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Ergebnisse der VOX-Analyse
Am 15. Mai 2011 hat das Stimmvolk der Stadt St.Gallen die Vorlage für die Neugestaltung des Marktplatzes abgelehnt. Daraufhin hat der Stadtrat entschieden, die Abstimmungsergebnisse zu analysieren. Die Ergebnisse sind da und fest steht: Der Marktplatz soll neu gestaltet und autofrei werden. Auf das Parkhaus Schibenertor kann verzichtet werden und die Calatravahalle muss bleiben.
Der Stadtrat wird in den nächsten Wochen und Monaten die nötigen Planungsarbeiten durchführen und die neuen Kostenberechnungen vornehmen. Der neue Vorschlag wird dem Stadtparlament und der Bürgerschaft vorgelegt, damit über die dargestellten Grundlegungen entschieden werden kann. Der Weg für einen neugestalteten Marktplatz soll frei werden.
Neugestaltung Marktplatz
Rund 78% der St.Gallerinnen und St.Galler befürworten eine Neugestaltung des Marktplatzes, des Bohls und des Blumenmarktes und halten diese für notwendig. Fest steht, dass die St.Galler Stimmbürgerschaft die Behörden auffordert, einen neuen Vorschlag zu erarbeiten und zur Abstimmung vorzulegen.
Autofreier Marktplatz
Eine Mehrheit von nicht weniger als 83% unterstützt die Forderung, künftig den Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt verkehrsfrei zu halten. Der „autofreie Marktplatz“ ist nach wie vor die zentrale Grundlage des gesamten Neugestaltungsprojektes. Dies bedeutet konkret, dass auch beim neuen Vorschlag die heutigen Parkplätze auf dem Blumenmarkt und dem Marktplatz sowie in den direkt ab dem Platz erschlossenen Gassen aufgehoben werden müssen. Es geht dabei um rund 50 Parkplätze. Parallel dazu soll für den ganzen Platzbereich die Begegnungszone mit Fahrverbot eingeführt werden, ausgenommen natürlich die Erschliessung.
Parkhaus Schibenertor
Gemäss VOX-Analyse ist die Erstellung eines neuen Parkhauses Schibenertor offensichtlich nicht mehrheitsfähig. Lediglich 38% der Befragten befürworten das Parkhaus. Der Stadtrat entspricht der Mehrheitsmeinung in der Bürgerschaft und verzichtet auf den Bau des Parkhauses. Die Aufhebung der erwähnten 50 Parkplätze kann somit nicht in der vorgesehenen Art mit dem neuen Parkhaus kompensiert werden, vorbehalten bleibt auch die Durchsetzung dieser Aufhebungen in den entsprechenden Rechtsmittelverfahren. Dies bedeutet im Weiteren, dass die im seinerzeitigen Parkplatzkonsens vorgesehenen zusätzlichen weiträumigeren Parkplatzaufhebungen nicht realisiert werden, diese Massnahmen bleiben auf das eigentliche Projekt beschränkt.
Calatravahalle bleibt
Eine deutliche Mehrheit der Befragten (71%) will die Calatrava Halle stehen lassen. Der neue Vorschlag für die Neugestaltung wird dies berücksichtigen und die Halle beibehalten. Das bedeutet aber, dass die Haltestelle für den öffentlichen Verkehr Richtung Osten an diesem Standort auf dem Bohl bleibt. Die Haltestellen für den öffentlichen Verkehr Richtung Westen müssen hingegen zwingend verschoben werden.
Markthalle
Eine Mehrheit von 60% der Befragten ist mit der Aussage einverstanden, „dass der ständige Markt auf eine Markthalle angewiesen ist“. Hier muss eine eingehende Evaluation der verschiedenen Möglichkeiten noch erfolgen, zumal die bisherige Lösung mit einem kombinierten Warte- und Marktpavillon nicht mehr möglich ist. Klar ist, dass die grünen Marktstände in absehbarer Zukunft abgebrochen werden müssen. Offen ist die Ausgestaltung der künftigen Lösung, einschliesslich der Zukunft der Rondelle.
Taubenloch
Nach dem Verzicht auf die Parkgarage Schibenertor muss nun die Sanierung des Taubenlochs und die Erneuerung und Aufwertung des Blumenmarktes gelöst werden. Das ist schon aufgrund des Zustandes dieses Bauwerkes zwingend und seit längerem in der Investitionsplanung vorgesehen. Die Garage im Taubenloch soll künftig nur noch für die technischen Fahrzeuge des Strasseninspektorates verwendet werden, die sonstigen Fahrzeuge der Verwaltung müssen mit der Realisierung des verkehrsfreien Platzes ausserhalb der Altstadt untergebracht werden. Ebenfalls geprüft wird, ob im Bereich Taubenloch die geplante grosse WC-Anlage für das Stadtzentrum eingebaut werden kann.
Stadtkanzlei/Medien - Ergebnisse der VOX-Analyse (07.07.2011 11:30)
