Eine Prozession zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua

17. Juni 2019 17:08 von Paul Widrig

Am Samstag, 15. Juni, ist viel los im Quartier St.Fiden-Neudorf. Ich bin auf dem Weg zu der katholischen Kirche St.Fiden. Begleitet werde ich von meinem Kollegen Kurt Würth, Quartierpolizist von Bruggen. Vorgängig waren wir bei der Sportanlage Halden im Einsatz, am «54. Fides Handball-Schülerturnier». Ein spannender Einsatz steht uns heute Abend noch bevor. Es ist ein bewölkter, schwüler Frühsommertag.

Wir freuen uns auf einen nicht alltäglichen Kirchenanlass. Wie jedes Jahr findet an diesem Samstag um 18.30 Uhr eine Prozession zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua statt. Ein schöner, stimmungsvoller Quartieranlass.

In der katholischen Kirche St.Fiden wird St.Antonius von Padua festlich mit Blumen geschmückt.

Ein Blick zurück in die römisch-katholische Kirchengeschichte. Wer war eigentlich Antonius von Padua?

Der Heilige Antonius kam vermutlich im Jahr 1195 in Lissabon zur Welt. Er entstammte einer portugiesischen Adelsfamilie. Der Heilige Antonius war ein portugiesischer Ordenspriester des Franziskanerordens. Er ist Schutzpatron, unter anderem von Notleidenden. Im heutigen Alltag wird er vor allem dann angebetet, wenn etwas verloren ging. Man bittet um seine Hilfe, um den Gegenstand wieder zu finden.

Bei der Kirche St.Fiden treffen wir auf eine Menschenmenge. Es sind hauptsächlich Menschen aus Italien, die sich auf die bevorstehende Prozession vorbereiten. Es wird gegrüsst, umarmt, herzlich gelacht und rege geschwatzt. Alle Anwesenden sind gut gelaunt. Ebenfalls vor Ort ist die Musikgesellschaft St.Gallen Ost.

Danach treffe ich mich mit Don Piero Corea. Er ist Pfarrer von der Missione Cattolica Italiana. Wir besprechen nochmals den Ablauf der Prozession sowie die Route durch das Quartier St.Fiden-Neudorf. An diesem Anlass sind wir für die Sicherheit zuständig.

In der Zwischenzeit haben sich ungefähr 500 Teilnehmende für den Umzug aufgestellt. Zuvorderst sind Pfarrer Corea und seine Ministranten. Der Pfarrer trägt die Statue vom Sankt Antonius. Hinter ihm folgen die Musikgesellschaft St.Gallen Ost und die übrigen Teilnehmenden.

Während dem Umzug regele ich den Verkehr auf der Strasse.

Der Weg führt via Greithstrasse 7a - Rorschacher Strasse - Scheibenackerstrasse - Brückenstrasse - Tempelackerstrasse - Alterswohnsitz Bürgerspital - Tempelackerstrasse - Bedastrasse - Grossackerstrasse - Falkensteinstrasse - Kinderspital St. Gallen - Falkensteinstrasse - Scheibenackerstrasse - Rorschacher Strasse - wieder zurück zur Greithstrasse 7a.

Um für die Sicherheit zu sorgen, gehe ich dem Festumzug voraus.

Ich gehe dem Festumzug voraus und regle den Verkehr auf der Strasse. Am Umzugsende läuft Kurt Würth und sorgt dort für die Sicherheit der Leute. Hie und da muss ich einschreiten, um ein Fahrzeug anzuhalten oder wegzuweisen. Die Umzugsroute ist gesäumt mit etlichen Zuschauern. Auf dem Weg durch das Quartier wird die Prozession von der Blasmusik begleitet.

Beim Alterswohnsitz Bürgerspital hält der Prozessionszug das erste Mal an. Die Musikgesellschaft St.Gallen Ost spielt einige Stücke für das anwesende Publikum. Don Piero Corea geht auf einige Personen zu, hört sie an und spricht mit ihnen. Dasselbe wiederholt sich beim Kinderspital St.Gallen beim zweiten Zwischenhalt. Schlussendlich kommen wir ohne jeglichen Zwischenfall bei der katholischen Kirche St.Fiden wieder an.

Auf dem Weg durch das Quartier St.Fiden-Neudorf wird die Prozession von der Musikgesellschaft St.Gallen Ost begleitet.

Um 19.30 Uhr feiern die Prozessionsteilnehmenden in der Kirche St.Fiden einen Gottesdienst. Nach der feierlichen Messe wird im Zelt vor dem Pfarreiheim weiter gefeiert, bei italienischer Musik und italienischem Essen. Wir sind mitten unter den Leuten und unterhalten uns mit ein paar Anwesenden. Auf diese Weise klingt der Kirchenanlass langsam aus. Sehr zufrieden mit unserem heutigen Polizeieinsatz kehren wir zurück zur Vadianstrasse 57, zur Stadtpolizei St.Gallen. 


 








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