Wenn die Bauern kommen

26. Februar 2018 08:04 von Roger Spirig

Wenn tausende Bauern- und Landmaschinenfans nach St.Gallen strömen kann das nur eines bedeuten – die 18. Tier & Technik in den Olma Messen hat begonnen. Als Quartierpolizist von Nord-Ost/Süd-Ost/St.Fiden bin ich bei den Messen in den «heiligen Hallen» von St.Gallen immer vor Ort und achte darauf, dass aus polizeilicher Hinsicht alles rund läuft.

Den Verkehr regeln gehört zu einer meiner Aufgaben an der Tier & Technik.

Um 6:30 Uhr geht es für mich los in Richtung Güterbahnhof St.Fiden. Wegen der zügigen Biese ist es bitterkalt an diesem Donnerstagmorgen. Noch ist es ruhig auf dem Parkplatz beim Güterbahnhof, doch bald werden die Bauern und Bäuerinnen hier ihre Autos abstellen wollen. Da alle zuerst ihre Arbeit im Stall erledigen müssen, rechnen wir damit, dass viele gleichzeitig an die Messe kommen. Deshalb ist es wichtig, dass wir für den Ansturm rechtzeitig gerüstet sind, damit es nicht zu einem Rückstau auf die Autobahn kommt.

Noch ist es ruhig auf dem Güterbahnhof St.Fiden.

Bevor es richtig losgeht, gilt es deshalb, Absperrungen und Signalisationen aufzustellen und die Verkehrsregelung abzusprechen. Unterstützung erhalte ich an diesem Morgen von Verkehrsangestellten und weiteren Polizisten der Stadtpolizei St.Gallen. Zusätzlich arbeiten wir eng mit dem Sicherheitspersonal der Olma Messen zusammen. Für mich bedeutet das, viel zu koordinieren, den Überblick zu bewahren und rechtzeitig zu handeln, falls es irgendwo zu sehr staut oder alle Parkplätze besetzt sind.

Mit meinen Kolleginnen und Kollegen gehe ich den Ablauf des Morgens nochmals durch.

Auf der Bachstrasse bringe ich die Signalisation für die zweispurige Fahrbahn an.

Ich bin seit 2015 Quartierpolizist in St.Fiden und war schon an vielen Messen im Einsatz. Von dieser Erfahrung kann ich auch heute profitieren. Doch genau gleich läuft es nie ab. Verbesserungsvorschläge sammle ich darum von Jahr zu Jahr. Zum ersten Mal kommen an der diesjährigen Tier & Technik neue Verkehrstafeln zum Einsatz. Wenn die Parkplätze am Güterbahnhof besetzt sind, werden die Parkplatzsuchenden darauf hingewiesen, dem Parkleitsystem der Stadt zu folgen. Dadurch sollen die Autos möglichst ohne Umwege zu freien Plätzen geführt werden. Bereits nach dem ersten Tag lässt sich eine Verbesserung der Situation erkennen.

Bereits kommen die ersten Messebesucher, doch bald werden sie hier keine freien Parkplätze mehr finden.

Trotz unseren Vorbereitungen kommt es zeitweise zu Staus rund um das Olma Gelände. Das Lichtsignalsystem an der Kreuzung Langgasse-Splügenstrasse kann nicht genügend Fahrzeuge "schlucken", so dass es zu einem Rückstau kommt. Kurzerhand entscheide ich deshalb auf der genannten Kreuzung die Lichtsignale abzuschalten und die Verkehrsregelung selbst zu übernehmen. Nach ca. 15 Minuten winken, wedeln und anhalten, läuft der Verkehr wieder rund.

Wenn der Verkehr nicht mehr läuft, muss ich rasch nach Alternativen suchen und auch einmal selbst auf eine Kreuzung stehen.

Vor dem Mittag nehme ich mir dann noch die Zeit einen kurzen Blick in die Hallen zu werfen. Vom grossen Ansturm vom Morgen ist hier aber noch wenig zu merken. Alles läuft ruhig und geregelt ab. Hoffen wir, dass das so bleibt. Ab und zu werde ich von Besuchenden erkannt und angesprochen. Das freut mich natürlich und als Olma-Botschafter bin ich mich das gewohnt.

Als Präventivmassnahme mache ich eine Tour durch die Hallen, dies der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu liebe.

Roger Spirig,

Quartierpolizist Nord-Ost/Süd-Ost/St.Fiden


 








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