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Ach du liebe Zeit!

Bald ist es wieder so weit und die Schweiz stellt ihre Uhren auf die Sommerzeit um. Die Tage beginnen später, dafür bleibt es abends länger hell. Für die einen ist es ein Segen, für die anderen ein Fluch. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es mit der Zeitmessung schon immer nicht ganz einfach war. Wo und seit wann gab es in St.Gallen überhaupt Uhren? Wie veränderten Uhren das Leben der Sanktgallerinnen und Sanktgaller? Und was musste der sogenannte Stadtuhrmacher tun?

 

Sonnenuhr am Evangelischen Kirchgemeindehaus an der Demutstrase (1949). Quelle: StadtASG, PA Foto Gross, BA26441.

Dazu musste der Stadtuhrenrichter jeden Morgen auf denjenigen Turm steigen, von dem aus er alle Glocken schlagen hören konnte. Ihre Abweichungen, die nie mehr als zwei bis drei Minuten betragen durften, hatte er zu notieren und die Uhren, indem er jeden einzelnen Uhrenturm bestieg, entsprechend aufzuziehen.

Turm der St.Mangen Kirche mit Uhrengeschäft im Vordergrund (1934). Quelle: StadtASG,PA Foto Gross, BA10611.

Auf bürokratischer Ebene wurde man explizit dazu angewiesen, die neue Stundenzählung strikte anzuwenden und «die bisherige nähere Bezeichnung, wie morgens, vormittags, nachmittags oder abends, wegzulassen.»

Bahnhofplatz mit grosser Uhr auf dem Turm der Hauptpost (1921). Quelle: StadtASG,PA Foto Gross,BA117.

Text: Vera Zürcher, Stadtarchiv