Archiv für '2018 Juni'

    Begegnungstag - die Stadtpolizei mittendrin!

    19. Juni 2018 13:13 von Paul Widrig

    Am vergangenen Samstag fand in der Stadt St.Gallen der interkulturelle Begegnungstag statt. Mit von der Partie war natürlich auch die Stadtpolizei St.Gallen. Für diesen grösseren Event wurde Heinz Bucher von seinem stellvertretenden Quartierpolizisten der Innenstadt, Paul Widrig, unterstützt. Mit dem polizeilichen Einsatzwagen waren die beiden Männer an diesem Anlass auf der Marktgasse unterwegs. Bereits um 10 Uhr, herrschte in der Innenstadt ein grosses und buntes Treiben. Überall waren die Standbetreiber damit beschäftigt ihre Essensstände aufzubauen. Nebst dem kulinarischen Angebot, wurde beim Waaghaus und beim Vadian Denkmal für tänzerische sowie musikalische Aufführungen eine Bühne errichtet. Die Polizisten platzierten das Polizeifahrzeug eingangs der Marktgasse. Dort betrieben sie ganztags einen Informationsstand zum Thema Kriminalprävention. 

    Der polizeiliche Einsatzwagen dient am interkulturellen Begegnungstag als Informationsstand.

    Der polizeiliche Einsatzwagen dient am interkulturellen Begegnungstag als Informationsstand.

    Für Bucher und Widrig war es ein wunderschöner Sommertag! In der Luft lag der Geruch von frischem Brot, Käse, Obst und Gemüse. Auch den Duft nach herrlich riechenden Blumen nahmen die Polizisten wahr. Viele Menschen waren bereits am Morgen mit Einkaufstaschen in der Stadt unterwegs. Rund um die Bank Acrevis St. Gallen wurde der Samstag-Markt aufgestellt. Die St.Galler und St.Gallerinnen lieben ihren Markt und kaufen dort gerne die frischen Landprodukte ein.

    Im Laufe des Tages kamen immer mehr Leute an den Begegnungstag. Auch der Informationsstand der Polizei wurde rege aufgesucht. Besucht wurden Bucher und Widrig von neugierigen Kindern, welche den polizeilichen Einsatzwagen besichtigen wollten oder Jugendlichen bzw. Erwachsenen, die sich für den Polizeiberuf interessierten. Als Unterstützung beim Informationsstand halfen zudem zwei Sicherheitsassistentinnen mit. Diese kümmerten sich geduldig und liebevoll um die Kids und erklärten ihnen alles, was der polizeiliche Einsatzwagen zu bieten hat. Ab und zu kam es sogar vor, dass die Kids gar nicht mehr vom Stand weggehen wollten. Als kleines Andenken gaben die Polizisten den Kindern deshalb ein Päckchen Gummibärli mit.

    Paul Widrig informiert die Passanten zum Thema Kriminalprävention.

    Paul Widrig informiert die Passanten zum Thema Kriminalprävention.

    Am Nachmittag suchte ein Radiomoderator vom Powerup-Radio den Informationsstand der Stadtpolizei auf. Er wollte mit einem der Polizisten ein Interview über den interkulturellen Begegnungstag führen. Kein Problem für Heinz Bucher, dachte dieser sich und beantwortete ein wenig nervös die Fragen des Radiomoderators. Der Journalist wollte wissen: Was die Polizei am Begegnungstag macht? Was für Begegnungen der Polizist an diesem Tag habe? Was Bucher sich am Begegnungstag wünsche? Was Bucher von solchen Tagen halte?“ Vor allem sahen Bucher und Widrig am Begegnungstag die kulturelle Vielfalt der Schweiz. Der Anlass ist für die Männer ein schönes Beispiel einer gelungenen Integration. Nach dem Interview durfte sich Heinz Bucher einen Musiktitel auswählen. Er wünschte sich - Welcome to the jungle - von Guns n’Roses.

    Heinz Bucher schwingt das Tanzbein.

    Heinz Bucher schwingt das Tanzbein.

    Gut gelaunt und fröhlich ging es den ganzen Tag so weiter. Bucher und Widrig genossen den Anlass in vollen Zügen. Rückblickend hatten die Polizisten mit den Passanten viele und gute Gespräche. Bucher wurde sogar von einer Frau zum Tanz aufgefordert. Sofort schwang er zur Musik das Tanzbein und animierte die Leute um ihn herum, mit den Händen zu klatschen. Am Abend waren Bucher und Widrig sehr zufrieden mit dem Tag! Beide wünschten sich, dass alle Anlässe in der Stadt St. Gallen so friedlich und fröhlich abliefen. 

    Quartierpolizist Paul Widrig 
    Grossacker/Krontal/Neudorf

     

    Peruanische Fans bringen Feststimmung nach St.Gallen

    05. Juni 2018 17:27 von Thomas Christen

    Am Sonntag standen der Kybunpark und dessen Umgebung ganz im Zeichen der Farben Rot und Weiss. Nicht, weil die Schweizer Fussballnationalmannschaft dort ein Spiel bestritt. Nein. Es war das peruanische Nationalteam, das sich im Rahmen eines Vorbereitungsspiels für die bald beginnende Weltmeisterschaft in Russland mit dem Team aus Saudi Arabien in St.Gallen gemessen hat. Den südamerikanischen Zauber, welchen die zahlreich angereisten peruanischen Fans in St.Gallen versprühten, lag bereits zur Mittagszeit in der Luft. Das Spiel begann zwar erst um 20 Uhr, doch die angereisten Fans nutzten den gesamten Nachmittag, um zu lautstarker Musik zu tanzen und zu feiern.

