Accesskeys

Moderne

Universität

Zwischen 1960 und 1963 entstand das von Walter M. Förderer, Rolf Georg Otto und Hans Zwimpfer entworfene Hauptgebäude der Universität, dem internationale Beachtung zukam und heute als bedeutender Zeitzeuge der 1960er Jahre gilt. Es ist ein anschauliches Beispiel des in der Nachfolge von Le Corbusier stehenden sogenannten "Brutalismus" der 1950er Jahre, bei dem Konstruktion und Material kompromisslos sichtbar gemacht werden. Der Brutalismus ist kein Architekturstil der Leichtigkeit und Schwerelosigkeit, sondern weist mehr einen Zug ins Archaische auf. 1989 wurde die HSG durch den Bibliotheksbau ergänzt, 1995 folgte das Weiterbildungszentrum. Beide Bauten stammen von Bruno Gerosa.

Die Universität beherbergt heute 30 Institute und ungefähr 5000 Studierende internationaler Herkunft. Ein Besuch der Universität St.Gallen HSG lohnt sich jedoch nicht nur wegen der Architektur oder der einladenden Aussicht über die Stadt. Auch die künstlerische Ausstattung um und in den Gebäuden macht die Universität St.Gallen HSG zu einem international beachteten Ort. Die in und um die drei Gebäude verteilten Werke stammen u.a. von Hans Arp, Joan Miró, Georges Braque, Alberto Giacometti, Max Bill, Martin Disler und Antoni Tàpies. Die Kunstwerke verstehen sich sowohl als Gegengewicht zur Architektur, ergänzen diese aber auch auf erzählerische Weise.

Stadtlounge

Eine der aufsehenerregendsten Neukonzeptionen in der westlichen Vorstadt befindet sich im Bleicheli-Quartier. Innerhalb von zehn Jahren (1995 bis 2005) ist dort für den Hauptsitz der Raiffeisenbank Schweiz ein vier Gebäude umfassendes Quartier entstanden, das sich durch eine moderne, schnörkellose Architektur auszeichnet. Der Errichtung dieses Bankenviertels hatten zahlreiche, meist kleinräumige Gebäude weichen müssen.

Um die kühle Wirkung des neuen Bankenareals aufzuheben, wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem die Künstlerin Pipilotti Rist und der Architekt Carlos Martínez erfolgreich hervorgingen. Mit ihrem Projekt «Stadtlounge» sollte der Stadtraum zum öffentlichen Wohnzimmer werden. Statt Härte und Zusammenhangslosigkeit sollte eine einladende, weiche Atmosphäre herrschen.

Als Lösung schlugen Rist und Martínez einen "Teppich" vor und unterlegten dem Quartier einen roten Bodenbelag aus Gummigranulat und rotem Teer. Dazu kamen andere Elemente: Grosse pastellfarbene Beleuchtungskörper schweben überdimensionierten Kieselsteinen ähnlich hoch über den Gassen, Sitz- und Liegemöbel animieren nebst einem Restaurant zum Dableiben und sogar Autos wurden mit dem Granulat überzogen. Das Gebiet wurde wie ein Wohnraum in Zonen aufgeteilt, der Autoverkehr ist verlangsamt und wird sorgfältig geführt.

Helvetia Gebäude

Das Projekt der Erweiterung des St.Galler Hauptsitzes der Helvetia Patria Gruppe geht auf das Jahr 1989 zurück. Gewinner des ausgeschriebenen Architektur-Wettbewerbs waren die damals noch wenig bekannten Basler Architekten Herzog & de Meuron. Am 7. Juni 2002 wurden die neuen Erweiterungsbauten für den Hauptsitz der Versicherungsgruppe schliesslich offiziell eingeweiht. Die beiden Gebäudeflügel der heute international renommierten Architekten setzen auf dem Girtannersberg Akzente.

Herzog & de Meuron haben das bestehende Gebäude um zwei neue Flügelbauten nach Minergie-Standard ergänzt, die mit einer transparenten und spiegelnden Gebäudehülle überzogen wurden. Die nach Süden und Osten orientierten Flügel sind als leichte und transparente Glaskörper ausformuliert. Sie stehen in enger Beziehung zum bisherigen Hauptsitz und erlauben im Innern eine maximale Flexibilität.

Die geschlossene Verglasung, bestehend aus einzelnen, unterschiedlich geneigten Gläsern, ist modular aufgebaut. Die einzelnen Gläser sind unterschiedlich geneigt und unterscheiden sich dadurch in ihrer Transparenz und Reflexion. Sie lösen die Umgebung in eine Vielzahl von Bildern auf. Von aussen bietet sich dem Betrachter dadurch ein faszinierendes Schauspiel. Je nach Standort, Witterung, Tages- oder Jahreszeit wechseln die Bilder, widerspiegeln oder gewähren Einblicke in die Bauten.

Servicespalte

Freizeit und Tourismus

Stadt St.Gallen

Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21