Vorbereitet für den Katastrophenfall

    22. November 2019 12:00 von Kurt Würth

    Am 4. November war einiges los im Bruggen Quartier. Die Soldaten des Rettungsbataillon 4 der Schweizer Armee zeigten unter der Leitung des Zugführers Oberleutnant Michael Keller, unterstützt durch die Oberleutnants Raphael Erb und Lorin Landolt in einer Übung ihr Können. Ich war als Quartierpolizist bei der Übung dabei und sorgte für einen reibungslosen Verkehrsfluss.

    Wasserleitungen werden gelegt.

    Die WK-Soldaten des 3. Zuges der Rettungskompanie 4/3 hatten am 4. November in St.Gallen ein Ereignis im Rahmen einer Übung zu bewältigen. Die Ausgangslage war eine Zugentgleisung eines Güterzuges kurz nach dem Bruggen Bahnhof. Dabei seien die Waggons in Feuer geraten und würden nun das angrenzende Wohngebiet gefährden. Die Berufsfeuerwehr St.Gallen bekämpfe das Feuer bereits mit einem Grossaufgebot. Das Hydrantennetz stosse an die Belastungsgrenzen und der Feuerwehr drohe das Löschwasser auszugehen. Infolgedessen wurde beim kantonalen Führungsstab die Unterstützung der Armee beantragt. Umgehend begab sich ein Rettungszug, bestehend aus 35 Soldaten, aus dem Bereitschaftsraum Rüthi SG, in die Kantonshauptstadt. Ihre Aufgabe bestand darin, Wasser von der Sitter zu den Gleisen zu pumpen. Damit soll der Feuerwehr die Wasserversorgung zur Bekämpfung des Feuers gewährleistet werden, sollte das Hydrantennetz zusammenbrechen.

    Wasserbecken wird aufgestellt.

    Keine einfache Angelegenheit, kennt man das steile Gelände des Sittertobels. Der Rettungszug zog Leitungen von der Wägenwald- via Kräzern auf die Lehnstrasse bis zur Unterführung der Gleise. Dort bauten die Soldaten ein grosses Wasserbecken zur Wasserversorgung auf. Der Aufbau ging schnell, jeder Griff sass und der Chauffeur manövrierte den Lastwagen gekonnte auf der schmalen Strasse hin und her. Schlussendlich wurde das Becken mit 50`000 Liter Wasser gefüllt. Das Wasser musste von der Sitter her über die 950 Meter lange Wasserleitung mit 11 Bar Druck die 60 Meter Höhendifferenz hochgepumpt werden.

    Wasser aus der Sitter wird ins Becken hochgepumpt.

    Ich selbst durfte an der Übung als Quartierpolizist beiwohnen. Nicht als Zuschauer, sondern als Unterstützung der Truppe. So trug ich die Verantwortung für die Verkehrsregelung auf der Kräzernstrasse. Dadurch konnten die Soldaten ihren Auftrag ungehindert ausführen. Zusätzlich konnte damit ein Verkehrschaos verhindert werden, wodurch im Ernstfall die Rettungswege freigehalten werden können. Hierbei unterstützen mich einige der Soldaten. Die einen regelten den Verkehr und die anderen sicherten ihre Kameraden mit ihren Sturmgewehren ab. Ein Hinterhalt durch Sabotage kann in einer Sonderlage schlussendlich nie ganz ausgeschlossen werden. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen der Armee und der Polizei konnte die Übung ohne Zwischenfälle erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem hatten die öffentlichen Verkehrsbetriebe keine Verzögerungen zu verzeichnen.

    Das Löschwasser steht parat.

    Ich selbst durfte an der Übung als Quartierpolizist beiwohnen. Nicht als Zuschauer, sondern als Unterstützung der Truppe. So trug ich die Verantwortung für die Verkehrsregelung auf der Kräzernstrasse. Dadurch konnten die Soldaten ihren Auftrag ungehindert ausführen. Zusätzlich konnte damit ein Verkehrschaos verhindert werden, wodurch im Ernstfall die Rettungswege freigehalten werden können. Hierbei unterstützen mich einige der Soldaten. Die einen regelten den Verkehr und die anderen sicherten ihre Kameraden mit ihren Sturmgewehren ab. Ein Hinterhalt durch Sabotage kann in einer Sonderlage schlussendlich nie ganz ausgeschlossen werden. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen der Armee und der Polizei konnte die Übung ohne Zwischenfälle erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem hatten die öffentlichen Verkehrsbetriebe keine Verzögerungen zu verzeichnen.

    Somalischer Dachverband zu Gast bei der Stadtpolizei

    21. Oktober 2019 14:57 von Paul Widrig

    Am Mittwochnachmittag, 9. Oktober 2019, besichtigten 30 Somali unter der Leitung von Frau Leyla Kanyare die Stadtpolizei St.Gallen. Frau Kanyare ist die Präsidentin des somalischen Dachverbandes St.Gallen. Sie setzt sich aktiv für die Integration der Somali in die schweizerische Gesellschaft ein.

    Integration ist auch in der Quartierarbeit ein zentrales Thema. Regelmässiger Informationsaustausch in Form von Führungen, Podiumsgesprächen sowie Vorträge gehören zu unserer Arbeit als Quartierpolizisten. Damit möchten wir das gegenseitige Vertrauen und Verständnis fördern. So kann es vorkommen, dass man an Festtagen wie Ramadan oder Bayram auch Uniformen in den Moscheen sieht.

    Offenheit beruht auf Gegenseitigkeit

    So besichtigten am 9. Oktober 2019 dreissig Somali die Stadtpolizei St.Gallen. Kurt Würth und ich zeigten den Besucherinnen und Besuchern zuerst einen Kurzfilm über die Stadtpolizei. Das Interesse an der Arbeit der Polizei war gross und Kurt und ich waren beschäftigt die vielen Fragen zu beantwortet. Danach starteten wir mit der Besichtigung, nebst dem Informationsschalter zeigten wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Führung die Einsatzzentrale, die Zellen im Gewahrsamsraum und zuletzt die Polizeigarage mit unseren Einsatzfahrzeugen. Das Interesse der Somali ist so gross, dass bereits für den 29. November 2019 die nächste Führung geplant ist. Bei Interesse können Gruppenführungen auf der städtischen Website angefragt werden.

    Der somalische Dachverband mit den beiden Quartierpolizisten.

    Feedback der Besucherinnen und Besucher

    «Im Namen des somalischen Dachverbandes möchten wir uns ganz herzlich bei den beiden Quartierpolizisten Kurt Würth und Paul Widrig bedanken», schreibt Frau Bella Glinski in ihrem Dankesschreiben. Im Speziellen dankt sie für die Zusammenarbeit und die Zeit die bei der somalischen Community investiert wird. Weiter schreibt sie: „Durch den Einblick in die tägliche Arbeit der Polizei kann nun vieles nachvollzogen werden. Die Tätigkeit der Polizei wird oftmals als selbstverständlich angesehen, dabei ist sie sehr aufwendig und auch gefährlich.“ Der Tag zusammen mit der somalischen Community war eine äusserst beeindruckende und lehrreiche Erfahrung für beide Seiten.