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Andy Guhl

Andy Guhl, geb. 1952, lebt und arbeitet in St. Gallen. Während dreissig Jahren (1972-2002) arbeitete er zusammen mit Norbert Möslang als erfolgreiches Duo Norbert Möslang / Andy Guhl, auch «Voice Crack» genannt. Seit der Auflösung des Duos entwickeln beide die gemeinsame Basis unterschiedlich weiter.

 

Andy Guhl ist heute im Bereich der audiovisuellen interaktiven Kunst tätig. Er ist ein Frequenzumwandler, Stromrichter, ein Signalumformer. Er erforscht das Innen- und Eigenleben elektronischer Geräte mit einem eigens dafür gebauten Instrument: „ The Instrument“, einem Musik- und Bild-Instrument für audiovisuellen Live- Performances. Den offen gelegten und miteinander verkabelten elektronischen Geräten werden Klänge und Bilder entlockt. Beispielsweise hält Guhl den Schein einer Taschenlampe an einen Lichtsensor, der an einen Energie-Umwandler angeschlossen ist, wobei der Lichtimpuls in ein Audiosignal umgewandelt und schliesslich via Verstärker als Tonsignal ausgesendet wird. Aus dem erzeugten Audiosignal können auch wieder Bildinformationen generiert werden. Schliesslich hört man, was man sieht, und umgekehrt.

 

«Colliding Sediments» nennt der Künstler eine grosse Serie von Video-Standbildern. Es geht hierbei nicht um Klangerzeugung, sondern in erster Linie um Bildgenerierung. Sei es ein manipulierter Scanner oder eine bildgestörte Kamera – das Resultat der Informationsspeisung ergibt ein verzerrtes Abbild der Umgebung oder ein abstrahiertes Detail einer Lichtquelle. Das digitale, kontrastreiche und knallige Bildresultat nennt Guhl unter anderem «LCDPainting » oder «LED-Painting». Das Abbild ist festgehaltenes Moment des Improvisierens.

 

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