Accesskeys

Amt für Umwelt und Energie

  • setzt das eidgenössische Umweltschutzgesetz sowie die zugehörigen Verordnungen zum Lärmschutz, zur Luftreinhaltung, zu Schall und Laser sowie zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung um
  • ist Energiefach- und Energieberatungsstelle der Stadt St.Gallen, verwaltet den Energiefonds, informiert und berät zum Themenkreis Umwelt und Energie
  • koordiniert die Aktivitäten der Stadt in den Bereichen Energiekonzept 2050, Umweltschutz, und nachhaltige Entwicklung

Kennzahlen

(Finanzen in CHF 1 000) 201320142015
Aufwand4 8704 1504 342
Ertrag3 9743 5523 723
Aufwandüberschuss896598619
Personalbestand8.68.78.6

Jahresschwerpunkte

Das Energiekonzept 2050 wurde nachgeführt, nachdem sich zur Kompensation der nicht verfügbaren Tiefenerd­wärme (Geothermie) die wärmetechnische Aufrüstung des Kehrichtheizkraftwerkes anbot. Damit können als Ersatz bis zu 70 Prozent der Wärmeenergie für die Fern­wärme ökologisch und erheblich CO2 ­reduziert sicher­ gestellt werden. Entsprechend wurde der Energieplan, insbesondere der Teil Wärmeversorgung, auf einen neuen Stand gebracht.

Anfang 2015 traten das Energiereglement, die dazu gehörenden Vollzugsbestimmungen und mit ihnen neue Förderbereiche in Kraft, für welche die Vollzugspraxis angepasst wurde. Die Zielgruppen wurden informiert, namentlich die Besitzenden von Elektrowiderstands­heizungen, welchen man Beratung und Förderung des Heizungsersatzes anbot.

Im Energiekonzeptbereich Mobilität wird der Ersatz von Flottenfahrzeugen der St.Galler Unternehmen durch effiziente Fahrzeuge gefördert, was dank Kommuni­kation mit den örtlichen Autogaragen rege in Anspruch genommen wurde.

Im  Energienetz Gossau­-St.Gallen­-Gaiserwald lag der Schwerpunkt bei der CO2 ­armen Wärmeversor­gungsstrategie, die auf dem Prinzip der Anergie, das heisst auf der sogenannten «kalten Fernwärme» be­ruht. Damit lassen sich nicht nur CO2 ­reduzierende Wärmelösungen finden, sondern auch die zurzeit in die Umgebungsluft abgegebene Prozessabwärme vollstän­dig nutzen. Falls diese Strategie konsequent umgesetzt werden kann, wird ein Meilenstein bei der CO2 ­Absen­kung erreicht, der allen Unternehmen im Perimeter Nutzen bietet – vorausgesetzt, alle energierelevanten Akteure machen mit und die CO2-Politik des Bundes bleibt konsequent.

Weitergeführt beziehungsweise gestartet wurden zwei Studien mit der Universität St.Gallen zu den The­men «Volkswirtschaftliche Auswirkungen des Energie­konzepts 2050 der Stadt St.Gallen» und «Das Energie­konzept und die Schweizer Energiepolitik». In der ersten Arbeit sollen wichtige Zielsetzungen des Energiekon­zepts wie mehr Wertschöpfung und mehr Arbeitsplätze in der Region statt Geldabfluss ins Ausland unter die Lupe genommen werden. In der zweiten Arbeit geht es darum, wie die drei Staatsebenen zusammenarbeiten müssten, um die bundesrätliche Energiestrategie 2050 und damit auch die kantonalen und städtischen Energiekonzepte 2050 vorwärts zu bringen.

Die Bestrebungen in Richtung regionales Energie­konzept wurden mit der Nachbargemeinde Gaiserwald durch die Einsitznahme in ihrer Energiekommission und die Zusammenarbeit in der Energieberatung gefestigt. Die gemeinsame Verwaltung des Energiefonds wird geprüft.

Ebenfalls begonnen haben die Vorarbeiten für das Reaudit zum Label Energiestadt Gold. Nachdem die be­sondere Rolle der grösseren Städte bei der nationalen Energiestrategie 2050 auch auf Bundesebene aner­kannt wurde, soll die Stadt St.Gallen nach einem neuen Verfahren rezertifiziert werden. Dieses konzentriert sich in erster Linie auf die konkrete Wirkung in Bezug auf die Ziele der 2000 Watt­ und 1 Tonne CO2 ­Gesellschaft an­stelle beispielsweise der Zahl, wie oft das Energiestadt­label kommuniziert wird.

