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Bahnhof Nord – Erkenntnisse der Sozialraumanalysen und Online-Umfrage liegen vor

Bahnhof Nord

Der erste Analyseteil des Projekts Bahnhof Nord ist abgeschlossen. Mit den Ergebnissen aus den fünf Sozialraumanalysen und der Online-Umfrage liegen die ersten Erkenntnisse vor. Dabei wurden die Belebung des öffentlichen Raums sowie die Erdgeschossnutzung als wichtige Themen genannt.


Von Mitte bis Ende des vergangenen Jahres erstellten Studenten der Fachhochschule St.Gallen im Auftrag der Stadt St.Gallen fünf Sozialraumanalysen. Dazu befragten sie fünf unterschiedliche Nutzergruppen des Gebiets Bahnhof Nord: Passantinnen und Passanten/ Freizeitnutzende, Bewohnerinnen und Bewohner, Bildungsnutzerinnen und Bildungsnutzer, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Gewerbe- und Kulturtreibende. Mit diesen fünf Analysen erhielt man vertiefte Einblicke in aktuelle und relevante Themen der aktiven Nutzer und Nutzerinnen des Gebiets. Um dies noch breiter abzustützen, wurde mittels einer Online-Umfrage das Stimmungsbild der breiten Öffentlichkeit abgeholt und mit den Antworten der Analysen gespiegelt.

Verbindende Themen

Bei den Auswertungen wurden verbindende Themen ermittelt, welche alle befragten Gruppen beschäftigen und von den meisten genannt wurden. So soll einerseits der Freiraum erweitert und Grün-/ Aufenthaltsbereiche geschaffen und andererseits das Gebiet mit Begegnungszonen und Erdgeschossnutzung belebt werden sowie das Klubhaus erhalten bleiben. Auch zeigte ein Grossteil der Befragten ein hohes Interesse, sich an der Partizipation zur Entwicklung des Gebiets aktiv zu beteiligen.

Analyse der Grundlagen

Während der ersten Partizipations-Phase werden die Grundlagen analysiert. Die Analyse besteht aus den Erhebungen der fünf Sozialraumanalysen und Online-Umfrage, einer ausführlichen Bestandsaufnahme des Gebiets sowie persönlichen Gesprächen über die Anliegen und Bedürfnisse von Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie Interessenvertreterinnen und –vertretern. Bei der Bestandsaufnahme werden die baulichen, rechtlichen und historischen Fakten und Vorgaben durch ein externes Planerbüro aufgearbeitet.

Die Erkenntnisse  aus den einzelnen Teilanalysen fliessen in eine Gesamt-Konklusion, welche bis Ende März 2016 fertiggestellt wird.

Partizipation  mit der breiten Öffentlichkeit

Die Konklusion bildet die Grundlage für die Themen und Fragen, welche beim Themen-Forum am 25. April 2016 um 19 Uhr mit möglichst vielen interessierten Personen in der Lokremise diskutiert werden. Für diesen partizipativen Prozess mit der breiten Öffentlichkeit wurde die Methode des «World Café» gewählt. Diese eignet sich um über die komplexen Themen innerhalb des Gebiets Bahnhof Nord nachzudenken und mitzureden. Dabei wird in einer entspannten Atmosphäre ein Dialog in Gang gesetzt, der über mehrere Gesprächsrunden den Austausch von Wissen und Ideen unter den Beteiligten fördert und zu neuen Erkenntnissen führt.

Als Vorbereitung zum Themen-Forum soll unter dem Begriff «Werk-Stadt Bahnhof Nord» direkt im Gebiet ein kreativer Bereich für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Dort soll unter Einbezug der wichtigsten Fakten und Vorgaben sowie den Erkenntnissen aus der Grundlagenanalyse experimentiert werden können und die Teilnehmenden sollen Lust bekommen, sich aktiv beim Mitdenken im Themen-Forum zu engagieren.    

Die gesammelten und geordneten Erkenntnisse aus dem Themen-Forum fliessen in die Rahmenbedingungen des Testplanungsverfahrens ein.

Testplanungsverfahren

Die Ergebnisse des Themen-Forums werden anschliessend zusammen mit den wichtigsten Anspruchsgruppen nochmals erörtert. Zusammen mit den Ergebnissen aus der Grundlagenanalyse bilden sie die Rahmenbedingungen für das Testplanungsverfahren. Anhand dieser Vorgaben erarbeiten vier Teams mögliche Lösungen, welche den Anspruchsgruppen im November präsentiert und zusammen besprochen werden. Im Anschluss daran werden am Ergebnis-Forum, dem 2. World Café, allen Interessierten die Ergebnisse dargelegt. Das Ergebnis-Forum findet am Mittwoch, 30. November 2016 um 19.00 Uhr wiederum in der Lokremise statt. Ziel ist es, breit abgestützte Empfehlungen zu erarbeiten.

Das dialogische Testplanungsverfahren ersetzt die formellen Entscheidungsverfahren nicht, vielmehr soll gemeinsam eine Entscheidungsgrundlage geschaffen werden.

Empfehlungen an den Stadtrat

Die breit abgestützten Empfehlungen wie das Gebiet Bahnhof Nord weiterentwickelt werden kann und soll, werden danach dem Stadtrat unterbreitet. Der Entscheid über das weitere Vorgehen liegt danach beim Stadtrat.


 

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