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Verkehrsbetriebe St.Gallen

  • bieten öffentliche Verkehrsdienstleistungen im Orts-, Agglomerations- und Regionalverkehr an
  • bieten marktgerechte Extrafahrten und andere Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Personentransport an
  • stellen Beschaffung und Unterhalt der infrastrukturellen Grundlagen zur Leis­tungserbringung sicher

Kennzahlen

(Finanzen in CHF 1 000)201320142015
Aufwand 51 71946 060

47 308

Ertrag52 43148 03748 864
Ertragsüberschuss7121 9771 556
Personalbestand277.5272.4272.4

Jahresschwerpunkte

Betrieb und Markt

Auf Anregung von privater Seite prüften die Verkehrs­betriebe St.Gallen eine mögliche Erschliessung des Industriegebietes Schuppis. Mit der Verlängerung der Linie 9 vom Gallusmarkt weiter bis zum Wendeplatz Schuppis vermochte eine kostengünstige Lösung die Be­steller zu überzeugen. Das Zusatzangebot wurde bereits mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 eingeführt.

Das Kinderfest bedeutet für die Verkehrsbetriebe St.Gallen jeweils eine grosse Herausforderung. Einer­seits führt der Umzug zu kurzzeitigen Behinderungen. Andererseits gilt es, zahlreiche zusätzliche Transport­leistungen zu erbringen. Mit grosser Freude leisten die Verkehrsbetriebe ihren Beitrag zum Traditionsanlass.

Als Neuheit im öffentlichen Verkehr der Schweiz wurde im August der SwissPass eingeführt. Mit ihm sollen sich künftig die ÖV­-Kundinnen und ­Kunden mit Generalabonnement oder Halbtax­Abonnement aus­weisen. Die Neuerung führte zu einem deutlich grösseren Aufwand bei der Fahrausweiskontrolle und daher zu mehr Kontrollstunden zur Erfüllung des vom Ost­wind geforderten Kontrollgrades von 0,8 Prozent.

Anfangs des Berichtsjahres präsentierte der Ost­wind die Ergebnisse der jüngsten Kundenzufrieden­heitsumfrage. Die Verkehrsbetriebe St.Gallen vermoch­ten das Gesamtergebnis im Vergleich zur letzten Kundenbefragung auf hohem Niveau um einen Punkt zu verbessern und blieben nur knapp unter dem Wert, der das Prädikat «sehr zufrieden» bedeutet. Weniger erfreulich war im Berichtsjahr der erneute Rückgang der Fahrgastfrequenzen um weitere 1,7 Prozent auf 26 387 000 jährlich oder 72 300 Fahrgäste pro Tag.

Personal und Organisation

Im Berichtsjahr galt es, die Umsetzung des im Projekt «integrierte Sicherheit» erarbeiteten Aktionsplanes an die Hand zu nehmen. Dazu wurde im Januar unter der Leitung der SUVA ein Kaderseminar durchgeführt, um nochmals zu sensibilisieren und das Kader zu befähi­gen, die Umsetzung der Massnahmen wirkungsvoll zu begleiten.

Auch die diesjährige Weiterbildung für Fahrdienst­mitarbeitende stand unter dem Motto Sicherheit. Im Fahrsicherheitstraining wurde der Umgang mit schwie­rigen Situationen geübt und die Mitarbeitenden konnten «erfahren», was es heisst, einen Gelenkbus auf Glatteis zu lenken oder zum Stehen zu bringen.

In einem Kurs zum Thema «Selbstschutz und Tak­tik Gewaltprävention» wurden die Mitarbeitenden der Fahrausweiskontrolle weitergebildet. Die Zielsetzung lautete  «Schutz von Menschen und damit verbunden die Verhinderung von Straftaten».

Um das Potenzial der Mitarbeitenden besser nutzen zu können, wurde im Herbst 2015 unter dem Namen «Ideenmanagement» ein neues Vorschlagswesen (kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP) eingeführt.

