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Tiefbauamt

  • plant und projektiert Strassen, Wege und Kunstbauten, leitet die entsprechenden Baumassnahmen, sorgt für den baulichen Unterhalt, reinigt Strassen, Wege, Treppen und andere öffentliche Räume und orga­nisiert den Winterdienst
  • erarbeitet auf die verkehrspolitischen Zielsetzungen ausgerichtete Konzepte für alle Verkehrsarten, d.h. den Öffentlichen Verkehr, den Motorisierten Individualverkehr sowie den Langsamverkehr und betreibt und unterhält die städtischen Lichtsignal­anlagen
  • überwacht die Gewässer, plant und leitet Unterhalts­-, Hochwasserschutz-­ und Renaturierungsmassnahmen

Personal und Finanzen

(in CHF 1 000)

2013

2014

2015

Aufwand

76 312

82 734

84 619 

Ertrag

33 108

35 190

39 332 

Aufwandüberschuss

43 204

47 544

45 287 

Personalbestand

154.4

152.5

155.9 

 

Jahresschwerpunkte

Verkehrsentwicklung im Griff

Entsprechend dem seit Frühjahr 2010 geltenden Regle­ment für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung sorgt die Stadt für einen attraktiven Öffentlichen Verkehr so­wie Fuss­ und Veloverkehr und strebt so eine Plafonierung des gesamten Verkehrsvolumens an. Die Wirkung der getroffenen Massnahmen wird insgesamt jährlich auf der Basis von permanenten Verkehrsmessungen an 48 Querschnitten in der Stadt St.Gallen überprüft. Die durchschnittliche Verkehrsbelastung in der Stadt St.Gallen (ohne die Autobahn A1) ist seit 2010 um ein Prozent angestiegen. Deutlich stärker ist hingegen der Verkehr auf der Autobahn angewachsen; so betrug das Wachstum auf der Autobahn gegenüber 2010 insge­samt rund neun Prozent. Somit wird die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen wie ÖV-­Förderung  (ÖV-Bevorzugungen, Ausbau ÖV­-Angebot), LV­-Förderung (zusätzliche Radstreifen, sichere Fussgängerquerun­gen) in der Stadt St.Gallen bestätigt. Es zeigt sich auch, dass die Autobahn die Stadtstrassen weiterhin massiv entlastet, indem sie den grössten Teil der Verkehrs­zunahme übernimmt.

Verkehrsentwicklung

Veränderung 2015 zu 2010 in %

Aussengebiete

-1.0

Innenstadt

2.6

Quartiere

-3.3

Stadtzufahrt1.2
Gesamtes Stadtgebiet

1.0

 

Operation am offenen Herz

An einem der verkehrsreichsten Knoten in der Innen­stadt kam es zu einer Operation am offenen Herz, als der Puls beziehungsweise das Verkehrsvolumen am tiefsten war: In den Sommerferien wurde die 100 Jahre alte Decke des SBB­-Rosenbergtunnels vom Tunnel­portal bis zum Blumenbergplatz auf einer Länge von 40 Metern ersetzt und die Rosenbergstrasse zu die­sem Zweck am westlichen Ende während drei Wochen in beiden Richtungen gesperrt. Die minutiös geplanten verkehrlichen Massnahmen waren mitentscheidend für die störungsfreie Verkehrsabwicklung.

Mobilitätskonzept

Die im städtischen Richtplan und im Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung enthaltenen Ziele und Massnahmenvorschläge für die Bewältigung des künf­tigen Verkehrs wurden vertieft und in einem griffigen und zielorientierten Mobilitätskonzept zusammenge­fasst. Es basiert auf einer Mobilitätsvision und wird konkretisiert durch die Mobilitätsstrategie, die sich in die drei Teilstrategien gliedert: «Verkehr vermeiden», «Verkehr umlagern» und «Vorhandenen Verkehr ver­träglicher abwickeln».

Instandstellen und Sanieren

Bei den Projekten des Strassensanierungsprogramms 2009 – 2012, für die ein Rahmenkredit von CHF 14 Mio. zur Verfügung steht, beliefen sich die Ausgaben per Ende 2015 auf rund CHF 11.8 Mio. Bei drei aus diesem Rahmenkredit finanzierten Objekten wurden Fertigstel­lungsarbeiten ausgeführt. Elf Projekte des Strassen­sanierungsprogramms 2013 – 2016 konnten bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Bei drei weiteren Objekten sind die Rohbauarbeiten ausgeführt. Die Ausgaben betrugen zum Jahresende insgesamt rund 9.0 Mio., was etwa 65 Prozent dieses Rahmenkredits von ebenfalls CHF 14.0 Mio. ausmacht. Die kleineren Sanierungsvorhaben, die in der Laufenden Rechnung verbucht werden, kosteten rund CHF 1.9 Mio. Zu den grösseren Investitionen gehörte der Ausbau der Bogen­strasse mit einer separaten Busspur. In der nördlichen Altstadt wurde mit der Instandstellung und gestalte­rischen Aufwertung der Goliathgasse begonnen. Diese bildet den Auftakt zur Umsetzung des Gestaltungs­konzepts für die mittlere und nördliche Altstadt. In St.Georgen, am unteren Kammelenberg, wurde die Er­schliessung einer grösseren Baulandparzelle in Angriff genommen, was topographiebedingt mit aufwändigen Hangsicherungsmassnahmen verbunden ist. Im Übrigen waren wegen Aufgrabungen im Rahmen des Ausbaus des Glasfaser­ und Fernwärmenetzes viele Strassen­ instandstellungen nötig.

