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Sankt Galler Stadtwerke

  • stellen die Elektrizitäts-, Erdgas-, Fernwärme- und Wasserversorgung in der Stadt St.Gallen sicher
  • sind regionale Erdgasversorgung, von St.Gallen bis an den Bodensee
  • erstellen und betreiben das städtische Glasfasernetz

Personal und Finanzen

(Finanzen in CHF 1 000)201320142015
Aufwand210 712201 310199 719
Ertrag219 212213 310207 555
Ablieferung an allgemeinen Haushalt8 50012 0007 836
Personalbestand261.7258.5262.2

Jahresschwerpunkte

Um die Energieversorgung für die Zukunft zu sichern, ist eine vorausschauende Planung unabdingbar, denn Aus-­ und Umbau der Infrastruktur spielen eine zentrale Rolle. Da sich Investitionen über Jahre und Jahrzehnte auswirken, ist es entscheidend, wann und wo welche Anlagen gebaut werden. Die Sankt Galler Stadtwerke beschäftigen sich deshalb mit einer Reihe von langfris­tig angelegten Projekten, die eine steigende Lebens­qualität bei geringerem Ressourcenverbrauch zum Ziel haben.

Auf die Wärmeversorgung entfallen 41,7 Prozent des Energiebedarfs der Stadt St.Gallen. Das Potenzial, um im Sinne des städtischen Energiekonzepts 2050 die Energieeffizienz zu steigern, ist gross. Die Sankt Galler Stadtwerke arbeiten unter anderem nach wie vor am Ausbau der Fernwärmeversorgung, wo sie den Fokus auf Optimierungen des Kehricht-­Heizkraftwerks und den Bau weiterer Fernwärmezentralen legen.

Auch das St.Galler Glasfasernetz ist für die Umset­zung des Energiekonzepts 2050 von zentraler Bedeu­tung, da es die Voraussetzungen für eine fortschrit­tliche, effiziente und ökologische Stadt schafft. Mit dessen zunehmendem Erschliessungsgrad – derzeit liegt dieser bei über 70 Prozent – nimmt auch die Ent­wicklung der Stadt St.Gallen zu einer Smart City immer konkretere Formen an mit dem Ziel, neben technischen Innovationen auch gesellschaftliche, ökonomische und politische Aspekte zu erfassen.

Elektrizität: Fotovoltaikanlage AFG Arena

Die Sankt Galler Stadtwerke haben für das Dach der AFG Arena die grösste Fotovoltaik-­Anlage der Stadt projektiert, erstellt und diese im Herbst 2015 in Betrieb genommen. Die rund 540 000 kWh Ökostrom, welche ihre 2436 Module jährlich produzieren, werden ins städtische Elektrizitätsnetz eingespeist.

Die in einem Gemeinschaftsprojekt von den Sankt Galler Stadtwerken und der Stadion St.Gallen AG er­stellte Anlage deckt den Strombedarf von rund 145 Haushalten.

Wasser: Sanierung Transportleitung Rorschacher Strasse

Um die Netzstabilität und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, haben die Sankt Galler Stadtwerke seit 2010 in mehreren Teilprojekten die Transportleitung in der Rorschacher Strasse erneuert.

Grund für die Sanierung waren vor allem Rohr­brüche der teilweise aus dem Jahr 1895 stammenden Grauguss-Leitungen. Hinzu kam die Anforderung der Regionalen Wasserversorgung St.Gallen AG, in Not­situationen 32 000 m3/h abdecken zu können, was nun gewährleistet  wird. Neben dem Transport wird  die neue Leitung auch für die Verteilung verwendet.

Erdgas: Entspannungsanlage Hohfirst

Nach dem Auslaufen der Betriebsbewilligung müssen bis Ende 2017 alle Kugelspeicher ausser Betrieb gesetzt werden. Deshalb haben die Sankt Galler Stadtwerke für die Spitzenlast und Unterbruchreserve beim Weiler Hohfirst einen unterirdischen Erdgasröhrenspeicher mit Druckregler­ und Messstation (DRM­Station) gebaut.

Vor der Einspeisung in das Mitteldrucknetz wird der Gasdruck reduziert – ein Prozess, der grosse Mengen Energie freisetzt. Um diese zu nutzen, wurde bei der DRM-­Station ein Blockheizkraftwerk installiert, das jährlich etwa 3 GWh Strom produziert, was den Bedarf von rund 1 200 Haushalten deckt.

Wärme: Optimierung des Gesamtsystems

Seit 1983 wird das Fernwärmenetz erweitert, was zu hydraulischen Verhältnissen geführt hat, die bisher nur manuell regulierbar waren. Damit in Zukunft ein auto­matisierter Betrieb sichergestellt ist, haben die Sankt Galler Stadtwerke 2015 in der Fernwärmezentrale Au Optimierungen vorgenommen.

Mit dem Umbau des Kehricht-­Heizkraftwerks kann die Energie vermehrt als Wärme genutzt werden und die für die Fernwärme zur Verfügung stehende Wärme verdoppelt sich von 12 auf 24 MW. Um den höheren Energiefluss zu gewährleisten, wurden 2015 die Behäl­ter modifiziert und mit neuen Anschlussstutzen ausge­stattet. Abgeschlossen wurde auch der Bau des Blockheizkraftwerks, das Strom produziert und zusätzliche Wärme liefert.

Glasfaser: Pilotbetrieb Smartnet

Mit dem Pilotprojekt Smartnet, welches das Glasfaser­netz ergänzen soll, haben die Sankt Galler Stadtwerke 2015 ein digitales Funknetz getestet, mit dem Strassen­lampen ferngesteuert, Belegungen von Parkplätzen erfasst, Betriebszustände von Maschinen überwacht oder Stromzähler ausgelesen werden können.

Für die Pilotphase haben die Sankt Galler Stadtwerke zwei Anwendungen entwickelt: eine für das Smart Metering und eine zur Temperatur­ und Feuchtigkeits­messung. 2016 soll das Smartnet weiter ausgebaut werden.

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