Erneuerbare Stromproduktion aus Wasserkraft durch neues Kraftwerk Grafenau an der Sitter

Neues Kraftwerk an der Sitter

Ende August 2010 hat die Kraftwerk Burentobel AG das Bau- und Konzessionsgesuch für den Bau eines neuen Kleinwasserkraftwerkes an der Sitter eingereicht.


Gestützt auf das Energiekonzept 2050 und im Hinblick auf den Ausstieg aus der Atomkraft haben die Stadt St.Gallen zusammen mit der Kraftwerk Burentobel AG (KWB) beschlossen, die Wehrsanierung im Gebiet Rechen / Grafenau an der Sitter mit der Erstellung eines Kleinwasserkraftwerkes zu verbinden. Das neue Wasserkraftwerk Grafenau soll pro Jahr rund 1.5 Gigawattstunden erneuerbaren Strom aus Wasserkraft auf Stadtgebiet erzeugen und ins städtische Elektrizitätsnetz einspeisen. Diese erneuerbare Energie entspricht dem Energiebedarf von rund 430 durchschnittlichen Haushalten.

 

Der  alten  Wehranlage im Gebiet Rechen / Grafenau an der Sitter haben verschiedene grössere Hochwasserereignisse stark zugesetzt. Als Folge hat sich die Flusssohle in den vergangenen Jahren oberhalb des Wehres bereits ca. 80cm eingetieft, was wiederum zu Erosionen am Damm, über den die Zufahrt zur Kehrichtverbrennungsanlage und der Hauptsammelkanal zur ARA Au verlaufen, führt. Da ein Versagen des Dammes nicht riskiert werden darf, muss das Wehr grundsätzlich kurz- bis mittelfristig erneuert werden, damit es seine Funktion für die Stabilisierung der Flusssohle wieder erfüllen kann. Deshalb hat insbesondere die Stadt St.Gallen, aber auch die anderen Anstösser ein starkes Interesse an der Aufrechterhaltung der Wehranlage.

 

Die Eigentümer der Kraftwerk Burentobel AG, die Filtrox AG, die SN Energie AG und die Stadt St.Gallen haben das Ingenieurbüro Rüesch Engineering GmbH mit der Ausarbeitung eines typähnlichen Kraftwerkprojektes beauftragt, wie es schon im Bereich des Burentobels realisiert worden ist. Die Detailplanung dazu ist soweit fortgeschritten, dass das Bau- und Konzessionsgesuch bei Stadt und Kanton eingereicht werden konnte.

Das Gesamtprojekt ist so ausgerichtet, dass die erneuerbare Energie aus Wasserkraft sinnvoll und möglichst umweltschonend produziert und genutzt wird. Eine ökologisch ausgewogene Lösung sorgt für die Erhaltung der Fischbestände der Sitter. Die neu eingebaute Fischtreppe ermöglich den Fischen in der Sitter, zusammen mit der ebenfalls neu erstellten Fischtreppe beim Kraftwerke Burentobel, eine vollständige Durchgängigkeit auf Stadtgebiet.

Stadtkanzlei/Medien - Erneuerbare Stromproduktion aus Wasserkraft durch neues Kraftwerk Grafenau an der Sitter (06.09.2010 09:05)