Einsatz total

14. Januar 2016 13:34 von Jasper

Diese Woche war unglaublich spannend für mich! Manuel hat mit mir einen Ort besucht, zu dem nur wenige Leute Zutritt haben: Die Einsatzzentrale (EZ). Sie ist im ersten Stock des V57, unserem Polizeigebäude, untergebracht. Sehr viel technisches Material muss hier Platz finden: Grosse Arbeitspulte mit unzähligen Bildschirmen, Kabeln und Headsets stehen herum. Ich war sehr beeindruckt ob der Einrichtung dieses Raumes.

Die EZ ist mit modernen Bildschirmen ausgerüstet, auf denen Kamerabilder von verschiedenen Orten zu sehen sind. Ich war darauf bedacht, nichts kaputt zu machen.

Auf den Bildschirmen in der EZ sind verschiedene Situationen zu sehen. Die Bilder stammen von Kameras, die grossteils der Stadt gehören. Allerdings bekommt die EZ auch gewisse Bilder vom Kanton zur Verfügung gestellt. Hauptsächlich dienen die Kameraaufnahmen zur Überwachung des Verkehrs. Zusätzlich wird das Polizeigebäude innen sowie aussen überwacht. Innen zwecks Kontrolle der Zellen, da die Polizei immer wissen will, was dort passiert.

In der EZ sind 16 Personen angestellt: Sieben Frauen und neun Männer. Bei meinem Besuch waren drei  Mitarbeiter anwesend, was der normale Personalbestand ist. Einzig am Sonntag arbeiten nur zwei Leute in der EZ, was dem Minimum an Personal entspricht. Es wird in drei Schichten am Tag gearbeitet, sodass immer jemand erreichbar ist. Für Marcel Bischof, Leiter der EZ, ist dies auch die wichtigste Dienstleistung seines Teams: "Wir sind permanent erreichbar, sind Ansprechperson für interne wie externe Leute und bieten stets Support an." Daraus lässt sich die Hauptaufgabe der EZ-Mitarbeiter herleiten: Das Hüten des Telefons. Sie nehmen Anrufe entgegen und holen erste, polizeilich relevante Informationen ein. Danach gilt es diese Informationen richtig einzuschätzen und allenfalls weiterzuleiten. Bei Notrufen müssen die Mitarbeiter schnell handeln und die Meldungen koordinieren, damit entsprechende Massnahmen getroffen werden können. Von den rund 130'000 Anrufen im Jahr sind etwa 9'000 Notrufe. Notrufe, die im Stadtgebiet über die Nummer 117 getätigt werden, gelangen zur EZ der Stadtpolizei. Anrufe ausserhalb des Stadtgebietes gelangen zur Kantonspolizei.

Des Weiteren verteilt die EZ die gesamte elektronische Post, die auf der EZ via Outlook eintrifft. Ausserdem teilt sie Mitarbeiter im Fronteinsatz nach Anweisungen der Sektionsleitung ein. Koordinationsfähigkeit und eine schnelle Auffassungsgabe sind wichtige Eigenschaften eines EZ-Mitarbeitenden.

Auch ich durfte das Telefon kurz hüten und die Kamerabilder mitverfolgen. Da ist stets Konzentration gefragt!

Ich bin froh, dass die Mitarbeitenden der EZ jederzeit erreichbar sind - sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für die anderen Polizeimitarbeitenden. Bei 130'000 Anrufen im Jahr wird es ihnen wohl nicht langweilig. Auch ich durfte am Schluss meines Besuches ans Telefon – mit echtem Headset!. Es hat zwar Spass gemacht, doch ich denke nicht, dass es zu meiner Kernkompetenz wird. Denn mit meinen Pfoten habe ich immer die falschen Nummern eingegeben.


 








2 Kommentare
  • Anita 17. Januar 2016 00:16
    Bist du gewachsen....Jasper....👍😍
  • Germaine Stauffer 16. Januar 2016 17:51
    Jasper , du lernst aber schnell. Bravo !