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Amt für Gesellschaftsfragen

  • erarbeitet Grundlagen für die städtische Gesellschaftspolitik 
  • übt die Aufsicht über die städtischen Subventionen in den Bereichen Alter, Gesundheit, Sozialberatung, familienergänzende Betreuung im Vorschulalter, Frühförderung, Integration, Suchthilfe, Quartierentwicklung und Freiwilligenarbeit aus
  • führt die AHV-Zweigstelle der Stadt St.Gallen sowie das Wohnheim für Kinder und Jugendliche Riederenholz und das Wohnheim für Betagte Riederenholz 

Personal und Finanzen

(Finanzen in CHF 1 000)

2013

2014

2015

Aufwand

5 531

5 549

5 621

Ertrag

4 344

4 224

4 206

Aufwandüberschuss

1 187

1 325

1 415

Personalbestand

35.8

36.5

34.7

Jahresschwerpunkte

Den überwiegenden Teil des vom Amt für Gesell­schaftsfragen verantworteten Aufwandes stellen die Subventionsleistungen an Dritte dar. 2015 wurden die Auswirkungen der Sparmassnahmen des Entlastungs­projekts Fit13plus sichtbar, so etwa im Bereich der Hilfe und Pflege zu Hause. Die Massnahmen waren für die Leistungserbringer deutlich spürbar, tarifseitig teilweise auch für die Klientinnen und Klienten. Nicht alle der ge­troffenen Massnahmen sind nachhaltig – teilweise wirkten sie sich nur auf das Jahr 2015 aus. Analog zu den Sparanstrengungen in der Verwaltung zeigt sich: Wohl können kurzfristig und punktuell Ausgaben redu­ziert werden, substanzielle und nachhaltige Wirkungen setzen jedoch eine umfassende Aufgaben-­ und Prozes­sanalyse sowie -­optimierung voraus. Stadtintern ge­schieht dies im Projekt Futura. Der Einfluss auf externe Leistungserbringer im Rahmen des Kontraktmanage­ments ist jedoch nur indirekt und entsprechend limi­tiert.

Die Politik hat zu definieren, welches Leistungs-­ und Qualitätsniveau der sozialen Dienstleistungen für die Bevölkerung zu gewährleisten und zu finanzieren ist. So vorteilhaft sich die Arbeitsteilung zwischen Stadt und Leistungserbringern in vielerlei Hinsicht er­wiesen hat, so anspruchsvoll und beschränkt fallen die sozialpolitischen Steuerungsmöglichkeiten aus. Die Verwaltung ist gefordert, stets eine gute Balance zu finden.

Mit dem neuen, vom Kanton vorgegebenen Förder­programm für Integrationssprachkurse konnten ins­ gesamt 900 Deutschkurse vergünstigt werden. Drei Viertel der Gesuchstellenden haben Anspruch auf die maximale Unterstützung. Die administrative Umset­zung des kantonalen Systems bedeutet einen Mehr­aufwand von 15 Stellenprozenten.

Unter dem Titel «Flucht – Asyl – Integration» fand am 30. November die jährliche Forumsveranstaltung statt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie heute, was auch lokal spürbar ist. Das Forum ging den Erfolgs­faktoren für eine gelungene Sozial­- und Arbeitsintegra­tion nach.

Vor dem Hintergrund der nationalen und kantonalen Demenzstrategien hat sich ein lokales Netzwerk Demenz formiert, in dem sich die relevanten Akteure zusammenfinden, um die Rahmenbedingungen der Demenzbetroffenen  und ihrer Angehörigen sowie die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Diensten zu verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Alter und Behinderung lag beim  Thema «Pflegende und betreuende Angehörige».

Der während der Erprobungsphase (2012–2015) geleistete Aufbau der Quartierarbeit schuf sowohl für die Quartiere als auch für die Stadtverwaltung spürbare Mehrwerte. Der Leistungsausweis und das angepasste Konzept überzeugten, sodass die Quartierarbeit nun ins Regelangebot überführt wurde.

Die Schweizerische Gesellschaft für Verwaltungs­wissenschaften verleiht alle drei Jahre den «Prix Excel­lence Publique», um Innovationen in Verwaltungen be­kannt zu machen und zu belohnen. Das Projekt Zeitvorsorge erzielte sowohl den ersten Rang in der Kategorie «Bürgerorientierung» als auch den Gesamt­sieg. Auch operativ trägt die Aufbauarbeit Früchte: Im Jahr 2015 wurden im Rahmen der Zeitvorsorge über 6 000 Einsatzstunden geleistet. 81 Zeitvorsorgende kümmerten sich um das Wohl betagter Menschen und unterstützen diese in der Alltagsbewältigung.

