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Fachstelle Kultur

  • unterstützt und berät den Stadtrat und die Stadtverwaltung in Fragen der Kultur, der Kulturpolitik und der Kulturförderung und vertritt die Stadt in kulturellen und kulturpolitischen Gremien
  • bearbeitet Gesuche um Beiträge aus den Mitteln der städtischen Kulturförderung und betreut die städtischen Subventionen im kulturellen Bereich
  • ist Ansprechstelle für Kulturinstitutionen, Kulturschaffende und die kulturell interessierte Öffentlichkeit

Personal und Finanzen

(Finanzen in CHF 1 000)

2013

2014

2015

Aufwand

203

245

244

Ertrag

0

1

7

Aufwandüberschuss

203

244

237

Personalbestand

1

1

1

Jahresschwerpunkte

Ausstellungen

Die länderübergreifende, im dreijährlichen Rhythmus stattfindende Kunstschau «Heimspiel» hat 2015 mit der zwölften Ausgabe eine neue Form erhalten: Kunstmuseum St.Gallen und Kunst Halle Sankt Gallen waren beide zum fünften Mal Heimspielgastgeber, neu kamen das Kunstmuseum Liechtenstein und der Kunstraum Engländerbau in Vaduz hinzu. Beibehalten wurde der Auswahlmodus: Bewerben konnten sich Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zur Stadt St.Gallen, zu den Kan­tonen St.Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, dem Fürstentum Liechtenstein sowie dem Land Vorarlberg. Damit fördert der Anlass einerseits das aktuelle künstlerische Schaffen in seiner Vielfalt und verbindet anderseits Kantone, Städte und Länder. Eine Jury wählte rund 80 Kunstschaffende aus den über 400 Eingaben aus.

Das Museum im Lagerhaus konnte 2014 die Ostschweizer Kunstsammlung Mina und Josef John erwerben. Der Sammlungsankauf wurde ermöglicht durch Beiträge aus dem Lotteriefonds des Kantons St.Gallen und der Stadt St.Gallen sowie durch Beiträge des Kan­tons Appenzell Ausserrhoden und weiterer Geldgeber.

2015 wurde die einzigartige Sammlung gleich zweifach der Öffentlichkeit vorgestellt: Ausgewählte Werke wurden in einer Ausstellung präsentiert und sind durch die Digitalisierung des Sammlungsbestandes zudem dauerhaft zugänglich.

Ein kulturelles Highlight, das sowohl von den Besucherinnen und Besuchern als auch in der überregionalen Presse gewürdigt wurde, war die Ausstellung «Das St.Galler Altmeisterwunder»  im Kunstmuseum St.Gallen. Gezeigt wurden Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafik des 16. bis 18. Jahrhunderts von internationalem Rang. Sie wurden dem Museum durch gross­zügige Donatorinnen und Donatoren in den vergangen zwei Jahrzehnten geschenkt.

Museumsnacht

Im September fand die 11. Museumsnacht St.Gallen statt. Das Motto «Museumsnacht St.Gallen klingt» zog sich durch die beteiligten Institutionen und Ausstellungsräume. Es wurde gesungen, musiziert oder Musik aufgelegt. Viele der Auftritte hatten einen Bezug zu den aktuellen Ausstellungen: So lud das Textilmuseum mit «Sag mir wo die Blumen sind» zu einem musikalischen Rundgang durch die Ausstellung «Furor Floralis». In der Stiftsbibliothek wurde Gregorianik neu interpretiert und im Botanischen Garten konnten Efeublätter in Musikinstrumente verwandelt werden. Im Historischen und Völkerkundemuseum erklang mit Leier und Gemshorn­ flöte Musik des Frühmittelalters. Rund 35 Museen und Ausstellungsinstitutionen beteiligten sich mit Führun­gen, mit Einblicken in Lagerbestände und mit  einem originellen Rahmenprogramm an der familienfreundlichen und geselligen Nacht der Museen.

