Accesskeys

Das Innere der Kathedrale

Das Innere der Kathedrale

Die Stuckaturen sind ein Werk von Johann Georg und Matthias Gigl: Sie vermitteln zwischen der helltonigen Architektur und den in dunklen Farben gehaltenen Deckenbildern. Verblüffend ist die Fülle an pflanzlichen Formen, die Tausende von Kombinationen und Arrangements zählt. Die Farbtöne des Stucks sind Kupfergrün (Malachit), Lachsrot, Rot-Gelb, Ocker und Violett. Hingewiesen sei auf den qualitätvollen stuckierten Galluszyklus (1755-1757) von Wentzinger in den Nebenräumen der Rotunde.

Der Maler der Gewölbebilder, Josef Wannenmacher, hinterliess in St.Gallen sein Hauptwerk. In der Kuppelschale der Rotunde, dem Paradies, sind auf spiralförmigen Wolkenbändern 60 Heilige angeordnet. Sie alle hatten im Kirchenjahr ihren festen Platz und wurden nicht nur von den Mönchen, sondern auch in den st.gallischen Landpfarreien verehrt. Auf der Ostseite des Chorgitters, das 1772 von Hofschlosser Josef Mayer ausgeführt worden ist (Wappen: Abt Beda Angehrn), stehen sechs Altäre mit reichen Aufbauten.

Erst nach der Aufhebung der Abtei ist der Aufbau des Hochaltars entstanden. Bildhauer Josef Simon Moosbrugger hat ihn im klassizistischen Stil geformt und mit einem bereits bestehenden Bild (1644/45) von Giovanni Francesco Romanelli ausgestattet. Dieses zeigt die Himmelfahrt der Muttergottes. Das plastische Meisterwerk im Altarraum ist das Chorgestühl. Geschaffen wurde es unter der Gesamtleitung von Bildhauer Josef Anton Feuchtmayer. Die Reliefs am Aufbau des Chorgestühls stellen Szenen aus dem Leben des heiligen Benedikt dar.

Einen integralen Teil der imposanten Schaufronten bildet jeweils das bekrönende Orgelwerk, entstanden 1768-1770 durch Viktor Ferdinand und Josef Bossard mit Schnitzwerk von Bildhauer Franz Anton Dirr. Im Chor befindet sich auch der Abstieg zur Galluskrypta. Hier sind die sterblichen Überreste der letzten drei St.Galler Fürstäbte beigesetzt. In einer Nische der Ostwand steht ein modernes Schaugefäss mit einem Schädelfragment. Es soll sich um eine Gallus-Reliquie handeln; das Knochenstück stammt gemäss naturwissenschaftlicher Altersbestimmung aus der Zeit zwischen 601 und 807.

Servicespalte

Freizeit und Tourismus

Stadt St.Gallen

Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21