Accesskeys

Geschäftsbericht Stadt St.Gallen 2015

Der Stadtrat mit Stadtschreiber (links)

Die Stadt St.Gallen weiss zu festen: nichts Neues unter der Sonne zwischen Rosenberg und Freudenberg. Doch zuerst an die Arbeit, zumal 2015 zahlreiche Projekte zum Abschluss oder zumindest einen wesentlichen Schritt vorwärts kamen. Wenn auch nicht ausnahmslos.

Die Stadt St.Gallen hat im Berichtsjahr ihre eigene Bibliothek erhalten. Aus der Freihandbibliothek wurde die Stadtbibliothek mit einem vielseitigen Angebot für Kinder, Jugendliche und Lehrpersonen im Katharinen und den Erwachsenenmedien in der Hauptpost – zu­sammen mit dem Angebot der Kantonsbibliothek. Die Buchstadt St.Gallen macht dank dem erweiterten Angebot ihrem Namen nun erst recht alle Ehre. Auch bei den Gebietsentwicklungen konnten 2015 einige Meilensteine gesetzt werden. Parallel zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes wird die Aufwertung des Gebiets nördlich des Bahnhofs in einem partizipativen Prozess geprüft. Wesentliche Weichenstellungen dazu wurden mit dem Kauf des Spanischen Klubhauses und weiterer Liegenschaften auf dem Areal vorgenommen. Inzwischen liegt eine Sozialraumanalyse vor, die der weiteren Entwicklungsplanung zugrunde gelegt wird. Ein spannender Prozess mit vielen Beteiligten hat begonnen, der Stadtrat und Stadt noch einige Zeit beschäftigen wird.

Ein zweites Mal wurde die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt an der Urne abgelehnt. Über das weitere Vorgehen soll im Jahr 2016 entschieden werden. Bei der zweiten kommunalen Volksabstimmung im Berichtsjahr ging es dann um eine Formsache, die Anpassung der Gemeindeordnung im Zusammenhang mit der Kompetenzregelung für die Energiebeschaffung. Mit überwältigendem Mehr hiess das Stimmvolk die Änderung gut. Ein wegweisender Entscheid fiel 2015 im Stadtparlament für das Entsorgungsangebot St.Gallens. Ab 2017 wird auch in der Stadt St.Gallen flächendeckend Grüngut gesammelt. Der biogene Abfall wird vergärt und zur Produktion von Biogas genutzt. Damit setzt die Stadt eine weitere Massnahme im Rahmen des städtischen Energiekonzepts um.

Das Rechnungsergebnis 2014 fiel um sieben Millio­nen Franken besser als erwartet aus. Kein Grund für Freudensprünge im Rathaus zwar, aber trotz allem die Erkenntnis, dass die Massnahmen zur Entlastung des städtischen Haushalts allmählich Wirkung zeigen. Gleich­ wohl gilt es, das Kostenbewusstsein auf der Ausgaben­seite aufrecht zu erhalten. Haushalt und Steuerfuss sollen langfristig stabil bleiben, damit die Stadt im Steuerwettbewerb nicht ins Hintertreffen gerät.

Grund zur Freude hatte im Dezember schliesslich das Amt für Gesellschaftsfragen. Die Stiftung Zeitvorsorge, massgeblich unterstützt durch die Stadt St.Gallen, holte sich den Gesamtsieg beim Prix Excellence publique. Der Wettbewerb hat zum Ziel, Innovationsprojekte in öffentlichen Verwaltungen auszuzeichnen. Die Stadt kam dabei gleich doppelt zum Zug. Ebenfalls prämiert wurde das Energienetz GSG (Gossau­–St.Gallen–­Gaiserwald), was vom Innovations­- und Gestaltungswillen der Stadt St.Gallen zeugt.

Doch endlich zu den Festivitäten, schliesslich war 2015 ein Kinderfestjahr. Ohne die obligate Verschie­bung ging das hiesige Fest der Feste auch dieses Mal nicht über die Bühne. Am 12. Juni frühmorgens dann aber die Gewissheit: «Es isch!». 5 000 Schülerinnen und Schüler, sekundiert von 600 Lehrpersonen, zogen unter dem Motto «weltweit verwebt» durch die Innen­stadt und feierten anschliessend bei besten äusseren Bedingungen auf der Kinderfestwiese.  Die Unterstützung der Textilindustrie verlieh dem Grossanlass dieses Jahr eine besonders festliche Note, eine Zusammen­arbeit, die bei künftigen Austragungen Schule machen soll. Ein einmaliges Spontanfest, initiiert durch Kulturschaffende und Quartierbewohnerinnen und -bewohner, erlebte die Stadt im Zuge des Einbaus der Ersatz­decke für den Rosenbergtunnel. Die halbe Stadt flanierte auf der gesperrten Rosenbergstrasse, man wähnte sich an einem «autofreien Sonntag». Ein Fest, wie es unserer Stadt und dem verkehrsgeplagten Quartier erst recht gut ansteht. Spontan erfunden, unbürokratisch bewilligt, friedlich gefeiert – gerade auch solche «Bürgeraktionen» verleihen der Stadt St.Gallen urbane Lebensqualität und zeugen bei aller Individualität von Zusammenhalt.

Soweit eine Auswahl an wichtigen Projekten, Ge­schäften und Festivitäten, die im Berichtsjahr 2015 zu reden gaben und teils weiter zu reden und zu beraten geben werden. Einzelheiten zu den Fortschritten in den acht Handlungsfeldern und Legislaturzielen des Stadtrates finden sich in den nachfolgenden Berichterstattungen der einzelnen Direktionen.

Servicespalte

Verwaltung und Politik

Stadt St.Gallen

Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch:

08.30 bis 17.00 Uhr

Donnerstag:

08.30 bis 18.00 Uhr

Freitag:

08.30 bis 16.30 Uhr