stadtpolizei St.Gallen. Als wir um etwa halb zehn in Middes bei Fribourg ankamen, waren nur noch drei Hundewelpen in der Zucht. Einer nach dem anderen wurde in den letzten Tagen abgeholt. Nun war es auch für Jasper soweit. Nun wird er die grosse weite Welt entdecken. Oder zumindest eine sympathische Stadt im Osten der Schweiz. Ich erkannte Jasper gleich an dem kleinen Fleck blonder Haare auf seinem Hinterteil und pflücke ihn zwischen seinen Geschwistern raus, um Hallo zu sagen.

    Manuel erhält Tipps vom Leiter der Hundestaffel der Stadtpolizei St.Gallen.

    Manuel erhält Tipps vom Leiter der Hundestaffel der Stadtpolizei St.Gallen.

    Kurz darauf überreichte mir Nicole, die Besitzerin der Hundezucht, ein spezielles Welpenfutter und gab mir letzte Infos und Tipps mit auf den Weg. Zum Beispiel sagte sie mir, dass Jasper bereits gechipt und entwurmt wurde. Jasper war aufgedreht, tollte herum und knabberte an meinen Schuhbändeln. Ich legte ihm sein erstes Halsband um. Bevor wir wieder abfuhren, machten wir einen kleinen Spaziergang durch die schöne Landschaft hinter dem Haus, wo Jasper Gräser und Kräuter beschnupperte.


    Ralf zeigte mir einige Tricks, um den Hund von Beginn an richtig zu erziehen. Er wird Jasper und mir dann auch in der Hundepolizeischule alles beibringen, was es für einen Polizeihund und sein Herrchen zu lernen gibt. Nach all der Aufregung schlief Jasper bald in meinen Armen ein. Endlich ist der Kleine bei mir. Ich freue mich schon sehr auf unsere ersten gemeinsamen Abenteuer.

    Jasper schläft in Manuels Armen.

    Jasper schläft in Manuels Armen.

    In dem folgenden kurzen Video sehen Sie, wie Jasper seine ersten Lebenswochen in Fribourg mit seiner Mutter und seinen Geschwistern verbracht hat. Auch sein erstes Treffen mit Manuel ist in dem Video zu sehen. Die beiden haben sich auf Anhieb gut verstanden.

    Textalternative zum Video: jasper neu klein.mp4

    Ein tierisch tolles Lesergeschenk

    28. August 2015 08:07 Von Manuel Egger

    Vor einigen Tagen habe ich eine schöne Überraschung erlebt. Eine Leserin aus der Stadt St.Gallen verfolgt mit Interesse den Blog und hat, wie sie selbst sagte, in einem Anfall von Kreativität mit der Tochter zusammen ein Jasper-Bild gebastelt. Dieses hat sie bei der Stadtpolizei am Informationsschalter für mich abgegeben. Es ist gut bei mir angekommen und ich freue mich sehr darüber. Das Bild hänge ich bei mir zu Hause an die Wand, wo es ab dem 2. September auch Jasper bestaunen kann. Vielen Dank!

    Manuel Egger mit dem Lesergeschenk

    Mein erstes Treffen mit Jasper

    21. August 2015 14:36 Von Manuel Egger

    Mein Name ist Manuel Egger und ich bin seit vier Jahren Polizist bei der Stadtpolizei St.Gallen. Bei uns im V57 – das ist die Abkürzung für unseren Polizeiposten an der Vadianstrasse – nennen mich die meisten Mac. Letzten Mittwoch war es endlich soweit: Ich traf Jasper zum ersten Mal. Auf dieses erste „Beschnuppern“ habe ich mich sehr gefreut. Ich war aber auch etwas nervös. Umso schöner war es, zu sehen, dass Jasper fit und munter ist. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Schon am 2. September werden wir uns wieder sehen. Dann wird Jasper mit mir nach Hause kommen.

    Jasper und Mac

    Eigentlich soll man ja Privates und Geschäftliches trennen. Bei Jasper und mir wird das nicht möglich sein. Wir werden zusammen arbeiten und zusammen unsere Freizeit verbringen. Ich werde also mehr sein als sein Chef. Wir werden zu Partnern und über die Jahre sicher zu dicken Freunden. Jasper wird auf seinem Weg zum Polizeihund vielen Herausforderungen gegenüberstehen. Ich werde dabei immer an seiner Seite sein. Jasper wird mein Leben ziemlich auf den Kopf stellen. Über unseren Alltag werden wir in diesem Blog regelmässig berichten und euch damit einen Einblick in den Polizeialltag ermöglichen.

    Verstärkung für unsere Hundestaffel

    In unserer Hundestaffel waren noch letztes Jahr vier Hunde. Ende 2014 musste aber Pepper, eine 11-jährige Diensthündin, aufgrund einer Krankheit eingeschläfert werden. Die Korpsleitung – das sind die Chefs der verschiedenen Bereiche und unser Kommandant – entschied danach, einen neuen Polizeihund auszubilden. Ab September 2015 werden daher Jasper und ich unsere Hundestaffel verstärken. Wobei wir am Anfang wohl noch keine grosse Verstärkung sein werden. Bis Jasper ein vollwertiges Mitglied unserer Hundestaffel ist, dauert es noch fast zwei Jahre. In dieser Zeit werden wir viele Herausforderungen und Prüfungen zu meistern haben. Drückt uns beiden die Daumen, damit wir das packen!