Im Frühjahr wurde in Zusammenarbeit mit den Sankt Galler Stadtwerken und der Energieagentur St.Gallen der 3. Nationale Energiekonzept-­Kongress organisiert. Dieser Anlass ist eine direkte Folge des Energiekon­zepts 2050 (Wärme, Elektrizität, Mobilität), das bezüg­lich seiner Praxistauglichkeit und Konsistenz schweiz­weit immer noch als vorbildlich eingestuft wird. Nach wie vor herausragend ist die geobasierte Energiedaten­ bank, die zum Standard für die ganze Schweiz werden soll.

Unter dem Titel «clevergeniessen» wurden Projekte zum Thema «Gut essen mit wenig Energie» realisiert. Die Zutaten für energiebewussten Genuss sind frische, saisonale und regionale Lebensmittel, ein massvoller Fleischkonsum sowie eine schonende und effiziente Zubereitung. Hochbeete in der Innenstadt zeigten, dass Gemüse und Kräuter auch vor der Haustüre angebaut werden können. Eine Aktion mit St.Galler Restaurants und diverse Veranstaltungen boten Ideen für klima­freundliche Menus. Rund 400 Personen besuchten den energyday  im Kundenzentrum  und  informierten sich über energiesparendes Kochen, effiziente Küchengeräte oder wie man Lebensmittelabfälle (Food­Waste) ver­meidet.

Am 20. Juni 2015 war St.Gallen Zielort der grössten Elektrofahrzeug-­Rallye der Welt WAVE. Nach achttägi­ger Fahrt durch Sachsen, über Berlin, Bern und ver­schiedene Alpenpässe erreichten die rund 90 aus­ schliesslich mit erneuerbarer Energie angetriebenen Fahrzeuge aus zehn Ländern den Gallusplatz.

Zum Kinderfest erhielten alle Schulklassen eine Sonnencrème sowie das Merkblatt «Schutz vor Sonne und Ozon». Im Rahmen der Sonderwoche «Gemeinsam mit Respekt» wurden Workshops mit rund 640 Schüle­rinnen und Schülern des Gewerblichen Berufs­ und Weiterbildungszentrums zum Thema Musiklautstärke und Gehörschutz durchgeführt. 40 Primar-­ und Ober­stufenklassen besuchten je drei Lektionen Energie­ unterricht.

Im Bereich Luftreinhaltung wurde die Sanierung von 20 Tankstellen auf Stadtboden verfügt.

Zum Thema «Strahlungsarmer und leistungsfähiger Mobilfunk» wurden verschiedene Interessierte, darun­ter Städte wie Stuttgart und München, aber auch Süd­tiroler Gemeinden sowie die Forschungsstiftung «Strom und Mobilkommunikation» über das Projekt «St.Galler Wireless» informiert.

In der Gruppe Umwelt der Vereinigung der St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten VSGP wurde angeregt, den Umweltschutzvollzug auf Baustellen analog wie die Baumaler oder Textilreiniger in eine Branchenlösung zu überführen. Erste Signale der betroffenen, früher eher skeptischen Verbände sind ermutigend.

Energiefonds

 201320142015
verfügte Gesuche333251286
neu verfügter Betrag (in CHF 1 000)3 1532 4153 871*
abgeschlossene Gesuche312264284
ausbezahlter Betrag (in CHF 1 000)2 8832 2652 376
Dadurch erzielbare CO2 ­ Reduktion über Nutzungsdauer (in t)41 17939 76236 353
Energieberatungen an Private und Institutionen407461483

* Darin inbegriffen sind die vom Stadtparlament im Berichtsjahr beschlossenen CHF 350 000 für die Einführung der Grüngutabfuhr und ein Betrag von CHF 800 000 für die Heizkraftzentrale Au, der laut Energiefondsreglement dem Anlagenbetreiber zusteht, über welchen das Stadtparlament jedoch erst noch befinden muss.

Per 31. Dezember 2015 beliefen sich die noch nicht ausbezahlten und nicht verjährten Beitragsgutsprachen auf CHF 3 994 433, währenddessen der Energiefonds ein Guthaben von CHF 4 185 288 aufwies. Entspre­chend betrug der Energiefonds-­Saldo + CHF 190 855.

Mobilfunk

 

2013

2014

2015

Mobilfunk-Standorte auf Stadtgebiet

95

92

93

Feuerungskontrolle

 

2013

2014

2015

Zahl der messpflichtigen Feuerungsanlagen

6 965

6 899

6 761

Zahl der offenen Sanierungen

1 007

780

653

Servicespalte

Verwaltung und Politik

Stadt St.Gallen

Rathaus
9001 St.Gallen

Telefon +41 71 224 51 21

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch:

08.30 bis 17.00 Uhr

Donnerstag:

08.30 bis 18.00 Uhr

Freitag:

08.30 bis 16.30 Uhr