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Definitionen Bevölkerungsstatistik

Wohnbevölkerung

Die Wohnbevölkerung umfasst alle Personen die einen behördlich registrierten Haupt- oder Nebenwohnsitz  haben und deshalb im betrachteten Gebiet  in der Regel auch einen Wohnplatz innehaben. Ausnahmen sind obdachlose Personen und Personen die lediglich noch angemeldet sind, aber nicht mehr am Anmeldeort wohnen. Zu den Personen mit Nebenwohnsitz gehören hauptsächlich Wochenaufenthalter/-innen und Wochenaufenthalter, welche zu Arbeits- oder Ausbildungszwecken vor Ort sind, ihren Hauptwohnsitz jedoch anderswo haben.

Die Verwendung von Kennzahlen der Wohnbevölkerung empfiehlt sich insbesondere dort, wo es darum geht, die Personengruppe in den Blick zu bekommen, welche die Infrastruktur des betrachteten Gebietes im Zusammenhang mit ihrem Wohnaufenthalt in Anspruch nimmt.

Die ständige Wohnbevölkerung ist eine Teilmenge der Wohnbevölkerung. Zu ihr zählen nur Personen, die sich mit der Absicht dauerhaften Verbleibs mit Hauptwohnsitz im betrachteten Gebiet niedergelassen haben. Bei ausländischen Personen werden nur Personen mit einer überjährigen Aufenthaltsbewilligung berücksichtigt. Teilweise werden auch ausländische Personen, die nur über kurzfristige Aufenthaltsbewilligungen verfügen, jedoch insgesamt schon mindestens ein Jahr in der Schweiz leben, zu ständigen Wohnbevölkerung gezählt.

Die Verwendung von Kennzahlen der ständigen Wohnbevölkerung empfiehlt sich insbesondere dort, wo es darum geht, die Personengruppe im betrachteten Gebiet in den Blick zu bekommen, die dort mit Hauptwohnsitz und ohne kurzfristige Aufenthaltsbefristung lebt. Auch wenn man sich auf die im Beobachtungsraum ordentlich Steuerpflichtigen und Stimmberechtigten und deren Angehörige konzentrieren möchte, empfiehlt sich die Verwendung von Zahlen zur ständigen Wohnbevölkerung.

Je nach Datenerhebung resultieren in Folge von Unterschieden in den Erhebungsmethoden leicht unterschiedliche Zahlen zur (ständigen) Wohnbevölkerung der gleichen Gebietseinheiten. Basierend auf der Datenerhebung STATPOP beispielsweise werden ausländische Personen mit mehreren hintereinander ausgestellten Kurzaufenthaltsbewilligungen zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt, wenn die kumulierte Bewilligungsdauer grösser als ein Jahr ist. So wird ebenso mit Asylbewerbenden verfahren, die sich schon mindestens ein Jahr in der Schweiz aufhalten. Bei STADTSGPOP können diese Personen mangels Information zur kumulierten Bewilligungsdauer bzw. zur Aufenthaltsdauer nicht zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt werden.

 

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