Wochenserie 5/5: Berufsbild «Quartierpolizist»

    09. August 2019 10:00 von Paul Widrig

    Die Quartierpolizisten sind fest einem der acht Quartieren in der Stadt St.Gallen, oder auch genannt Reviere, zugeteilt.  Der Arbeitsort des Quartierpolizisten ist entsprechend nicht das Büro auf der Hauptwache der Stadtpolizei St.Gallen, sondern primär das Quartier beziehungsweise das Revier selbst. Täglich vor Antritt seines Patrouillenganges orientiert er sich über die aktuelle Lage. Er informiert sich über die geschehenen Ereignisse, die anstehenden Veranstaltungen, was für Quartieranliegen vorliegen sowie wo Probleme bekannt sind und vermehrte Polizei-Präsenz gefordert ist.

    Der Quartierpolizist ist der erste Ansprechpartner für die Bevölkerung sowie für Gewerbe, Vereine, Schulen und weitere Institutionen im Quartier. In erster Linie baut der Quartierpolizist auf sein Vermittlungsvermögen im persönlichen Gespräch auf. Der Quartierpolizist ist damit sehr nah bei den Bürgerinnen und Bürgern und er ist ein Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Der Quartierpolizist geht mit offenen Augen in sein zugeteiltes Revier. Er beobachtet, klärt, vermittelt, bereinigt Missstände und Probleme. Wenn er diese nicht selbst lösen kann, meldet er die Vorfälle an die zuständige Stelle weiter.

    Gute Quartierkenntnisse sind für den Quartierpolizisten wichtig. Sie gehören zu den Voraussetzungen für die eigenverantwortliche Tätigkeit. Dieses Wissen kann sich ein Quartierpolizist aber nur aneignen, wenn er mit möglichst vielen Bürgern Kontakt pflegt. Quartierkenntnisse helfen dem Quartierpolizisten Tendenzen und Strömungen zu analysieren und zu beurteilen.

    Beginn und Ende des Fusspatrouillenganges bestimmt der Quartierpolizist in der Regel selbst. Seine Arbeit verrichtet er stets uniformiert und bewaffnet. Zu seiner Ausrüstung gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.  

    Der Quartierpolizist ist an Wochentagen vormittags und nachmittags in seinem Revier unterwegs. Er arbeitet aber auch mal abends, am Wochenende oder an Feiertagen.

    Quartierpolizisten sind stets uniformiert und ausgerüstet.

    Quartierpolizisten sind stets uniformiert und ausgerüstet.

    Zur Ausrüstung eines Quartierpolizisten gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.

    Zur Ausrüstung eines Quartierpolizisten gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.

    Der Quartierpolizist ist überall dort anzutreffen, wo sich Menschen aufhalten. Von Kindergärten über Einkaufszentrum bis hin zum Suppentag der Kirche. Der Quartierpolizist soll der Bevölkerung die Gewissheit geben, dass im Quartier ein verständnisvoller, polizeilicher Berater anwesend ist.

    In polizeilich wichtigen Angelegenheiten steht der Quartierpolizist mit Rat und Tat zur Seite.

    Quartierpolizisten sind dort unterwegs, wo sich die Leute aufhalten.

    Quartierpolizisten sind dort unterwegs, wo sich die Leute aufhalten.

    Wochenserie 4/5: Zu schnelles Fahren in Tempo-30-Zone

    08. August 2019 11:30 von Paul Widrig

    Durch den engen Kontakt mit den Bürgern im Quartier, kann der Quartierpolizist Bedürfnisse schnell abholen und Massnahmen einleiten. Ein weiteres Praxisbeispiel:

    Anwohner im Quartier melden einem Quartierpolizisten, dass in einer Tempo-30-Zone über die Mittagszeit jeweils zu schnell gefahren wird. Nach einer kurzen Rücksprache mit den Anwohnern, führt der Quartierpolizist Erhebungsmessungen in der entsprechenden Tempo-30-Zone durch. Aufgrund dieser Ergebnisse kann er die Lage beurteilen und entsprechende Massnahmen einleiten.

    Mit dem Messgerät können Geschwindigkeitsübertretungen schnell und einfach festgestellt werden.

    Mit dem Messgerät können Geschwindigkeitsübertretungen schnell und einfach festgestellt werden.

    Wenn immer an der gleichen Stelle die Geschwindigkeitsübertretungen die Toleranzgrenze überschreiten, werden dort vermehrt Geschwindigkeitskontrollen durch die Verkehrspolizei durchgeführt. Je nach Situation können bauliche Massnahmen in Betracht gezogen werden, damit die Geschwindigkeit und die Verkehrssicherheit wieder gewährleistet werden kann.

    Nachdem der Quartierpolizist die Lage beurteilt hat, erhalten der Quartierverein und die Meldeerstatter ein Feedback. Die Geschwindigkeiten wurden in dieser Tempo-30-Zone wirklich überschritten und entsprechend konnte man Geschwindigkeitskontrollen einführen.

    Mit solchen unbürokratischen, präventiven Massnahmen konnte das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung verbessert werden.