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Entsorgung St.Gallen

  • Ist verantwortlich für die Sammlung und Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen sowie für die Bewirtschaftung und Instandhaltung der betreffenden Infrastruktur
  • sichert die umweltgerechte Behandlung und Ableitung von verschmutztem Abwasser aus dem Siedlungsgebiet
  • betreibt das Kehrichtheizkraftwerk (KHK) zur thermischen Abfallbehandlung und Energieproduktion

Kennzahlen

 

Abfallsammlung und Recycling

(Finanzen in CHF 1 000)201320142015
Aufwand7 0346 8676 829
Ertrag7 3947 6647 672
Ertragsüberschuss360797843
Personalbestand1515.215.4

Deponie Tüfentobel

(Finanzen in CHF 1 000)201320142015
Aufwand8 3094 3415 683
Ertrag13 21310 60614 348
Abgeltung an den allgemeinen Haushalt2 5002 5002 200
Einlage Fonds ökologische Ausgleichsmassnahmen1218692
Ertragsüberschuss2 2833 6796 374
Personalbestand6.57.57.5

Gewässerschutz

(Finanzen in CHF 1 000)201320142015
Aufwand18 00218 93018 324
Ertrag21 46119 30619 914
Ertragsüberschuss3 4603761 590
Personalbestand2930.330.7

Kehrichtheizkraftwerk

(Finanzen in CHF 1 000)2013 20142015
Aufwand13 73514 52814 642
Ertrag14 42512 72612 555
Aufwandüberschuss-6901 8022 087
Personalbestand31.531.931.5

Jahresschwerpunkte

Die Vorbereitungsarbeiten zur Umsetzung der Grünabfuhr sind in vollem Gange. Das Stadtparlament hat am 15. September 2015 der Einführung einer flächen­deckenden Grüngutabfuhr in der Stadt St.Gallen zuge­stimmt. Zum Grüngut zählen Speisereste aus Haushal­ten, Rüstabfälle und Gartenabfälle. Die Sammlung soll wöchentlich jeweils am gleichen Tag wie der Hauskeh­richt erfolgen. Das Grüngut wird einer Vergärungsan­lage zugeführt und dort sowohl energetisch (Strom­, Wärme­ oder Gasproduktion) als auch stofflich (Natur­dünger, Bodenverbesserer) verwertet. Für die Finanzie­rung der Grünabfuhr ist eine Kombination aus Grundge­bühren und verursachergerechten Containergebühren vorgesehen. So wurden bis Ende 2015 die Abnahme des Grünguts und die Beschaffung eines Lastwagens mit Low-­Entry-Kabine ausgeschrieben und das Kom­munikationskonzept für die im April 2016 startende Grüngutkampagne erarbeitet.

Das Netz der Unterflurbehälter (UFB) wurde weiter ausgebaut. Ende 2015 standen 300 UFB für die Entsor­gung von Kehrichtsäcken zur Verfügung. Die Erfah­rungen mit den zwei bestehenden Unterflurpresscont­ainern (UFPC) sind sehr gut. Vorteile der UFPC sind die sehr gute Eingliederung ins Stadtbild, hohe Benutzer­freundlichkeit und das grosse Sammelvolumen mit nur einer bis zwei Entleerungen pro Monat. Die Standorte für weitere Unterflurpresscontainer wurden nun be­stimmt und die entsprechenden Vorbereitungen zur Er­stellung sind am Laufen. Der Stadtrat hat im August 2015 eine Projektänderung für die schrittweise  Er­schliessung der Altstadt mit fünf UFPC genehmigt. Seit Juni 2015 ist die Sammelstelle an der Sturzeneggstras­se als Unterflursammelstelle in Betrieb. Die Planungs­arbeiten für den Bau einer Unterflursammelstelle am Neumarkt sind abgeschlossen. Der Baubeginn wird im Frühjahr 2016 sein.

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Gesamtliefer­menge in der Deponie Tüfentobel um 39 Prozent  auf 716 975 Tonnen zu. Besonders markant war der An­stieg bei den Reaktorabfällen um 80 Prozent von 18 830 auf 33 980 Tonnen. Der Hauptgrund der starken Zu­nahme war eine Grossbaustelle, bei welcher Bauabfälle von der Altdeponie Martinsbrugg auf die Deponie Tüfentobel gebracht wurden. Weiterhin schreitet die Verfüllung im Kompartiment für sauberen Aushub schneller voran als geplant. Dieses Kompartiment wird voraussichtlich in vier bis sechs Jahren aufgefüllt sein. Aus diesem Grund wurde eine Verlängerung der Mate­rialtransportbahn «RopeCon» um 200 Meter auf die Endausbaulänge von 1165 Meter notwendig. Das Stadt­parlament hat am 17. November 2015 den Verpflich­tungskredit von CHF 1.51 Mio. für diese Verlängerung erteilt. Diese wird bis anfangs April 2016 umgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Verlängerung der Eindolung Tüfenbach abgeschlossen sein.

