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Gartenbauamt

  • entwickelt, sichert, pflegt und unterhält rund 150 ha öffentliche Grünflächen nach den Kriterien der differenzierten Grünflächenpflege und der Nachhaltigkeit
  • plant, projektiert und baut in Absprache mit den Benutzenden Grün-, Park-, Spiel-, Schul- und Sportanlagen, entwickelt, pflegt und unterhält den Botanischen Garten und betreibt die Anzuchtgärtnerei
  • pflegt, entwickelt und unterhält die Friedhöfe Ost, Feldli, Bruggen und St.Georgen, berät Hinterbliebene und führt die Bestattungen und Beisetzungen durch

 

Personal und Finanzen

 

2013

2014

2015

Aufwand

8 607

8 606

8 499

Ertrag

2 909

2 968

2 671

Aufwandüberschuss

5 698

5 638

5 828

Personalbestand

63.9

63.4

63.9

 

Jahresschwerpunkte

Kraut oder Unkraut?

Keine Frage: Wildpflanzen sind schön. Nicht so auffal­lend und opulent wie gezüchtete Gartenstauden – aber in Bezug auf ihre zurückhaltenden Farben, ihre vielfäl­tigen Blüten­, Blatt­ und Sprossformen mindestens ebenso zierlich und eindrücklich. Auch in Bezug auf den dramatischen Artenrückgang ist es eine Pflicht für alle mit dem Grün betrauten Personen, insbesondere für jene, welche sich um den öffentlichen Stadtraum küm­mern, die Artenvielfalt zu fördern. Allein die 50 bis 150 Pflanzenarten einer naturnahen Wiese garantieren Artenreichtum. Zählt man die weiteren naturnahen Lebensräume dazu, die Gärten und Parkanlagen bieten können, vervielfacht sich die Menge von heimischen Arten stark.

Wildgehölzhecken, Kies­ und Sandflächen, Kies­wege, Stein­ und Totholzhaufen, Wildhecken – sie alle sind Lebensräume, in denen sich schnell einige hun­dert Pflanzenarten ansiedeln. Sie helfen so mit, das Überleben der Tierwelt zu sichern: Spinnen, Libellen, Wespen, Käfer, Schmetterlinge, Vögel – sie alle sind von heimischen Pflanzen abhängig, die ihnen als Nah­rungsquelle und Lebensraum dienen. Aus diesem Grund fördert das Gartenbauamt auf dem gesamten Stadtgebiet naturnahe Lebensräume – sowohl durch bauliche Massnahmen, aber auch durch die Anpassung der Grünflächenpflege. Zudem wird die Verwendung von einheimischen Wildgehölzen und Wildstauden in Wechselflor­ und Staudenrabatten forciert. Dabei wer­ den auch die Nutzung und die gestalterischen Aspekte der Anlagen berücksichtigt.

Naturnah gestaltete Anlagen laden zur Beobach­tung ein und sorgen während allen Jahreszeiten mit faszinierenden Farben und Formen für wirkungsvolle und abwechslungsreiche Aspekte. Der Vorteil solcher Lebensräume liegt nicht nur in ihrer Vielfalt, sondern auch darin, dass sich solche Flächen mit  vergleichs­weise geringen Eingriffen und einem vertretbaren Aufwand in einem stabilen Zustand erhalten lassen. Im Berichtsjahr konnten eine Vielzahl naturnaher Lebens­bereiche geschaffen und entsprechende Unterhalts­arbeiten umgestellt werden.

Vom Fellhof ins Stephanshorn

Nach 35 Jahren im Provisorium Werkhof «Fellhof» an der Bucheggstrasse 12 durfte das Gartenbauamt den neuen Werkhof an der Stephanshornstrasse 6 nach einer anderthalbjährigen Bauzeit beziehen. Damit wurde eine Ära der Provisorien beendet. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gartenbauamtes stehen nun helle, sichere und zweckmässige Arbeitsplätze zur Verfü­gung.

