Baum fällt!

    09. Juni 2020 11:27 von Christoph Graf

    Am Freitag, 29. Mai 2020, mussten an der Fluhstrasse, im Bereich der Mühlenschlucht, diverse Bäume gefällt werden. Kurz nach 7 Uhr traf ich mich, als zuständiger Quartierpolizist, mit den Mitarbeitern der beauftragten Firma, um den Tagesablauf zu besprechen. Vorausgegangen waren Abklärungen betreffend «Krankheitsbild» der zu fällenden Bäume sowie die Information der Anlieger, Anwohnenden und den Geschäften. Für die Arbeiten musste die Fluhstrasse ganz gesperrt werden. Die Fussgänger wurden via Mühlenstrasse umgeleitet.

    Nach erfolgter Begutachtung der Situation konnte die abgesperrte Örtlichkeit den wartenden Arbeitern übergeben werden.

    Nach erfolgter Begutachtung der Situation konnte die abgesperrte Örtlichkeit den wartenden Arbeitern übergeben werden.

    Die vorher durch den verantwortlichen Förster orange markierten Bäume wurden zügig gefällt und mit entsprechenden Gerätschaften aus der steilen Mühlenschlucht gehievt.

    Die vorher durch den verantwortlichen Förster orange markierten Bäume wurden zügig gefällt und mit entsprechenden Gerätschaften aus der steilen Mühlenschlucht gehievt.

    Den Anwohnenden, Passanten und Neugierigen wurden vor Ort die sich im Gange befindlichen Arbei-ten erklärt. So konnten die Fragen zeitnah und kompetent beantwortet werden.

    Den Anwohnenden, Passanten und Neugierigen wurden vor Ort die sich im Gange befindlichen Arbeiten erklärt. So konnten die Fragen zeitnah und kompetent beantwortet werden.

    Kurz vor Mittag waren die bezeichneten Bäume, mehrheitlich von einer Krankheit befallenen Eschen, aus der Mühlenschlucht geborgen und auf der Fluhstrasse deponiert.

    Kurz vor Mittag waren die bezeichneten Bäume, mehrheitlich von einer Krankheit befallenen Eschen, aus der Mühlenschlucht geborgen und auf der Fluhstrasse deponiert. Dort wurde das Holz zerkleinert und auf die bereitstehenden Holztransporter aufgeladen.

    Nach der Strassenreinigung, im Verlauf des Nachmittages, konnte die Fluhstrasse wieder für den allgemeinen Verkehr geöffnet werden. Die Arbeiten verliefen auch dank guter Vorbereitung und problemloser Zusammenarbeit vor Ort ohne Zwischenfälle.

    Lebenszeichen aus der Selbstisolation

    07. April 2020 15:44 von Paul Widrig

    Ich denke heute an die vielen, die jetzt zu Hause bleiben müssen. Kollegen, die im HomeOffice arbeiten, Personen die über 65 Jahre alt sind, allgemeine Risikogruppen und solche, die am neuen Coronavirus erkrankt sind oder vorsorglich in Selbstisolation leben.

    Wäre ich in dieser Situation, würden mir folgende Fragen durch den Kopf gehen: Wie geht’s nun weiter? Was mache ich mit den Kindern - als Familie? Wer kauft nun für mich ein? Kann ich weiterhin meinen Beruf ausüben? Soll ich noch spazieren gehen? Das Gefühl, eingesperrt in den eigenen vier Wänden zu sein, kann längerfristig zur Belastung werden. Der Kontakt zur Aussenwelt findet nur noch über Telefon, WhatsApp und Skype statt.

    Mein Arbeitskollege und Freund gehört zur sogenannten Risikogruppe. Täglich bin ich mit ihm via WhatsApp oder Telefon in Kontakt. Dabei erkundige ich mich nach seinem Wohlbefinden. Er lebt zusammen mit seiner fünfköpfigen Familie in einer 5 ½ Zimmer-Wohnung. Ich fragte ihn, wie er sich momentan fühlt.