Bahnhofplatz

Ab Herbst 2014 verwandelte sich der Bahnhofplatz in eine Grossbaustelle. Nach den sogenannten Ohnehin­arbeiten an verschiedenen Werkleitungen wurde  ab Mai 2015 mit den projektbezogenen Arbeiten bezie­ hungsweise der eigentlichen Neugestaltung des Bahn­hofplatzes gestartet. 2015 wurde an der Kornhaus­strasse und der westlichen Bahnhofstrasse gearbeitet. Um den komplexen Bauablauf speditiv und sicher ab­wickeln zu können, mussten die Haltestellen für einen Grossteil der Buslinien ab der zweiten Augusthälfte an die St.Leonhard­Strasse vor den Neumarkt verlegt werden. Dank aufwändiger verkehrsspezifischer Vor­arbeiten und einer breiten Öffentlichkeitsarbeit verlief die Umstellung problemlos. Entsprechend dem Ent­scheid des Stadtrates wird auf das geplante Wasser­spiel verzichtet; stattdessen kehrt der Lämmlerbrun­nen auf den Kornhausplatz zurück.

Noch schneller in die Liebegg?

Mit dem Kanton wurden im Rahmen der Engpassbesei­tigung A1 alternative Möglichkeiten zum Anschluss im Güterbahnhofareal erarbeitet und auf ihre bauliche und verkehrstechnische Machbarkeit überprüft. Die Kantons­regierung und der St.Galler Stadtrat haben die Best­variante mit  einem  Anschluss am Rande des Güter­bahnhofareals und dem Bau einer Weiterführung der Spange bis zur Liebegg dem Bund zur Prüfung einge­reicht.

Bachöffnungen

Die Rohrleitungen, in denen der Unterschachenbach beidseits der Martinsbruggstrasse durch die Gebiete Unter-­ und Oberschachen verläuft und dabei Bauten und Anlagen unterquert, weisen verschiedene Mängel auf. Für das Gewässer wurde deshalb eine neue Linien­führung gesucht, die eine weitgehende Bachoffen­legung ermöglicht und damit ökologische Mehrwerte schafft, die Anforderungen an den Hochwasserschutz erfüllt und zudem eine möglichst optimale bauliche Entwicklung der vom Bachabschnitt betroffenen Grundstücke zulässt.

Eine Wiese mit einer Vertiefung, die durch einen natürlichen Wall begrenzt wird, viel mehr ist vom Weier­weidbach im Tal der Demut (noch) nicht zu sehen. Gemäss dem erarbeiteten Projekt soll dieser auf einer Länge von 400 Metern renaturiert werden und danach als offenes Bächlein über Steine plätschern, gesäumt von Sträuchern und Blumen. Bis es soweit ist, gilt es noch zwei Einsprachen zu erledigen.

Rütiweier

Beim Rütiweier, der als Auffangbecken St.Georgen vor Hochwasser schützen soll, mussten die Bauarbeiten Ende Juli eingestellt werden, weil für den Bau des Erd­dammes circa 14 000 m3 lehmiges Material, das frei von Kies und organischen Bestandteilen ist, fehlt. Die intensive Suche dauert an. Trotz der grossen Regen­menge in der Nacht auf Dienstag, 11. August 2015, hat die Baustelle keinen Schaden genommen und die Be­währungsprobe bestanden; die Sicherheit ist gewähr­leistet.

Bildweier

Der Bildweier ist ein Naturschutzgebiet mit einem Laichbereich von nationaler Bedeutung, ein wichtiger Naherholungsraum und dient bei Hochwasser als Rück­haltebecken. Der künstlich erstellte Erddamm weist Schwachstellen auf. Zudem beeinträchtigt die Ver­schlammung den Hochwasserschutz sowie die Damm­sicherheit und schränkt den Lebensraum der Amphi­bien ein. Um den Bildweier langfristig zu erhalten, sind Instandstellungsarbeiten notwendig. Als Vorab­klärungen für ein umfassendes Sanierungsprojekt wurden auf dem Erddamm Probebohrungen durchgeführt sowie die Schlammstärke und -­zusammenset­zung untersucht.

Winterdienst

Wegen der meist milden Temperaturen und des mini­malen Schneefalls in den letzten Monaten des Jahres waren kaum winterdienstliche Arbeiten nötig.

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