Ausbildung zum Aufspüren von Schwarzfahrern

01. April 2016 08:21 von Manuel Egger

April! April! Jasper als "Schwarzfahrer-Spürhund" - oder etwa doch nicht?

Heute Morgen haben auch wir uns mit folgendem Blogbeitrag einen kleinen Aprilscherz erlaubt.

April, April!

Personen schützen, nach Drogen und Sprengstoff schnüffeln, vermisste Personen auffinden und ähnliche Aufgabengebiete kennen wir bereits von Polizeihunden. Doch die Bereiche in denen gut ausgebildete Vierbeiner eingesetzt werden, gehen zukünftig weit darüber hinaus. Gemeinsam mit vier anderen Polizeihunden beginnt Jasper heute die erste schweizweite Zusatzausbildung zum „Schwarzfahrer-Spürhund“. Ziel ist es, dass Jasper künftig für das Aufspüren von Schwarzfahrern in den öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖV) eingesetzt werden kann. Durch seinen guten Geruchssinn, welchen er ja in seiner Ausbildung zum Polizeihund sowieso schon professionell einzusetzen lernt, eignet er sich bestens für diese neue Aufgabe.

Jasper hat den öffentlichen Verkehr im Blick

Konkret funktioniert dies folgendermassen: Gefühle haben tatsächlich einen Geruch und Hunde können diesen erschnuppern, denn ihre Nase nimmt dreimal so viele Gerüche wahr wie jene des Menschen. Stehen wir unter Stress, stellt unser Körper spezifische Duftstoffe her, durch die wir mit anderen Lebewesen biochemisch kommunizieren. Sie sind im Schweiss enthalten und werden über die Haut abgegeben. Angstschweiss hat einen typischen Geruch, den eine Hundenase sofort erkennt.

In einem Pilotprojekt wird Jasper nach erfolgreichem Abschluss der achtwöchigen Zusatzausbildung zum „Schwarzfahrer-Spürhund“ etwa zweimal pro Woche die Ticket-kontrolleurinnen und -kontrolleure in den ÖV beim Dienst begleiten. Dabei werden nicht wie gewöhnlich alle Fahrgäste kontrolliert, sondern die Führung an Jasper übergeben. Dieser wird durch „Platz“ konkrete Fahrgäste anzeigen, bei welchen er den typischen Angstschweiss-Geruch wahrnimmt, welche daraufhin kontrolliert werden sollen. Dadurch erhoffen sich die Mitarbeitenden der ÖV und die Stadtpolizei ein effizienteres und zeitsparenderes Kontrollsystem, da nur noch einzelne Fahrgäste kontrolliert werden müssen.

Während der Angstschweiss-Geruch in anderen Situationen lebensrettend sein kann, Hunde können beispielsweise die Furcht von Verschütteten oder Erdbebenopfern riechen und diese so besser aufspüren, wirkt er sich für Schwarzfahrer eher ungünstig aus.

Falls das Pilotprojekt nach abschliessender Evaluation als Erfolg eingestuft wird, soll die neue Praxis ausgeweitet und Polizeihunde auch in anderen Gebieten, wie beispielsweise der Kontrolle von potenziellen Kaufhausdieben, eingesetzt werden.


 








2 Kommentare
  • morena 02. April 2016 23:55
    was für ein cooler Aprilscherz von euch beiden..jasper du bist süß und hast noch humor..wenn ich nach st.gallen komme..spendiere ich dir eine wurst..viel Spaß noch für euch zwei ihr seid ein super Team. Liebe Grüße Morena
  • Anonymous 01. April 2016 14:53
    1 april😂😂