    Textalternative zum Video

    Das freudige Fussballereignis stellte die Stadtpolizei und mich als Quartierpolizist von Winkeln vor grössere Herausforderungen - zumal parallel im Gründenmoos am CSIO die letzten Wettkämpfe ausgetragen wurden. Somit war ich heute stärker denn je auf die gute Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen angewiesen. Denn schliesslich schaute ich auch immer wieder am CSIO nach dem Rechten.

    Für die klare Aufgabenverteilung und die Beseitigung aller Unklarheiten versammelten wir uns zu unserem ersten Abspracherapport. Hierbei klärten wir, wo die eintreffenden Reisebusse eingewiesen werden oder wer sich wo positioniert. Da wir ein vorwiegend friedliches Fussballfest erwarteten, konzentrierten wir uns primär darauf, dass die beiden Events, Fussballspiel und CSIO, ungestört voneinander stattfinden konnten und dass die Verkehrslage jederzeit unter Kontrolle war.

    Fanaufmarsch im Kybunpark. Wir sicherten die Lage und den Verkehr.

    Fanaufmarsch im Kybunpark. Wir sicherten die Lage und den Verkehr.

    132 Reisebusse brachten die peruanischen Fans aus verschiedensten Ländern Europas nach St.Gallen. Hierfür war ein vorgängig intensiv ausgearbeitetes Verkehrskonzept seitens der Stadtpolizei notwendig. Um die Masse der Busse zu stemmen, mussten einzelne Parkplätze für Autos aufgehoben und einige Besitzer für die Nutzung von Privatparkplätzen angefragt werden. Sowohl die Signalisierung als auch die Einweisung der Reisebusse verliefen ohne Probleme.

    Kurz nach 17:30 Uhr versammelten sich einige hundert peruanische Fans in der Nähe vom Bahnhof Winkeln zu einem Fanmarsch. Die Fans hüpften und tanzten in fröhlicher Manier zu lateinamerikanischen Gesängen entlang der Herisauerstrasse bis zum Kybunpark. Wir sorgten dafür, dass die Strasse zu diesem Zeitpunkt verkehrsfrei blieb und dass die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet war.

    Wir positionierten uns anlässlich des Fanmarsches.

    Wir positionierten uns anlässlich des Fanmarsches.

    Kurz vor Matchbeginn leerte sich die Plattform ums Stadion merklich. Der Lärm und somit die Menschenmassen verlagerten sich ins Stadioninnere, was uns eine kurze Verschnaufpause ermöglichte. Wir begaben uns in unsere wohlverdiente Pause und rekapitulierten die Phase vor dem Spiel. Der nächste Abspracherapport, der die Phase nach dem Spiel thematisierte, stand direkt nach unserer Verpflegungspause an. Das Ziel war es, die gute Arbeit vor Spielbeginn zu wiederholen.

    Als die Stadionuhr schliesslich nur noch einige Minuten Restspielzeit anzeigte, waren wir alle wieder auf unseren Posten positioniert. In dieser Phase war es wichtig, dass das Stadion reibungslos geleert wird und die Verkehrslage vor dem Stadion nicht kollabierte. Zudem sollten die Fans sicher und schnell zu ihren Reisebussen gelangen.

    Die Fanklänge verstummten aber auch mit dem Schlusspfiff nicht – es gab schliesslich auch einen 3:0-Sieg der peruanischen Equipe zu feiern. So jubelten auch zu diesem Zeitpunkt noch hunderte Fans ausgiebig auf der Treppe beim Haupteingang. Während die einen also noch nicht den direkten Heimweg anvisierten und weiterhin „grande fiesta“ machten, waren den anderen die Strapazen des langen Tages ins Gesicht geschrieben. Beim Verlassen des Stadions schauten mich dann auch oftmals ahnungslose Gesichter an, die auf der Suche nach ihrem Reisebus oder dem Bahnhof waren. Trotz der sprachlichen Barriere gelang der Informationsaustausch und somit konnte ich vielen auf ihrem Heimweg behilflich sein. In einem Fall konnten wir sogar dazu beitragen, dass die Fahrgäste eines defekten Busses verpflegt und mit einem Ersatzbus zurück nach Mailand reisen konnten.

    Wir haben gewonnen! Die Fans feiern den Sieg der peruanischen Nationalmannschaft.

    Wir haben gewonnen! Die Fans feiern den Sieg der peruanischen Nationalmannschaft.

    Nachdem die letzten Fans, die vor ihrer Heimreise noch auf die Ausfahrt des Mannschaftscars gewartet hatten, das Areal verliessen, hiess es für uns Feierabend. Wir können auf einen friedlichen und erfolgreichen Einsatz zurückblicken.

    Uns war es ein Anliegen, dass die beiden sportlichen Events, die unweit voneinander stattgefunden haben, ohne jeweilige Beeinträchtigung über die Bühne gingen. Wir können mit Stolz sagen, dass uns dies gelungen ist.

    Quartierpolizist Winkeln

    Thomas Christen