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Soziale Dienste St.Gallen

  • die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ist für sämtliche erstinstanzlichen Entscheidungen im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KES-Recht) gemäss ZGB zuständig
  • die Abteilung Berufsbeistandschaft ist verantwortlich für die vormundschaftlichen und beistandschaftlichen Massnahmen
  • die weiteren Abteilungen erfüllen vor allem Aufgaben gemäss Sozialhilfegesetz 

Personal und Finanzen

(Finanzen in CHF 1 000)

2013

2014

2015

Aufwand

81 834

80 614

85 213

Ertrag

40 667

38 362

38 055

Aufwandüberschuss

41 216

42 252

47 158

Personalbestand

88.2

92.4

97.8

Jahresschwerpunkte

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB)

Im dritten Jahr nach Einführung des neuen KES­-Rechts war der Arbeitsanfall weiterhin erheblich, zudem war die KESB selber von diversen personellen Wechseln (Präsidium, Vizepräsidium sowie Behörde) betroffen. Mit Unterstützung von Aushilfskräften konnte im Fachdienst und im Sekretariat das normale Tagesge­schäft bewältigt sowie alle altrechtlichen Massnahmen überprüft und fristgerecht ins neue Recht überführt werden.

Insgesamt ist vor allem in der Stadt St.Gallen ein Anstieg der Fälle im Erwachsenenschutz zu verzeich­nen, während in den weiteren Gemeinden der KESB Region St.Gallen die Fallzahlen konstant beziehungs­weise leicht rückläufig waren. Im Kindesschutz sind die Fallzahlen nicht weiter  angestiegen. Erfreulich ist insbesondere, dass durch die kompetente Abklärung in Behörde und Fachdienst sehr viele Kindesschutzver­fahren ohne Errichtung einer Massnahme abgeschlos­sen beziehungsweise eingestellt werden konnten. Voraussichtlich werden sich die Fallzahlen in den kommenden Jahren auf hohem Niveau einpendeln.

Der Stadtrat hat im Berichtsjahr, gestützt auf ein von der Universität St.Gallen erstelltes Rechtsgutach­ten betreffend Organisation und Unabhängigkeit der KESB Region St.Gallen, beschlossen, die faktisch be­stehende Unabhängigkeit der KESB im kommunalen Recht auch gesetzgeberisch zu verankern. Die KESB wird der Direktion Soziales und Sicherheit explizit ledig­lich administrativ zugeordnet. Im Geschäftsreglement des Stadtrats wurde zudem ausdrücklich normiert, dass die Mitglieder und Mitarbeitenden der KESB bei ihren Entscheidungen an keine Weisungen gebunden sind. Schliesslich regelt die KESB die Organisation der Behörde in einer Geschäftsordnung. Nebst der eigent­lichen Behördentätigkeit sind der weitere Aufbau und die konkrete Regelung der Organisation und des Auf­trittes nach aussen Hauptaufgaben und Ziele für das Jahr 2016.

Statistik KES-Behörde

Dossiers

 201320142015
Stadt St.Gallen2 1312 160 2 224
Wittenbach254229225
Eggersriet (inkl. Grub)312826
Muolen141113
Häggenschwil131110
Total2 4472 439 2 498
Davon Fälle in Abklärung393430456

 

Erwachsenenschutzfälle

 201320142015

neu

 279

227*

1 378*

abgeschlossen

 134

306*

287*

Total

 1 218

1 318

252*

* Fälle wurden statistisch einmalig als neu erfasst. Hingegen wurde jeder Fallabschluss gezählt. So kann ein Fall mehrmals abgeschlossen werden.

Kindesschutzfälle

 201320142015
neu217463*497*
abgeschlossen141556*495*
Total8361 0581 059
neu Tagespflege 6361

* Fälle wurden statistisch einmalig als neu erfasst. Hingegen wurde jeder Fallabschluss gezählt. So kann ein Fall mehrmals abgeschlossen werden.

 

  201320142015
Fürsorgerische Unterbringung 423228
Genehmigte Unterhaltsverträge 1033042
Erteilung gemeinsame elterliche Sorge 11311967
Besuchsrechtsregelungen 917
Eingestellte Verfahren Erwachsenenschutz 131170137
Eingestellte Verfahren Kindesschutz 152214282
Genehmigung von Rechenschaftsberichten 342409453
Ausgestellte Handlungsfähigkeitszeugnisse 970698**

** ab 2015 in der Zuständigkeit des Einwohneramtes

Berufsbeistandschaft

Die Berufsbeistandschaft führt die ihr von der KESB zugewiesenen Massnahmen. Das sind in aller Regel anspruchsvolle Mandate, die nicht an private Betreu­ungspersonen übertragen werden können. Die abso­lute Fallzahl ist weiterhin ansteigend. Wie bereits im Vorjahr liegt die Verhältniszahl von Erwachsenen­ zu Kindesschutzmassnahmen bei nahezu 50:50. Um die Dienstleistungsbereitschaft trotz der angespannten Personalressourcen aufrecht erhalten zu können, wur­den ab Mitte Jahr mehrere «Springer», also externe Beistände, eingesetzt. Zwei der drei zusätzlichen Stel­len, die für das Jahr 2016 provisorisch bewilligt sind, konnten bereits Ende 2015 rekrutiert werden.