Seit längerer Zeit steht fest, dass die über zehn Jahre alte Uniform sowohl bezüglich Design als auch von den Materialien her nicht mehr zeitgemäss ist. Eine Arbeitsgruppe hat deshalb mittels einer Ausschreibung eine neue Uniform aus hochwertigen Materialien und solider Verarbeitung evaluiert. Sie soll sich durch einen hohen Tragkomfort auszeichnen und selbstverständlich über ein modernes und sportliches Aussehen ver­fügen.

Wie bei allen Verkehrsbetrieben ist der Dienstplan auch bei den VBSG ein wichtiges und vieldiskutiertes Thema. Verständlicherweise haben die Mitarbeitenden ein grosses Interesse daran, dass Dienstpläne erstellt werden, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Die Wün­sche und Vorstellungen der Mitarbeitenden im Fahr­dienst sind jedoch naturgemäss sehr vielfältig. Deshalb wurde im Vorfeld der Planung für die neuen Dienst­pläne 2016 eine Umfrage zu den Gestaltungsgrund­sätzen lanciert.

Technik und Umwelt

Das für die Nutzenden des öffentlichen Verkehrs in St.Gallen wohl auffallendste Ereignis des Jahres 2015 waren die Umstellungen am Bahnhofplatz im August. Nach intensiven Planungen mussten die für einen reibungslosen Betrieb nötigen Provisorien erstellt wer­den. Fahrleitungen wurden verschoben und ergänzt, Wartehallen installiert, Billettautomaten an die neuen Haltekanten verschoben, Anzeigen für die Fahrgast­information am neuen Standort platziert und so weiter. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten auf dem Bahnhof­platz verkehren die Trolleybusse nun durchgehend auf der St.Leonhard-Strasse.

Der im Jahr 2014 gestartete Versuch, mit dem EnergyPack, einem Batteriepaket für die Trolleybusse, gewisse Streckenabschnitte ohne Fahrleitung zu fah­ren, wurde Mitte Jahr abgeschlossen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Idee eines fahrleitungslosen Trolleybusbetriebes über den Bahnhofplatz gegenwär­tig nicht realisierbar ist. Die Technik wird aber weiterverfolgt. Als Folge des Entscheides musste die Planung der Fahrleitungen für den neu gestalteten Bahnhofplatz vorangetrieben werden.

Die Autobusflotte ist in ihre zweite Lebenshälfte eingetreten. Bei den Gelenkbussen mussten die Ge­triebe revidiert und die Faltenbälge ersetzt werden. Mit der Neubepolsterung der Fahrgastsitze wurde auch der Innenraum wieder aufgewertet. Das Infotainmentsys­tem wurde ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht.

Im Berichtsjahr wurde der Fahrleitungs­-Abschnitt vom Blumenbergplatz bis zur Peter-­und-­Paul-Strasse saniert. Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit dem Enteisungsfahrzeug haben sich die VBSG entschieden, die Enteisungsanlagen nicht zu erneuern und statt­ dessen ein zweites Enteisungsfahrzeug beschafft, um so auch im Winter für einen reibungslosen Trolleybus­betrieb garantieren zu können.

Im  Rahmen des Projektes Depoterweiterung ist eine intensivere Nutzung der Parzelle ein dringendes Anliegen. Daher wurde die Möglichkeit der Aufsto­ckung der Einstellhalle um einen Bürotrakt geprüft. Im Weiteren konnte mit den Stadtwerken ein Partner ge­funden werden, der grosses Interesse an einem ge­meinsamen Bürostandort hat. Das Projekt wird nun im Rahmen eines Studienauftrages vorangetrieben.

St.Gallen durfte dieses Jahr als Zielort der WAVE, einer Elektrofahrzeug­-Rallye, eine ansehnliche Menge von Elektrofahrzeugen auf dem Gallusplatz begrüssen. Die VBSG nahmen dieses Ereignis zum Anlass, auf der ebenfalls über den Gallusplatz verkehrenden Linie 10 einen Elektrobus einzusetzen. Das Fahrzeug meisterte die Strecke mit Bravour und bewies, dass ein Betrieb von Elektrobussen auf ausgewählten Linien in abseh­barer Zeit durchaus möglich ist.

 201320142015
Fahrgäste27 500 00026 831 00026 387 000
Fahrgäste pro Tag75 30073 50072 300
Fahrzeuge787878

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