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Charles Uzor

Charles Uzor beschäftigt sich seit einiger Zeit mit seinem dritten Opernprojekt und thematisiert damit Leopold II., König von Belgien und Inhaber der Privatkolonie Kongo, und die Auswirkungen seiner Herrschaft: Kongo leidet noch immer an Leopolds Verbrechen am afrikanischen Volk, an der repressiven Praxis der Menschenverstümmelung und dem Befund von zehn Millionen Toten während seiner Regentschaft. Charles Uzor schreibt diese Oper als Fiktion und nicht als politisches Manifest. Er thematisiert Missbrauch und Vertuschung anhand der Geschichte von Leopolds Hofdiener Yoka. Das Projekt ist in seiner Aufarbeitung des Kolonialismus und der Täter-Opfer-Bilder im Jetzt verankert und hat das Potential, das Publikum durch Ambivalenz, Spannung und glaubhafte Motive zu fesseln. Der Werkbeitrag unterstützt diesen logischen nächsten Schritt in Charles Uzors Werkbiografie sowie die gesellschaftliche Relevanz seiner künstlerischen Arbeit.

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