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    Via Umleitung zu den Steinböcken

    09. Oktober 2019 15:12 von Andreas Bissegger

    Dort wo sich Luchs und Murmeltier gute Nacht sagen, auf 780 Meter über Meer, im östlichen Teil der Stadt St.Gallen, dort befindet sich der Wildpark Peter und Paul. Urväter von St.Gallen gründeten den Park zur Aufzucht und Wiederansiedlung der einheimischen Steinböcke. Heutzutage ist es ein beliebter Ausflugsort für St. Gallerinnen und St. Galler. 

    Plan des Wildparks

    Der Weg zum Wildpark führt über die Kirchlistrasse. Bis Ende November wird die Strasse saniert. Die Baustelle erschwert die Durchfahrt und eine Umleitung ist signalisiert. Manchmal spielen Nachtbuben einen Streich und verstellen die Signalisationen. Damit keine Unfälle passieren und der Verkehr nicht behindert wird, kontrolliere ich regelmässig, ob die Tafeln noch am richtigen Ort stehen.

    Der Quartierpolizist kontrolliert die Verkehrssignale

    Auf dem Parkplatz des Wildparks angekommen, begrüsst mich die Leiterin des Parkwärterteams, Regula Signer. Zusammen begeben wir uns auf einen Rundgang durch den Wildpark. Hier treffen wir auf viele Kinder. Sie rennen an den Gehegen entlang, beobachten die Tiere oder turnen auf dem Spielplatz.

    Kinder auf dem Spielplatz

    «Wir sind froh um die polizeiliche Präsenz», betont Regula. Der Wildpark blieb bislang vor Vandalen verschont. Vielleicht auch weil der Park, nicht wie andere Naherholungsgebiete, mit dem öffentlichen Verkehr nicht erreichbar ist. Trotzdem sei es schon vorgekommen, dass in eine Hütte eingebrochen wurde und die Täter eine Maschine demoliert haben. «Sie wollten wohl dem dabei gewesenen Mädchen imponieren», meint die Wildtierpflegerin. Alle wurden damals erwischt und den Schaden haben sie aus ihrem eigenen Geld bezahlt.

    Regula Signer im Gespräch mit Andreas Bissegger

    Ein häufigeres Problem sind freilaufende Hunde. Diese erschrecken die Tiere. Einige Male schon habe sich ein Hund über einen Fuchsbau Zutritt in ein Gehege verschafft und die Hirsche umhergejagt. Das ist der Grund, wieso seit einiger Zeit im Wildpark überall Leinenpflicht herrscht.

    Steinbock auf dem Felsen.

    Die Hemmschwelle die Polizei anzurufen ist gross. Darum schätz Regula die Quartierarbeit, «es ist ein ganz anderes Anrufen, wenn man jemanden kennt.». Ihr Anliegen ist, dass die Zufahrt zum Tierpark immer freigehalten wird. «Im Notfall müssen die Rettungsfahrzeuge jederzeit in den Park fahren können.»

    Die Stadtpolizei wird regelmässig Kontrollen durchführen und Falschparker konsequent büssen.

    Wochenserie 5/5: Berufsbild «Quartierpolizist»

    09. August 2019 10:00 von Paul Widrig

    Die Quartierpolizisten sind fest einem der acht Quartieren in der Stadt St.Gallen, oder auch genannt Reviere, zugeteilt.  Der Arbeitsort des Quartierpolizisten ist entsprechend nicht das Büro auf der Hauptwache der Stadtpolizei St.Gallen, sondern primär das Quartier beziehungsweise das Revier selbst. Täglich vor Antritt seines Patrouillenganges orientiert er sich über die aktuelle Lage. Er informiert sich über die geschehenen Ereignisse, die anstehenden Veranstaltungen, was für Quartieranliegen vorliegen sowie wo Probleme bekannt sind und vermehrte Polizei-Präsenz gefordert ist.

    Der Quartierpolizist ist der erste Ansprechpartner für die Bevölkerung sowie für Gewerbe, Vereine, Schulen und weitere Institutionen im Quartier. In erster Linie baut der Quartierpolizist auf sein Vermittlungsvermögen im persönlichen Gespräch auf. Der Quartierpolizist ist damit sehr nah bei den Bürgerinnen und Bürgern und er ist ein Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Der Quartierpolizist geht mit offenen Augen in sein zugeteiltes Revier. Er beobachtet, klärt, vermittelt, bereinigt Missstände und Probleme. Wenn er diese nicht selbst lösen kann, meldet er die Vorfälle an die zuständige Stelle weiter.

    Gute Quartierkenntnisse sind für den Quartierpolizisten wichtig. Sie gehören zu den Voraussetzungen für die eigenverantwortliche Tätigkeit. Dieses Wissen kann sich ein Quartierpolizist aber nur aneignen, wenn er mit möglichst vielen Bürgern Kontakt pflegt. Quartierkenntnisse helfen dem Quartierpolizisten Tendenzen und Strömungen zu analysieren und zu beurteilen.

    Beginn und Ende des Fusspatrouillenganges bestimmt der Quartierpolizist in der Regel selbst. Seine Arbeit verrichtet er stets uniformiert und bewaffnet. Zu seiner Ausrüstung gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.  

    Der Quartierpolizist ist an Wochentagen vormittags und nachmittags in seinem Revier unterwegs. Er arbeitet aber auch mal abends, am Wochenende oder an Feiertagen.

    Quartierpolizisten sind stets uniformiert und ausgerüstet.

    Quartierpolizisten sind stets uniformiert und ausgerüstet.

    Zur Ausrüstung eines Quartierpolizisten gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.

    Zur Ausrüstung eines Quartierpolizisten gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.

    Der Quartierpolizist ist überall dort anzutreffen, wo sich Menschen aufhalten. Von Kindergärten über Einkaufszentrum bis hin zum Suppentag der Kirche. Der Quartierpolizist soll der Bevölkerung die Gewissheit geben, dass im Quartier ein verständnisvoller, polizeilicher Berater anwesend ist.

    In polizeilich wichtigen Angelegenheiten steht der Quartierpolizist mit Rat und Tat zur Seite.

    Quartierpolizisten sind dort unterwegs, wo sich die Leute aufhalten.

    Quartierpolizisten sind dort unterwegs, wo sich die Leute aufhalten.