Im Rahmen des mehrjährigen Kontrollprogrammes wurden im Jahr 2015 rund 13 Kilometer des öffent­lichen Kanalnetzes mittels Kanalfernsehen aufgenom­men. Im Bereich Stadtentwässerung erfolgten die peri­odischen Aufnahmen des Kanalnetzes im Gebiet östlich der Altstadt bis zum Krontal. Die Auswertung der Auf­nahmen hat gezeigt, dass die Kanäle mehrheitlich in einem guten Zustand sind. Die festgestellten Schäden wurden behoben. Dies erfolgt häufig ohne Aufgrabun­gen mittels Robotertechnik oder durch den Einzug eines neuen Rohres (Inliner). Grössere Sanierungen werden im Rahmen von koordinierten Bauvorhaben mit dem Tiefbauamt ausgeführt.

Im Jahre 2013 wurde im Einzugsgebiet des Pumpwerks Hätterenwald eine Kanalbewirtschaftung der Regenbecken eingeführt. Im Berichtsjahr wurde dieses auf das gesamte Einzugsgebiet der ARA Au er­weitert und die Software für die Systemsteuerung adaptiert. Die Weiterleitungsmengen bei den einzelnen Regenbecken werden nun aufgrund der Füllstände lau­fend neu berechnet und dynamisch an die sich verän­dernden Regenverhältnisse angepasst. Die Verbund­steuerung hat die Einzelsteuerung abgelöst und sorgt dafür, dass nirgends ein Überlauf von Abwasser in die Vorfluter gelangt, solange noch irgendwo freies Speichervolumen vorhanden ist. Dadurch werden die vor­handenen Becken optimal ausgenutzt und die Gewäs­ser soweit als möglich vor überlaufendem Abwasser verschont. Als weiterer Vorteil sind auch keine zusätz­lichen baulichen Massnahmen notwendig.

Nach Abschluss der dritten Sanierungsetappe Abwasserreinigungsanlage (ARA) Hofen wurde mit einem Vorprojekt die vierte und letzte Etappe in Angriff genommen. Der Zeitplan sieht vor, dass bis im Jahre 2017 alle Optimierungen und Sanierungen abgeschlossen sind. Teilweise haben Anlagen und Maschinen ein Alter von über 35 Jahren. Das Parlament hat die vierte Etappe der Sanierung der ARA Hofen mit einem Kos­tenbetrag von CHF 8.2 Mio. gutgeheissen und für den auf die Stadt St.Gallen entfallenden Kostenanteil von CHF 6.8 Mio. einen entsprechenden Verpflichtungs­kredit erteilt. Das fakultative Referendum ist ungenutzt.

Sowohl im Kehrichtheizkraftwerk (KHK) als auch auf der ARA Au laufen die Bauarbeiten für die Erneuerung der Logistikbauten und der Elektroinfrastruktur. Im Berichtsjahr wurden das Schlammentwässerungsgebäude fertig erstellt und die Klärschlammentwässerung mit einem Unterbruch von nur drei Wochen in Betrieb ge­nommen. Der entwässerte Klärschlamm wird nun über Förderbänder bis zum Ofentrichter des KHK geleitet. Ebenfalls fertig erstellt wurden das Elektrogebäude und die Anpassungen der Bunkerlogistik. Für die Bunker­erweiterung, Logistiktrakt und Anlieferhalle sind die Aushubarbeiten im Gange. Der alte Kamin wurde abgebrochen und der neue, mit einer Mündungshöhe von 95 Metern, montiert.

Abfallmengen städtischer Sammeldienst

(in Tonnen)201320142015
Hauskehricht und Sperrgut17 00417 00316 808
Altpapier4 7744 5564 371
Altglas2 4352 4182 531
übrige Abfälle347333345
Total Abfallmengen24 56024 31024 055

 

Brennbare Abfallmengen nach Gebieten (KHK)

(in Tonnen)201320142015
Anlieferungen aus der Stadt St.Gallen42 91837 89637 971
Anlieferungen ausserhalb der Stadt33 16732 81634 236
Total76 08570 71272 2073

 

* Das KHK­-Logistikprojekt bedingte in den Jahren 2014 und 2015 Betriebsunterbrüche, was zu tieferen Tonnagen führte.

Abwasserzuflussmengen

(in m3)201320142015
ARA Hofen10 666 3009 481 9009 534 340
ARA Au8 496 5007 708 5007 725 400
Total Abwasserzuflussmengen19 162 80017 190 40017 259 740

Deponie Tüfentobel

(in Tonnen)201320142015
Sauberer Aushub (inkl. Inertmaterial)769 355483 054666 625
Reaktormaterial26 00318 83033 060
Schlacke aus dem KHK15 23613 54611 736*
Gesamtmenge810 594515 430711 421

 

* Das KHK-­Logistikprojekt  bedingte  in  den  Jahren 2014  und  2015 Betriebsunterbrüche, was zu tieferen Tonnagen führte.

 

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