Unter 'Oberstrasse, Tschudiwies-Zentrum, Bruggen' abgelegte Einträge

    Sagenumwobenes Bruggen-Quartier am Silvestervorabend

    31. Dezember 2019 11:00 von Kurt Würth

    Am Abend vor Silvester herrscht im Bruggen-Quartier Aufruhr. Der Schwarze Rappensteiner, der einmal in einer eisigen Nacht einem verirrten Pilger den Einlass in seine Burg verwehrt hatte und fortan verflucht war, reitet dann nämlich übers Land und bringt Schrecken und Leid mit sich. Zumindest laut der alten Römpelsage. Das wollen sich die Römpler natürlich nicht gefallen lassen und versuchen daher Jahr für Jahr, den Schwarzen Rappensteiner durch den traditionellen Römpeltanz zu verbannen. Auch ich bin mit von der Partie und kümmere mich während des Anlasses um die Sicherheit.

    Gruppenfoto

    Römpler in Vollmontur, flankiert vom Quartierpolizisten und fleissigen Helfern.

    Tambouren

    Die Tambouren geben den Takt an.

    Bei der Römpeltradition ziehen die Römpler mit furchteinflössenden Masken und viel Getöse durch die Strassen. Dabei tragen sie den Römpel mit sich, eine riesige Figur, die beim Vertreiben der bösen Geister helfen soll. Danach folgt der Römpeltanz um das Römpelfeuer beim Schulhaus Bruggen. Es werden Lieder gesungen und die Römpelsage, welche hinter dem Brauch steckt, wird erzählt. Auch für das leibliche Wohl der Zuschauerinnen und Zuschauer ist gesorgt – es gibt heissen Punsch oder Glühwein und eine traditionelle Römpelwurst. Diese basiert auf einem Geheimrezept und wird extra fürs Römpeln hergestellt.

    Traditionelle Römpelwürste

    Das Rezept der Römpelwurst ist geheim. Es gibt sie ausschliesslich an der Römpeltradition in Bruggen.

    Meine Aufgabe bei diesem Anlass ist es, als Quartierpolizist für die Sicherheit zu sorgen. Dazu regle ich beispielsweise den Verkehr auf der Strasse, damit die Römpler sicher über die Strasse tanzen können. Als Quartierpolizist schätze ich die Zusammenarbeit mit Quartiervereinen wie dem Römpelverein Straubenzell sehr. Durch den regelmässigen Austausch ist man gegenseitig immer informiert und kann tief verankerte Traditionen wie das Römpelfeuer in einem gut organisierten und sicheren Rahmen weiterleben lassen – zur Freude von jährlich zirka 150-200 Anwesenden, denen ich mit meiner Arbeit einen tollen sagenumwobenen Abend ermögliche.

    Der Quartierpolizist regelt den Verkehr.

    Der Quartierpolizist regelt den Verkehr, damit der Römpeltanz sicher von statten gehen kann.

    Wochenserie 5/5: Berufsbild «Quartierpolizist»

    09. August 2019 10:00 von Paul Widrig

    Die Quartierpolizisten sind fest einem der acht Quartieren in der Stadt St.Gallen, oder auch genannt Reviere, zugeteilt.  Der Arbeitsort des Quartierpolizisten ist entsprechend nicht das Büro auf der Hauptwache der Stadtpolizei St.Gallen, sondern primär das Quartier beziehungsweise das Revier selbst. Täglich vor Antritt seines Patrouillenganges orientiert er sich über die aktuelle Lage. Er informiert sich über die geschehenen Ereignisse, die anstehenden Veranstaltungen, was für Quartieranliegen vorliegen sowie wo Probleme bekannt sind und vermehrte Polizei-Präsenz gefordert ist.

    Der Quartierpolizist ist der erste Ansprechpartner für die Bevölkerung sowie für Gewerbe, Vereine, Schulen und weitere Institutionen im Quartier. In erster Linie baut der Quartierpolizist auf sein Vermittlungsvermögen im persönlichen Gespräch auf. Der Quartierpolizist ist damit sehr nah bei den Bürgerinnen und Bürgern und er ist ein Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Der Quartierpolizist geht mit offenen Augen in sein zugeteiltes Revier. Er beobachtet, klärt, vermittelt, bereinigt Missstände und Probleme. Wenn er diese nicht selbst lösen kann, meldet er die Vorfälle an die zuständige Stelle weiter.

    Gute Quartierkenntnisse sind für den Quartierpolizisten wichtig. Sie gehören zu den Voraussetzungen für die eigenverantwortliche Tätigkeit. Dieses Wissen kann sich ein Quartierpolizist aber nur aneignen, wenn er mit möglichst vielen Bürgern Kontakt pflegt. Quartierkenntnisse helfen dem Quartierpolizisten Tendenzen und Strömungen zu analysieren und zu beurteilen.

    Beginn und Ende des Fusspatrouillenganges bestimmt der Quartierpolizist in der Regel selbst. Seine Arbeit verrichtet er stets uniformiert und bewaffnet. Zu seiner Ausrüstung gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.  

    Der Quartierpolizist ist an Wochentagen vormittags und nachmittags in seinem Revier unterwegs. Er arbeitet aber auch mal abends, am Wochenende oder an Feiertagen.

    Quartierpolizisten sind stets uniformiert und ausgerüstet.

    Quartierpolizisten sind stets uniformiert und ausgerüstet.

    Zur Ausrüstung eines Quartierpolizisten gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.

    Zur Ausrüstung eines Quartierpolizisten gehören ein Funkgerät, Smartphone, Waffe, Taschenlampe, Einsatzstock, Pfefferspray, Handschellen und eine Schutzweste.

    Der Quartierpolizist ist überall dort anzutreffen, wo sich Menschen aufhalten. Von Kindergärten über Einkaufszentrum bis hin zum Suppentag der Kirche. Der Quartierpolizist soll der Bevölkerung die Gewissheit geben, dass im Quartier ein verständnisvoller, polizeilicher Berater anwesend ist.

    In polizeilich wichtigen Angelegenheiten steht der Quartierpolizist mit Rat und Tat zur Seite.

    Quartierpolizisten sind dort unterwegs, wo sich die Leute aufhalten.

    Quartierpolizisten sind dort unterwegs, wo sich die Leute aufhalten.