Stadtkulturgespräch

Die Fachstelle Kultur der Stadt St.Gallen organisiert periodisch ein Stadtkulturgespräch zu einem aktuellen kulturellen und kulturpolitischen Thema. Im Berichts­jahr stand die Frage nach der Nutzung von Innen-­ und Aussenräumen für kulturelle Zwecke im Zentrum. Der Bedarf an Kulturräumen ist hoch, sei es für Veranstaltungen, Ausstellungen, als Atelier-­ oder Proberäume, was auch die hohe Teilnehmerzahl von 120 Personen bewies. Auf der anderen Seite existiert ein breitgefächertes Angebot, das sorgfältig und im dienst­stellenübergreifenden Kontakt eruiert wird. Als Veranstaltungsort wurde mit dem Gebäude an der Haggenstrasse 45 ein vorübergehend leerstehendes Gebäude gewählt, um die Raumpotenziale der Stadt aufzuzeigen. In einem Inputreferat wurde das Beispiel der kultur­- und kreativwirtschaftlichen Zwischennutzung eines innerstädtischen Raumes in der Stadt Luzern vorgestellt. Im anschliessenden Podiumsgespräch kamen spezifisch st.gallische Themen und Fragen zur Sprache. Das Publikum diskutierte mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin und den Podiumsgästen aus den Bereichen Kultur, Stadtplanung und Kreativwirtschaft die Bedürfnisse und Grenzen des Raumangebotes in der Stadt sowie das mögliche Engagement der Kulturschaffenden.

Beiträge

Bibliotheken, Ludothek

1 159

1 566

205

Museen und Bildende Kunst

5 385

5 316

5 294

Preisverleihungen

40

30

60

Übrige Beiträge im kulturellen Bereich

1 132

1 061

1 137

Total

1 6511

16 801

15 558

Pro Kopf der Bevölkerung*

210

211

196

*Die Stadtbibliothek (ehemals Freihandbibliothek) ist seit 2015 der Direktion Schule und Sport unterstellt. Die jährliche Subvention erfolgt somit nicht mehr über die Direktion Inneres und Finanzen.

Anerkennungs- und Förderungspreise

Die Stadt St.Gallen verleiht einen Anerkennungspreis an Personen, die sich durch ihr Wirken im kulturellen Bereich besondere Verdienste um die Stadt erworben haben. Der Preis ist mit CHF 20 000 dotiert und wird alle zwei Jahre zusammen mit den Förderungspreisen verliehen.

Den Anerkennungspreis 2015 erhielt das:

  • Archiv für Frauen­, Geschlechter­ und Sozialgeschichte Ostschweiz

Die vier Förderungspreise werden an Personen verliehen, die durch eigenständige und innovative kulturelle Projekte auf sich aufmerksam gemacht haben. Die Preise sollen zur Fortsetzung und Weiterentwicklung der kulturellen Tätigkeit ermuntern. Sie sind mit CHF 10 000 dotiert  und werden  gemeinsam mit  dem An­erkennungspreis an einer öffentlichen Feier verliehen.

Die Förderungspreise 2015 gingen an:

  • Heinrich Kuhn, Literatur
  • Claudia Roemmel, Tanz
  • Andrea Vogel, Bildende Kunst
  • Anita Zimmermann, Kunstvermittlung /Bildende Kunst

Werkbeiträge

Um die Entstehung innovativer künstlerischer Projekte zu fördern, verleiht die Stadt St.Gallen Werkbeiträge an in St.Gallen wohnende Kulturschaffende. Die Werk­ beiträge sind mit je CHF 10 000 dotiert.

2015 wurden damit folgende Kulturschaffende aus­gezeichnet:

  • Barbara Brülisauer, Bildende Kunst
  • Theo Cowley, Film/Bildende Kunst
  • House of Pain, Tanz
  • Stefan Ingold, Musik
  • Marlies Pekarek, Bildende Kunst
  • Felix Stickel, Bildende Kunst

Förderung des aktuellen Kunstschaffens

 

  

2013

2014

2015

Theater und Tanz

  

17

19

38

Bildende Kunst/Ausstellungen

  

21

19

25

Klassische Musik

  

10

9

16

Zeitgenössische E-Musik

  

4

5

7

Rock, Jazz, Pop

  

16

20

45

Volksmusik

  

1

1

1

Literatur

  

11

13

15

Film

  

4

3

8

Spartenübergreifende Projekte

  

7

7

14

Diverses (Architektur, Geschichte etc.)

  

9

4 

Eingereichte Gesuche

  

239

219 

Abgelehnt oder zurückgezogen

  

48

57 

Servicespalte

Verwaltung und Politik

Stadt St.Gallen

Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch:

08.30 bis 17.00 Uhr

Donnerstag:

08.30 bis 18.00 Uhr

Freitag:

08.30 bis 16.30 Uhr