Archiv für '2019 Oktober'

    Somalischer Dachverband zu Gast bei der Stadtpolizei

    21. Oktober 2019 14:57 von Paul Widrig

    Am Mittwochnachmittag, 9. Oktober 2019, besichtigten 30 Somali unter der Leitung von Frau Leyla Kanyare die Stadtpolizei St.Gallen. Frau Kanyare ist die Präsidentin des somalischen Dachverbandes St.Gallen. Sie setzt sich aktiv für die Integration der Somali in die schweizerische Gesellschaft ein.

    Integration ist auch in der Quartierarbeit ein zentrales Thema. Regelmässiger Informationsaustausch in Form von Führungen, Podiumsgesprächen sowie Vorträge gehören zu unserer Arbeit als Quartierpolizisten. Damit möchten wir das gegenseitige Vertrauen und Verständnis fördern. So kann es vorkommen, dass man an Festtagen wie Ramadan oder Bayram auch Uniformen in den Moscheen sieht.

    Offenheit beruht auf Gegenseitigkeit

    So besichtigten am 9. Oktober 2019 dreissig Somali die Stadtpolizei St.Gallen. Kurt Würth und ich zeigten den Besucherinnen und Besuchern zuerst einen Kurzfilm über die Stadtpolizei. Das Interesse an der Arbeit der Polizei war gross und Kurt und ich waren beschäftigt die vielen Fragen zu beantwortet. Danach starteten wir mit der Besichtigung, nebst dem Informationsschalter zeigten wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Führung die Einsatzzentrale, die Zellen im Gewahrsamsraum und zuletzt die Polizeigarage mit unseren Einsatzfahrzeugen. Das Interesse der Somali ist so gross, dass bereits für den 29. November 2019 die nächste Führung geplant ist. Bei Interesse können Gruppenführungen auf der städtischen Website angefragt werden.

    Der somalische Dachverband mit den beiden Quartierpolizisten.

    Feedback der Besucherinnen und Besucher

    «Im Namen des somalischen Dachverbandes möchten wir uns ganz herzlich bei den beiden Quartierpolizisten Kurt Würth und Paul Widrig bedanken», schreibt Frau Bella Glinski in ihrem Dankesschreiben. Im Speziellen dankt sie für die Zusammenarbeit und die Zeit die bei der somalischen Community investiert wird. Weiter schreibt sie: „Durch den Einblick in die tägliche Arbeit der Polizei kann nun vieles nachvollzogen werden. Die Tätigkeit der Polizei wird oftmals als selbstverständlich angesehen, dabei ist sie sehr aufwendig und auch gefährlich.“ Der Tag zusammen mit der somalischen Community war eine äusserst beeindruckende und lehrreiche Erfahrung für beide Seiten.

    Via Umleitung zu den Steinböcken

    09. Oktober 2019 15:12 von Andreas Bissegger

    Dort wo sich Luchs und Murmeltier gute Nacht sagen, auf 780 Meter über Meer, im östlichen Teil der Stadt St.Gallen, dort befindet sich der Wildpark Peter und Paul. Urväter von St.Gallen gründeten den Park zur Aufzucht und Wiederansiedlung der einheimischen Steinböcke. Heutzutage ist es ein beliebter Ausflugsort für St. Gallerinnen und St. Galler. 

    Plan des Wildparks

    Der Weg zum Wildpark führt über die Kirchlistrasse. Bis Ende November wird die Strasse saniert. Die Baustelle erschwert die Durchfahrt und eine Umleitung ist signalisiert. Manchmal spielen Nachtbuben einen Streich und verstellen die Signalisationen. Damit keine Unfälle passieren und der Verkehr nicht behindert wird, kontrolliere ich regelmässig, ob die Tafeln noch am richtigen Ort stehen.

    Der Quartierpolizist kontrolliert die Verkehrssignale

    Auf dem Parkplatz des Wildparks angekommen, begrüsst mich die Leiterin des Parkwärterteams, Regula Signer. Zusammen begeben wir uns auf einen Rundgang durch den Wildpark. Hier treffen wir auf viele Kinder. Sie rennen an den Gehegen entlang, beobachten die Tiere oder turnen auf dem Spielplatz.

    Kinder auf dem Spielplatz

    «Wir sind froh um die polizeiliche Präsenz», betont Regula. Der Wildpark blieb bislang vor Vandalen verschont. Vielleicht auch weil der Park, nicht wie andere Naherholungsgebiete, mit dem öffentlichen Verkehr nicht erreichbar ist. Trotzdem sei es schon vorgekommen, dass in eine Hütte eingebrochen wurde und die Täter eine Maschine demoliert haben. «Sie wollten wohl dem dabei gewesenen Mädchen imponieren», meint die Wildtierpflegerin. Alle wurden damals erwischt und den Schaden haben sie aus ihrem eigenen Geld bezahlt.

    Regula Signer im Gespräch mit Andreas Bissegger

    Ein häufigeres Problem sind freilaufende Hunde. Diese erschrecken die Tiere. Einige Male schon habe sich ein Hund über einen Fuchsbau Zutritt in ein Gehege verschafft und die Hirsche umhergejagt. Das ist der Grund, wieso seit einiger Zeit im Wildpark überall Leinenpflicht herrscht.

    Steinbock auf dem Felsen.

    Die Hemmschwelle die Polizei anzurufen ist gross. Darum schätz Regula die Quartierarbeit, «es ist ein ganz anderes Anrufen, wenn man jemanden kennt.». Ihr Anliegen ist, dass die Zufahrt zum Tierpark immer freigehalten wird. «Im Notfall müssen die Rettungsfahrzeuge jederzeit in den Park fahren können.»

    Die Stadtpolizei wird regelmässig Kontrollen durchführen und Falschparker konsequent büssen.