Massnahmen

 201320142015
Erwachsene663699719
Kinder707709727
Total1 3701 4081 446

Private Beistände

In der Praxisberatung gab es personelle Wechsel. Es konnten zwei erfahrene Personen rekrutiert werden, welche die Praxisberatung mit viel Engagement und Fachwissen führen.
Einige neue Privatpersonen konnten als Mandats­träger gewonnen werden, sodass sich die Situation ge­genüber dem Vorjahr verbessert hat.

Massnahmen

 201320142015
Erwachsene520515485
Kinder272512
Total547540497

 

Anzahl private Beistände

 201320142015
Total457398363

Statistik Sozialhilfe

Die Anzahl Fälle in der Sozialhilfe ist gegenüber dem Vorjahr um 84 (+2.7 %) gestiegen. Markant angestie­gen ist die Gruppe von Fällen mit Flüchtlingseigen­schaft  (+28.2 %). Die Gruppen der alleinstehenden Frauen (+4.2 %), der Ehepaare mit  Kindern (+0.9 %) sowie der Ehepaare ohne Kinder (+6.9 %) haben zuge­nommen. Ein Rückgang ist bei den Vätern mit Kindern (­ 30.3 %) und Müttern mit Kindern (­ 1.5 %) zu verzeich­nen. Die Anzahl der unterstützten Personen erhöhte sich um 116 (+2.5 %).

Fälle

 

2013

20142015

Total

2 948

3 1093 193

Personen

 

2013

20142015

Total

4 465

4 7444 860

Unterstützungsaufwand

Gegenüber dem Vorjahr ist der Bruttoaufwand um CHF 2.429 Mio. angestiegen. Die Rückerstattungen sind gegenüber dem Vorjahr um CHF 0.744 Mio. ange­wachsen. Die Nettobelastung ist aufgrund der Fallzu­ nahmen um CHF 1.685 Mio. (+ 6.6 %) angestiegen.
Die Zunahme ist auf die durch den Kanton an die Stadt St.Gallen zugewiesenen Asylsuchenden und Flüchtlinge zurückzuführen (+ 27.3 %). Der Bund refinanziert Asylsuchende und Flüchtlinge mit einer Pauschale während fünf bis sieben Jahren, je nach Aufenthaltsstatus.

(in CHF 1 000)

2013

2014

2015

Bruttobelastungen

47 140

47 650

50 079

Rückerstattungen

22 642

22 150

22 894

Nettobelastungen

24 498

25 500

27 185

Im Vorjahresvergleich kam es zu deutlichen Erhöhun­gen der Bedürftigkeit bei Asylsuchenden (+31.5 %), so­ wie Krankheit (+8.4 %). Eine starke Zunahme zeigt sich bei Beratungs­ und Triagefällen ohne Unterstützungs­leistungen (+28.8 %).

Hauptursachen

 

2013

2014

2015

Alleinerziehender Elternteil

138

143

134

AHV-Rentner/innen

12

11

14

IV-Rentner/innen

23

24

26

Krankheit

364

404

438

Suchtprobleme

82

78

72

Erziehungsprobleme

166

176

181

Arbeitslosigkeit

1 518

1 612

1 638

Asylbewerber/innen

84*

89*

117*

Krankenkassenangelegenheiten

38

41

48

Folgen von Strafmassnahmen

71

58

57

Beratungs-/Triagefälle ohne finanzielle Leistungen

743

639

823

* inkl. Personen mit Nichteintretensentscheiden

Haus zur Grünhalde

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Belegung in der Betreu­ten Wohngruppe (BWG) um 2.2 Prozent auf 2 470 Aufenthaltstage angestiegen. In der Unterkunft für Obdachlose (UFO) werden Menschen in verschiede­nen Notsituationen untergebracht. Im Berichtsjahr ver­brachten 59 Personen insgesamt 1 411 Aufenthaltstage im UFO. Das ausserordentlich gute und warme Som­merwetter hat dazu beigetragen, dass die Nachfrage während der Sommermonate zurückging. Die Gründe für den Aufenthalt sind vielfältig, neben Obdachlosig­keit, polizeilichen Hauswegweisungen wegen Gewalt oder Suchtproblematiken aller Art haben psychische Erkrankungen und Auffälligkeiten deutlich zugenom­men.

Betreute Wohngruppe

 

2013

2014

2015

Aufenthaltstage

2 036

2 418

2 470

Unterkunft für Obdachlose

 

2013

2014

2015

Aufenthaltstage

1 582

2 033

1 411

Personen

91

71

59

Servicespalte

Verwaltung und Politik

Stadt St.Gallen

Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21

Öffnungszeiten

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Donnerstag:

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Freitag:

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