    Impressionen von unserem ersten Treffen

    Mac, Jasper und seine Geschwister

    Ich machte Bekanntschaft mit Jasper und seinen Geschwistern.

    Mac, Jasper und seine Mutter

    Hier geht es schon ruhiger zu und her: Ich, Jasper und seine Mutter.

    Jasper in den Armen von Mac

    Jasper in meinen Armen.

    Jasper blickt zurück

    Und dann hiess es bereits wieder Abschied nehmen.

    Wie spricht man "Jasper" eigentlich aus?

    14. August 2015 10:01 Von Roman Kohler

    Am 1. Juli 2015 kam Jasper, zusammen mit fünf Brüdern und einer Schwester, in der Nähe von Fribourg zur Welt. Jasper ist ein Belgischer Schäferhund und soll später einmal Polizeihund bei der Stadtpolizei St.Gallen werden. Nach den ersten Blogbeiträgen kamen Fragen zum Namen unseres neuen Mitarbeiters auf. Diese wollen wir folgend kurz beantworten.

    Eines vorneweg, Jasper wird so ausgesprochen: "Tschäsper".

    Der Name stammt aus dem Persischen und bedeutet übersetzt „Schatzmeister“. Der Anfangsbuchstabe „J“ leitet sich jeweils aus dem Wurf ab. Bei Zuchthunden werden die Würfe eines Züchters nämlich von A bis Z durchbuchstabiert. Jasper kam also mit dem 10. Wurf seines Züchters zur Welt. Es ist unter Züchtern zudem üblich, dass sie ihrer Zucht einen Namen geben. Die Zucht von Jasper nennt sich Blauer Mistral. Jasper wurde wie alle Zuchthunde nach drei Wochen bei der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) gemeldet und erhielt dort einen entsprechenden Zuchthundeeintrag.

    Erstes Treffen von Manuel und Jasper
    Am kommenden Mittwoch, 19. August 2015, wird Manuel Egger den Welpen Jasper zum ersten Mal sehen. Begleitet wird er dabei von unserem Leiter der Hundestaffel. Manuel wird in diesem Blog vom ersten Treffen mit seinem neuen Partner berichten.

    Jasper in seiner 7. Lebenswoche

    Jasper in seiner 7. Lebenswoche

    Wir wünschen ein schönes Wochenende!

    7. August 2015 14:33 Von Roman Kohler

    Eine ereignisreiche Arbeitswoche neigt sich dem Ende zu und das Wochenende steht vor der Tür. Wir hatten mit Böllern die auf uns geschossen wurden, Verkehrsunfällen, Drogendelikten, einem Feuer auf einer Terrasse, einer Strassensperrung und „Chriide“-Werbung auf dem Asphalt zu tun (Unsere Mitteilungen der Woche gibt’s hier).

    Dass wir uns dabei nicht immer bei allen beliebt machen, liegt in der Natur unseres Jobs. Nichts desto trotz wünschen wir allen ein schönes und erholsames Wochenende. Wir empfehlen, es wie Jasper und seine Geschwister zu machen: einfach mal richtig ausspannen und relaxen. Wir sind selbstverständlich auch über’s Wochenende in der Stadt St.Gallen im Einsatz.

    Jasper und seine Geschwister schlafend auf einer Wiese

    Jasper und seine Geschwister

    6. August 2015 11:46 Von Roman Kohler

    Noch ist Jasper zusammen mit seinen Geschwistern bei Base, seiner Mutter. Dass er Polizeihund wird, ahnt er noch nicht. Schon neun Wochen nach seiner Geburt wird sich der kleine Kerl unserer Hundestaffel anschliessen, bei uns ist die Vorfreude auf den neuen Kollegen schon gross.

    Jasper und seine Geschwister in ihrer 2. Lebenswoche.

    Jasper und seine Geschwister in ihrer 2. Lebenswoche.

    Herzlich Willkommen!

    6. August 2015 10:30 Von Roman Kohler

    Mit Jasper bekommt die Stadtpolizei St.Gallen einen neuen Mitarbeiter. Der Belgische Schäferhund wird in den kommenden zwei Jahren zum Polizeihund ausgebildet. Seine Ausbildung wird die eine oder andere Herausforderung mit sich bringen. Darum wird Jasper von seinem Herrchen, dem Polizisten Manuel Egger, bei all seinen Prüfungen und Meilensteinen begleitet und unterstützt.

    Nehmen Sie am Alltag von Jasper und Manuel Egger teil und erleben Sie hautnah, wie Jasper seinen Weg zum Polizeihund unter die Pfoten nimmt.

    Wir wünschen viel Spass mit "Jasper - Vier Pfoten auf Streife".

    Belgischer Schäferhund Welpe