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Brühltor-Passage, Gesamtsanierung und Neugestaltung

neu eröffnete Brühltor-Passage

Die alte Brühltor-Unterführung hat sich vom Aschenputtel zu einer zeitgemässen Passage zwischen Kulturviertel und Innenstadt gemausert und wurde so eine einladende Eingangspforte zur Altstadt. Entsprechend heisst sie heute Brühltor-Passage.


Eröffnet wurde die Brühltor-Unterführung im Dezember 1973, zu einem Zeitpunkt, als Fussgängerinnen und Fussgänger mit Vorliebe noch in den Untergrund verdrängt wurden. So konnte der komplexe Verkehrsknoten Brühltor entlastet werden – die Fussgängerinnen und Fussgänger erhielten eine zwar unterirdische aber direkte Verbindung zwischen Altstadt und Museumsquartier. Wohl in Anlehnung an die etwas früher gebaute, wesentlich grössere Zürcher Shopville wurden in der Brühltor-Unterführung ein Restaurant und verschiedene Ladenlokale etc. eingerichtet.

 

Die visuelle Gestaltung der Unterführung widerspiegelte die Architekturauffassung der 1970er Jahre. Die Orientierungsmöglichkeiten waren teilweise mangelhaft, die Sicherheitsbedürfnisse in der verwinkelten Raumsituation nicht jederzeit gewährleistet. Gesamthaft machte sie mit der Zeit auf Touristinnen und Touristen, aber auch auf Einheimische einen wenig einladenden und zwiespältigen Eindruck. Sie wirkte trotz entsprechendem Unterhalt und Reinigungsaufwand veraltet und gelegentlich etwas schmuddelig. Stehen gebliebene Rolltreppen und der oft verdreckte Lift ärgerten nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch Stadtrat und Verwaltung. Der Erneuerungsbedarf war zweifellos ausgewiesen und dringend.

 

Im Mai 2007 stimmte das Stadtparlament einer umfassenden Sanierung und Neugestaltung und einem Kredit in der Höhe von knapp 10 Mio. Franken zu. An den Kosten beteiligten sich der Kanton und auch die City-Parking AG. Die Grundrissgeometrie und die signaletische Orientierung in der neuen Brühltor-Passage mit auf den Boden projizierten Schriften wurde so gewählt, dass sich Besucherinnen und Besucher zwischen Waaghaus und Museumstrasse, zwischen Kantonsschulpark und der nördliche Altstadt gut zurecht finden. Verschiedene Stützen wurden auf das Wesentliche reduziert und die Transparenz so deutlich erhöht. Ladenfronten wurden begradigt, Bodenbeläge in einem hellen und pflegeleichten Granit eingebaut. Die Wände bestehen aus Glas, Chromstahl und Beton, die Decke aus gelochtem Metall. Die Beleuchtung wurde modernisiert und ist nun elektronisch gesteuert; drei grosse Leuchten suggerieren Tageslicht, das durch ein Oblicht in die Passage fällt. Die technischen Einrichtungen wie Lüftung, Rolltreppen und Lifte – letztere neu auf der Ost- und Westseite – wurden vollständig erneuert. Neue Toiletten, eine Brandmeldeanlage mit Löschposten runden die Sanierung ab. Verschiedene Kameras inkl. Notrufstellen gewährleisten einen neuen Sicherheitsstandard und erhöhen das subjektive Sicherheitsgefühl. Die Haupteingänge sind dank einer entsprechenden Verglasung vor der Witterung geschützt. Diese äussere Verglasung wurde zugleich als Trägerin für Kunst am Bau genutzt: Eine fliegende Ente taucht bei den Abgängen Waaghaus und Museumstrasse in die Tiefe der Brühltorpassage ein. Vielleicht besuchen die Wasservögel die installierte Tonkunst mit Vogelstimmen im nahen Parkhaus Brühltor? In der ganzen Anlage wurde den Aspekten Sicherheit und Sauberkeit grosse Aufmerksamkeit beigemessen. Um diese Qualitäten längerfristig sicherstellen zu können ist ein entsprechender Unterhalt notwendig.

 

Diese Sanierung konnte problemlos, ohne Unfälle und im geplanten Kostenrahmen abgeschlossen werden. Besucherinnen und Besucher werden sich durch die erhebliche Attraktivitätssteigerung eingeladen fühlen, die Brühltor-Passage noch vermehrt zu nutzen. Die Neugestaltung ist eine deutliche Aufwertung des innerstädtischen Raumes der Stadt St.Gallen.

 

Am 9. Oktober 2008 – zielgenau auf die OLMA hin – ist die neu gestaltete Brühltor-Passage bereit für die Öffentlichkeit.

 

Weitere Auskünfte:

Elisabeth Beéry, Stadträtin, Telefon 071 224 55 70


Medienmitteilungen - Brühltor-Passage, Gesamtsanierung und Neugestaltung (07.10.2008 07:52)


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