Sprayereien im Schulhaus Grossacker

24. April 2018 08:20 von Paul Widrig

Letzten Dienstag erhielt ich vom Schulhaus Grossacker die Nachricht, dass das Schulhausareal von Sprayereien verunstalten wurde. Daraufhin habe ich vereinbart, am Nachmittag vorbeizuschauen und die Tatbestandsaufnahme vorzunehmen.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen stieg ich gegen 15 Uhr ins Auto und machte mich auf den Weg in Richtung Schulhaus Grossacker. Von Schülerinnen und Schülern war nichts zu sehen, denn diese genossen zu diesem Zeitpunkt noch ihre Frühlingsferien. Die unterrichtsfreie Zeit wird aber jeweils von den Mitarbeitenden des Betriebsunterhalts rege genutzt, um das Schulhaus zu pflegen und dieses für den Schulbetrieb bereit zu machen. Hierbei wurden auch die Sachbeschädigungen am Schulhaus entdeckt.

Beim Betreten des Areals konnte ich die mehrfachen Sprayereien schnell erblicken. Diverse Symbole und Schriftzüge wurden in dunkler Farbe an den Hausfassaden und an einer Tischtennisplatte angebracht. Nach einer kurzen Inspektion der verschiedenen Sprayereien rund um das Schulhaus traf ich diejenige Person, welche die Sprayereien gemeldet hatte. Ich liess mir sagen, dass die schon durchgeführte Reinigung mittels Hochdruckreiniger keinen Erfolg brachte. Die Verunstaltungen waren nach wie vor gut zu sehen.

Als erstes begutachte ich die Sprayerei an einer der Hausfassaden des Schulhauses.

Als erstes begutachte ich die Sprayerei an einer der Hausfassaden des Schulhauses.

Die zuständigen Personen des Schulhauses haben sich dazu entschieden, einen Strafantrag gegen Unbekannt zu stellen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf einige Tausend Franken. Alle zu diesem Zweck notwendigen Informationen notierte ich mir und beschaffte mir im Anschluss weitere notwendige Erkenntnisse für die Rapportierung.

Ich nehme den Strafantrag entgegen.

Ich nehme den Strafantrag entgegen.

Hierfür schoss ich zuerst diverse Fotos von den Sprayereien. Diese sind sowohl für die Polizei als auch für die Staatsanwaltschaft ein wichtiges Mittel zur Beweissicherung und Nachvollziehbarkeit. Anschliessend ging es darum, die einzelnen Sprayereien zu skizzieren und auszumessen.

Die einzelnen Symbole und Schriftzüge werden von mir skizziert und ausgemessen.

Die einzelnen Symbole und Schriftzüge werden von mir skizziert und ausgemessen.

Nachdem ich die Tatbestandsaufnahme abgeschlossen hatte, setzte ich mich wieder ins Auto und fuhr zur Dienststelle. Alle wichtigen Erkenntnisse übertrug ich in das Polizei-Journal und leitete den Strafantrag ein. Und nun heisst es, allfällige Hinweise zu prüfen, Zusammenhänge abzuklären und zu hoffen, dass die Stadt St.Gallen vor weiteren Sprayereien verschont bleibt!


Wer Angaben zur unbekannten Täterschaft machen kann, wird gebeten, sich bei der Stadtpolizei St.Gallen, 071 224 60 00, zu melden.

 

Paul Widrig
Quartierpolizist Grossacker/Krontal/Neudorf

 


 








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