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Beatrice Dörig

Beatrice Dörig, geb. 1968 arbeitet bereits seit einigen Jahren mit vorgefundenem Bildmaterial. Aus bestehenden Zusammenhängen herausgelöst, werden die dargestellten Figuren und Ereignisse für aussenstehende Betrachterinnen und Betrachter neu lesbar. Oft entstehen durch das Zusammenfügen zu Diptychen gar vage komponierte Geschichten. 

Nun plant die Künstlerin einen neuen Werkzyklus, in dem sie durch Überblendungen den Prozess des Erzählens mit Bildern in komplexere Dimensionen hinein weiterentwickeln will. Der teilweise transparente Überlagerungsprozess von Bild-Fragmenten und Bild-Schichten provoziert eine malerische Dynamisierung, die die Bilder verdichtet und eigenwillige Umsetzungen zu Stande bringt. Ort und Zeit scheinen in den sphärisch anmutenden malerischen Klängen zu verschmelzen. Die realen Inhalte rücken zugunsten von optischen Phänomenen und Effekten in den Hintergrund. Obwohl der realistische Rahmen gewahrt wird, sind die Bilder nun komplexer und vielschichtiger gebaut. Die Künstlerin verwendet für die neuen Arbeiten der geplanten Werkgruppe den Begriff «Spektrale». Er deutet auf die Thematik des Optischen hin und stellt einen Bezug zur Farbe und ihrer Erscheinung im Licht dar. Die Bildgegenstände, die Handlungen und Figuren sind in ihrer Lesbarkeit noch klar erkennbar, werden aber durch die malerische Fragmentierung in einen dynamisch Sog hineingezogen, aus dem es kein Entrinnen gibt. Die neu entwickelte Geste produziert letztlich einen Überfluss an Bildern. Das Spektakel ereignet sich in einem permanenten Prozess intuitiven Isolierens, Fragmentierens und Transformierens, der die Bilder der Vergangenheit entreisst und sie wieder neu in der Gegenwart verankert.

Beatrice Dörig erhält den Werkbeitrag für die Arbeit an ihrem neuen Werkkomplex «Spektrale», in dem sie die neu entwickelten Bildmuster weiter konkretisieren wird.

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