Mit dem Angebot der Frühen Förderung «SpiKi» werden aktuell mehr als die Hälfte der Drei­ bis Vierjäh­rigen erreicht. Zusammen mit den Kinderkrippen und anderen Spielgruppen beträgt die Reichweite der An­gebote der Frühen Förderung sogar rund 85 Prozent der Kinder eines Jahrgangs.

Ende 2015 lebten 21 Kinder und Jugendliche im Wohnheim Riederenholz. Zwei Drittel stammten aus der Stadt St.Gallen, die übrigen wurden aus anderen Gemeinden und aus benachbarten Kantonen zugewie­sen. Fachliche Schwerpunkte lagen bei der Zertifizie­rung des Qualitätsmanagements und bei der Überprü­fung der Heimkonzepte im Alltag. Grosse Bedeutung hatten auch trauma-­ und lösungsorientierte Arbeit so­ wie erlebnisinspirierte Projekte und Lager.

Im städtischen Wohnheim für Betagte Riederen­holz lebten Ende Jahr zu 80 Prozent ältere Menschen mit psychiatrischen Diagnosen. Die konzeptionellen Voraussetzungen im Wohnheim und die grosse Erfah­rung im Umgang mit Diversität ermöglichen den Be­wohnenden ein angenehmes und selbstbestimmtes Zusammenleben.

Pflegefinanzierung

Restfinanzierung stationär

 

2013

2014

2015

Anzahl Heimbewohner/innen

724

1 120*

1 175

Durchschnittlicher Restfinanzierungsaufwand pro Fall (CHF)

16 581

10 596**

10 002

Restfinanzierung kommunaler Anteil pro Fall (CHF)

9 948

10 535

10 002

Total Restfinanzierung stationär Stadt St.Gallen (CHF)

7 202 668

11 867 710

11 751 897

Höhe des kommunalen Anteils

60%

100%

100%

Verwaltungskostenbeitrag an SVA (CHF) nach Anzahl Fällen (neu ab 2014)

 

68 738

68 725

* Die Zahlen von 2012 und 2013 sind stichtagsbezogen, im 2014 wurde das Restfinanzierungssystem jedoch auf die effektiven Heimbewohnenden pro politische Gemeinde während des ganzen Beitragsjahres umgestellt.

** Die Grundlage für den Beitrag je politische Gemeinde bilden ab 2014 die effektiven Fallkosten über das ganze Beitragsjahr und nicht mehr ein durchschnittlicher Pauschalbetrag multipliziert mit der Anzahl Heimbewohnenden per Stichtag wie in 2012 und 2013, vgl. «*»

Restfinanzierung ambulant                       

 201320142015
Leistungserbringer im städtischen Auftrag  1 5951 4561 215

Leistungserbringer ohne städtischen Auftrag

330

109

121

Akut- und Übergangspflege

 201320142015

Restfinanzierung (in CHF 1 000)

54

105

139

Hilfe und Betreuung zu Hause

 

2013

20142015

Restfinanzierung (in CHF 1 000)

1 783

1 8291 964

Kinderkrippen

 

2013

20142015

Subventionssumme (in CHF 1 000)

4 278

4 4384 584

Anzahl subventionierte Krippenplätze

289

285289

Durchschnittliche Belegungsquote

99%

90%96%

Kosten pro Platz (in CHF 1 000)

24

2526

Durchschnittliche Subventionen pro subventionierten Platz (in CHF 1 000)

15

1515

AHV-Zweigstelle

 

2013

20142015

Anzahl AHV-/IV-Rentenfälle (inkl. Hilflosenentschädigung)

11 530

11 67411 702

Ausbezahlte Renten (in CHF 1 000)

225 182

228 420227 070

Anzahl Ergänzungsleistungsfälle

4 147

4 1874 219

Ausbezahlte Ergänzungsleistungen (in CHF 1 000)

73 757

71 96070 233

Wohnheim für Kinder und Jugendliche Riederenholz

 

2013

20142015

Anzahl Kinder und Jugendliche (per 31. Dezember)

23

1921

Austritte

3

109

Eintritte

5

611

Durchschnittsalter der Kinder

14.8

13.515.6

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Kinder in Jahren

4.2

53.1

Belegung

98.8%

89.2%89.3%

Wohnheim für Betagte Riederenholz

 

2013

20142015

Anzahl Bewohnende (per 31. Dezember)

25

2324
Durchschnittsalter Bewohner (per 31. Dezember)84.385.283.3

Neueintritte

5

110
Pflegestunden11 16212 0519 771

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Jahren

4.7

5.3

4.9

Belegung

98%

95.4%

69%

Servicespalte

Verwaltung und Politik

Stadt St.Gallen

Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch:

08.30 bis 17.00 Uhr

Donnerstag:

08.30 bis 18.00 Uhr

Freitag:

08.30 bis 16.30 Uhr