Bericht aus dem Junghundetraining

20. November 2015 14:25 von Manuel Egger

Mit mir waren wir zehn Junghundeführer aus drei Polizeikorps (Stapo SG, Kapo SG, Kapo AR), die wir uns am vergangenen Montagmorgen im Raum Bodensee zum Junghundetraining eingefunden hatten. Auf dem Programm standen Teile der Wesensprüfung, Objekt- sowie Milieuarbeit. Die Hunde sind im Alter von 20 Wochen bis 15 Monaten, wobei Jasper das Nesthäkchen ist. Er durfte auch gleich als erster mit der Arbeit beginnen.

Jasper untersucht das Geräusch des Plastikbehälters.

In einer grossen Transportbox waren diverse Gegenstände deponiert. Nebst einer Fahrradklingel befanden sich darin auch eine Hupe, eine grosse Eisenkette, ein mit Kies gefüllter Plastikbehälter sowie eine selbstgebaute Starterklappe. Ein Gegenstand nach dem andern wurde behändigt, ein entsprechender Ton erzeugt und die Reaktion des Hundes angeschaut und beurteilt. Dadurch werden die Hunde mit verschiedenen Geräuschen aus Ihrer Umwelt vertraut gemacht. Anschliessend wurde Jasper im Umgang mit Personen vertraut gemacht. Hierzu bildeten anderen Hundeführer zum Beispiel eine Personengasse, spazierten frei herum oder spazierten in einer Kette gegen den Hund. Ziel war es, dass Jasper die Personen unbekümmert und neutral, ohne sich all zu gross ablenken zu lassen, durchquert, was er tadellos machte.

Das ist kein Spalierstehen, sondern eine Übung: Jasper läuft durch die Personengasse

Für die Milieuarbeit durften wir eine leerstehende Lagerhalle nutzen. Bei dieser Übung wurde Jasper an verschiedene Untergründe herangeführt. Um in den oberen Teil der Halle zu gelangen, nutzten wir die vorhandene Metalltreppe. Erschwerend kam hinzu, dass die Treppe stirnseitig offen war. Trotz der anspruchsvollen Aufgabe lief Jasper problemlos die Treppe hinauf. Nebst dem fast schon obligaten Leckerli erhielt Jasper so auch einen herrlichen Ausblick über die Lagerhalle. Er fand es sehr interessant, seinen vierbeinigen Kameraden von oben zuzuschauen.

Jasper läuft mit mir die Metalltreppe in der Lagerhalle hoch.

In einem angrenzenden Wohnhaus führten wir die Objektarbeit aus. Jaspers Aufgabe war, mich in verschiedenen Räumen zu suchen. Rasch merkte er, dass er hierfür seine feine Nase einsetzen muss. Um die Anforderung zu erhöhen nutzte ich auch das Mobiliar und die Einbauschränke. Nach dem Training war der kleine Racker sichtlich müde und durfte sich einen längeren Mittagsschlaf gönnen.


 








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