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Bahnhof Nord „Rahmenbedingungen für Testplanungsverfahren“

Bild Bahnhof Norn

Die Bestandsaufnahme des Gebietes Bahnhof Nord ist abgeschlossen
und die Ergebnisse aus der ersten Phase der Partizipation liegen vor.
Zusammen mit den Ergebnissen aus dem Themen-Forum bilden sie die
Grundlagen für die Rahmenbedingungen für das bevorstehende Testplanungsverfahren.


Die Bestandsaufnahme des Gebietes Bahnhof Nord ist abgeschlossen und die Ergebnisse aus der ersten Phase der Partizipation liegen vor. Zusammen mit den Ergebnissen aus dem Themen-Forum bilden die Grundlagen für die Rahmenbedingungen für das bevorstehende Testplanungsverfahren.
Mit der Gutheissung des Verpflichtungskredits erteilte das Parlament am 22. September letzten Jahres dem Stadtplanungsamt den Auftrag, die Entwicklung des Gebiets Bahnhof Nord anzugehen. Anhand einer Auslegeordnung wurden in den letzten Monaten die Ansprüche und Bedürfnisse an das Gebiet Bahnhof Nord zusammengetragen. Dabei war die Beteiligung von Betroffenen, Interessenvertreterinnen und -vertretern und der breiten Bevölkerung ein wesentlicher Bestandteil dieser Auslegeordnung: Die Fachhochschule St.Gallen (FHS) führte fünf Sozialraumanalysen durch, 640 Personen beteiligten sich an der Online-Umfrage und es wurden Interviews mit Grundeigentümerinnen und -eigentümern, Betroffenen und Interessenvertreterinnen und -vertretern geführt.

Breiter Konsens und divergierende Meinung zum Klubhaus

Nach der Auswertung aller Daten liegen die wichtigsten Erkenntnisse vor: Breiter Konsens besteht darin, dass der öffentliche Raum im Areal Bahnhof Nord aufgewertet und eine kleinteilig organisierte Erdgeschossnutzung mit Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten angestrebt werden soll. Ebenfalls besteht der Wunsch nach Erhöhung der Lebensqualität und Belebung des Gebietes, sowie nach einem Quartier wo Bildung und Kultur Platz finden. Einhellig ist auch das Bedürfnis nach baulicher Dichte mit vielfältiger Nutzungsstruktur und urbanem Charakter sowie hochwertigem Aussenraum. Auch die Rahmenbedingungen des Verkehrs bilden ein wichtiges Anliegen aus den Befragungen, so wird der Wunsch nach einer stärkeren Ausrichtung an den Bedürfnissen von Anwohnern, Passanten, Gewerbe, Kultur und Schuleinrichtungen laut.
Unterschiede sind vor allem in Bezug auf das Angebot an Wohn-, Hotel- oder Büronutzungen festzustellen und die Meinungen zum Klubhaus divergieren stark. Zwar dringt die Meinung durch, die Institution Spanisches Klubhaus mit Restaurant müsse im Quartier erhalten bleiben. Über die Zukunft des Gebäudes gehen die Vorstellungen auseinander. Die Positionen reichen vom Wunsch eines Erhalts des Gebäudes als Identifikationsträger bis hin zu, das Gebäude soll abgebrochen werden und dürfe der Entwicklung des Gebiets nicht im Wege stehen.

Klubhaus wie weiter?

Als Grundlage für die Meinungsbildung und die bevorstehende Testplanung wurde der Sanierungsbedarf für das Klubhaus durch das städtische Hochbauamt untersucht. Grobkostenschätzungen für eine Sanierung des Klubhauses ergaben, dass für den Erhalt und Betrieb im Zeithorizont von zehn Jahren etwa CHF 2,5 – 3 Mio. Franken investiert werden müssten. Für einen langfristigen Erhalt mit einer umfassenden Sanierung des Klubhauses wäre mit Kosten von rund 4,5 – 5 Mio. Franken zu rechnen. Der verhältnismässig kleine Kostenunterschied der beiden Varianten verdeutlicht, dass die Liegenschaft in einem baulich schlechten Zustand ist.

«WerkStadt» und Themen Forum

Zwischen Montag, 4. und Samstag, 9. April 2016 sowie von Donnerstag 21. bis Sonntag, 24. April 2016 findet die «WerkStadt» Bahnhof Nord statt. Dabei werden alle Interessierten eingeladen, sich vor Ort spielerisch auf die Entwicklung des Gebietes einzulassen. Die «WerkStadt» Bahnhof Nord soll aber auch das Interesse wecken, sich am Themen-Forum einzubringen und mitzumachen. Das Themen-Forum findet am Montag, 25. April 2016 ab 19.00 Uhr, in der Lokremise statt. An diesem Anlass sollen alle Interessierten die Möglichkeit erhalten, sich in der Entwicklung des Gebietes Bahnhof Nord einzubringen. Die Ergebnisse des Themen-Forums fliessen, zusammen mit den Erkenntnissen aus den obgenannten Analysen aus Phase 1 in die Rahmenbedingungen für das dialogische Testplanungsverfahren ein.

Weiteres Vorgehen

Im Anschluss an das öffentliche Themen-Forum setzt das dialogische Testplanungsverfahren ein. Nach der Erstellung des Programms für das Testplanungsverfahren erarbeiten vier Teams zwischen Juni und Oktober 2016 Entwicklungsvarianten aufgrund der partizipativ erarbeiteten Grundlagen/Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der Testplanungsteams werden durch ein breit abgestütztes Beurteilungsgremium bewertet. Das Beurteilungsgremium setzt sich zusammen aus Fachexperten, Grundeigentümer- und Nutzervertreter, Vereinen und Mitglieder des Stadtrates und Stadtparlamentes sowie der Verwaltung. Nach Abschluss dieses Verfahrens gibt es für die interessierte Öffentlichkeit Gelegenheit, am Ergebnis-Forum die Vorschläge aus der Testplanung zu diskutieren.

Textalternative zum Video: 160331 Medienorientierung Bahnhof Nord.mp4,,,,,


Medienmitteilungen - Bahnhof Nord „Rahmenbedingungen für Testplanungsverfahren“ (31.03.2016 11:00)



 

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