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Jahresausstellung 2019

Dem Himmel entgegen – Hochhäuser in der Stadt St.Gallen

Sie verändern das Stadtbild, sind geliebt oder verhasst – kaum ein anderer Gebäudetyp erhitzt die Gemüter mehr als die Hochhäuser. Die Denkmalpflege geht in der Ausstellung der Geschichte der St.Galler Hochhäuser nach. Ein Querschnitt durch den St.Galler Hochhausbau zeigt die Hoffnungen, aber auch die Probleme, die mit diesem Bautyp verbunden wurden.

Das Bauen in die Höhe hat in seinem Ursprung nichts mit der inneren Verdichtung zu, sondern ist in erster Linie ein Symbol der Macht, ein Statussymbol, zuerst für die kirchliche und weltliche Obrigkeit und später für das Kapital. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausserhalb Europas, allen voran in New York und Chicago, bereits mehrere hundert Meter hoch gebaut wurde, tastete man sich in der Schweiz langsam an richtige Hochhäuser heran. Historische Stadtgrundrisse und das Fehlen wirtschaftlicher Notwendigkeit führten aber dazu, dass das Hochhaus hier stets ein städtebauliches Spiel blieb und vor allem am Rand der Innenstadt oder der Peripherie Verbreitung fand. Dennoch finden sich in der Stadt St.Gallen rund 50 Hochhäuser. Einzelne Projekte bezweckten grossräumige Stadtsanierungen von bis anhin als ungesund angesehenen (City Park) oder zumindest nicht als wertvoll betrachteten Quartieren (Neumarkt). Ein grosser Teil der st.gallischen Hochhäuser dient dem Wohnen, wobei die Konzepte von einfachen Alterswohnungen bis zum Hochhaus mit integriertem Schwimmbad, Café und Fitnessraum sehr unterschiedlich sind. Etliche der hochfliegenden Pläne waren jedoch auch ihrer Zeit voraus oder für die Stadt St.Gallen schlicht zu gross dimensioniert und blieben deshalb in der Schublade liegen. Gegen Ende der ersten Hochhauswelle, Ende der 1970er Jahre, tritt an die Stelle der grossen Geste häufiger das Bemühen, die grossen Baukörper aufzulockern und bestmöglich in die Umgebung zu integrieren. Als prägende Elemente im Stadtbild und identitätsstiftende Bauten sind Hochhäuser omnipräsent – aber haben sie auch das Zeug, sich als Baudenkmal zu behaupten?

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