Am 13. Juni fand die offizielle Eröffnung und die Vernissage des Buches «St.Gallens Grüngeschichte(n), 1872 bis 2015» von Théo Buff statt. Das Buch fasst die Geschichte der St.Galler Pärke, Grünanlagen und der Stadtgärtnerei bis heute auf eine spannende und witzige Art zusammen.

Bäume gefällt und neu gepflanzt

Bäume prägen Strassenräume, Wege, Plätze, Grünan­ lagen und charakterisieren die Quartiere unserer Stadt. Bäume haben positive klimatische und ökologische Auswirkungen. Sie sind wertvolle Biotope und leisten einen grossen Beitrag zur biologischen Vielfalt im städ­tischen Raum. Ziel ist es, einen schönen, sicheren und hochwertigen Baumbestand in der Stadt zu erhalten. Deshalb werden kranke und geschädigte Bäume gefällt und in der Regel durch Jungbäume ersetzt. Ein Substi­tuierung ist allerdings nicht immer sinnvoll und mög­lich. 2015 mussten 83 Bäume gefällt, 90 konnten stand­ ortgerecht neu gepflanzt werden.

Immergrün und hoch hinaus

Der Botanische Garten ist ein Ort der Erholung, Bildung und Begegnung. Entsprechend gestaltet er seine Dienst­leistungen. Die Ausstellung «Immergrün und hoch hinaus – der Efeu» wurde vom Botanischen Garten St.Gallen entwickelt. Sie stellte den Efeu sowohl aus botanischer als auch aus gärtnerischer und kultureller Sicht vor. Mit dazu gehörten zwei Sonderpflanzungen, die eine mit allen bekannten 16 Efeu­-Wildarten, die zweite mit 60 Mutationen des einheimischen Efeus. Ein 36-seitiger, reich illustrierter Ausstellungskatalog stand Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung. Daneben wurde an 272 einstündigen Führungen rund 5 900 Personen die Pflanzenwelt näher gebracht: An den 26 öffentlichen Monatsführungen nahmen 1 230 Personen teil.

Mönchskopf und Gallentäubling

Rege genutzt wurde die Amtliche Pilzkontrolle im Bota­nischen Garten: Von den 117 Kilogramm geprüften Pilzen wurden 18 Kilogramm ungeniessbare bis giftige Pilze ausgeschieden – 400 Gramm davon waren gar tödlich giftig.

Gemeinsam im Grab

Nach wie vor ist die Nachfrage nach individuellen Bestattungsmöglichkeiten gross, weshalb im Friedhof Bruggen ein neues Gemeinschaftsgrab realisiert wur­de. Namensnennungen sind auch bei dieser Bestat­tungsart möglich. Im Ostfriedhof wurde ein «Grabfeld für die Kleinsten» eingerichtet. Hier werden tot gebo­rene sowie im ersten Lebensjahr verstorbene Kinder bestattet. Der Zürcher Plastiker Roland Hotz schuf da­für ein Grabdenkmal.

Pflegeobjekte

 

2013

2014

2015

Öffentliche Anlagen

409

411

423

Sportanlagen, inkl. Bäder

19

19

19

Geländebahnen und Langlaufloipen

10

11

11

Anlagen verschiedener Verwaltungen

132

128

127

Anlagen der Stadtwerke

38

38

38

Schulanlagen

98

98

97

Friedhöfe

4

4

4

Botanischer Garten und Anzuchtgärtnerei

1

1

1

 

Bestattungen / Beisetzungen

Bestattungen / Beisetzungen

2013

2014

2015

Anzahl Erdbestattungen

72

74

63

Anzahl Urnenbeisetzungen (wovon:)

552

549

591

- Gemeinschaftsgrab mit Namensbezeichnung

104

120

130

- Gemeinschaftsgrab ohne Namensbezeichnung

101

100

126

 

Servicespalte

Verwaltung und Politik

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Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21

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Donnerstag:

08.30 bis 18.00 Uhr

Freitag:

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