    „Mir fällt manchmal fast die Decke auf den Kopf! Es ist das Plötzliche, Ungewohnte, Unvorbereitete, ja fast Unwahre – bei uns in der heilen Schweiz. Es fällt mir schwer, in der unfreiwilligen häuslichen Isolation zu leben. Ich fühle mich beengt. Das Coronavirus ist ein unberechenbarer und unsichtbarer Feind für meine Gesundheit. Meine persönliche Freiheit und meine sozialen Kontakte sind eingeschränkt. Gut, ich kann Einkaufen gehen oder mit dem Hund eine kleine Runde drehen. Ungewohnt für mich ist, dass nun alle einen Sicherheitsabstand zueinander nehmen. Aber in diesen Zeiten einfach ein absolutes Muss. Mich beschäftigt, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Es ist ein Gefühl der Unsicherheit, von der übrigen Gesellschaft ausgegrenzt zu sein. Ich sorge mich um meine eigene Gesundheit, um die meiner Familie und Freunde. Hin und wieder kämpfe ich auch mit der Angst vor und der Hilflosigkeit gegnüber dem Virus. Mir fehlen die persönlichen sozialen Kontakte mit meinen Mitmenschen. Schön, dass ich Freunde und Bekannte habe, die sich um mich kümmern.“

    Paul Widrig beim Lesen eines Buches.

    Zu Hause liest Paul gerne ein Buch. Da vergeht die Zeit auch, wenn man nicht raus kann..

    Momentan bin ich als Vater selber betroffen. Meine Tochter steht seit dieser Woche unter Selbstisolation. Sie leidet unter den typischen Krankheitsanzeichen. Zu wissen, dass sie Atemnot hat und ich nicht bei Ihr sein kann, belastet mich sehr. Ich fragte meine Tochter, wie ihr Tag in der Isolation verlaufe.

    „Also… mein alltäglicher Stress ist mittlerweile komplett vergessen. Ich glaube, meine Wohnung habe ich schon mehrmals von oben bis unten komplett gereinigt. Am Morgen stehe ich erst auf, wenn ich einigermassen munter bin, denn ich schlafe zurzeit nicht sonderlich gut. Ich muss am Morgen ja auch keinen Wecker für die Arbeit stellen. Langsam kommt dann die Langeweile durch. Zum Glück habe ich eine Katze, die mir Gesellschaft leistet. TV und Internet sind für mich da schon eine willkommene Abwechslung. Die Isolation ist für mich nicht nur Selbstschutz, sondern auch ein notwendiger Schutz vor der Weiterverbreitung. Ich finde die Massnahmen in Ordnung. Es sollten sich alle daran halten, nicht nur jene, die schon krank sind.“

    Katze

    Die Katze von Pauls Tochter: Auch tierische Gesellschaft verhindert, dass man sich einsam fühlt.

    Wichtig dürfte sein, sich eine Tagesstruktur zu geben und sich realistische Ziele zu setzen. Man sollte sich überlegen, wie man seine Zeit sinnvoll ausfüllen kann. Mann kann Dinge tun, zu denen man vorher vielleicht nicht gekommen ist: Denkspiele, Puzzles, ein Buch lesen, Musik hören oder selber musizieren, etwas Handwerkliches – Hauptsache ist, mental fit zu bleiben und etwas Bewegung zu haben. Der aktive Kontakt zu Familie, Freunden und Bekannten soll gepflegt werden, biespielsweise via Telefon, WhatsApp oder Skype. Gerade der Kontakt mit Familie und Freunden kann helfen, dass einem die Decke nicht so schnell auf den Kopf fällt. Der Fokus sollte nicht auf dem liegen was nicht möglich ist. Schätzen sollte man hingegen, die Entschleunigung die der Lockdown und die Selbstisolation mit sich bringen.