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Indikatoren: Bevölkerungsszenarien


Die Stadt St.Gallen verzeichnete zwischen 1980 und 2000 im Unterschied zum Kanton (+15%) tendenziell einen Bevölkerungsrückgang (-6%). Seit Anfang des neuen Jahrhtausends hat sich dieser Trend gekehrt und die Stadt St.Gallen kann - mit Ausnahme des Jahres 2016 - wieder Bevölkerungszuwächse verzeichnen, prozentual aber nicht ganz im Gleichschritt mit dem Kanton.
Gemäss kantonalen Bevölkerungsszenarien der Fachstelle für Statistik soll sich auch in den Jahren ab 2018 die Bevölkerungszunahme des letzten Jahrzehnts fortsetzen. In allen drei Szenarien folgt die Zunahme der stadtsanktgaller ständigen Wohnbevöklkerung in etwa der gesamtkantonalen Entwicklung. Der Unterschied zwischen den drei Szenarien ist allerdings beträchtlich. Im Trendszenario resultiert bis ins Jahr 2040 ein Zuwachs gegenüber 2017 um etwa 11'500 auf gut 87'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im tiefen Szenario, bei dem von einer niedrigeren Nettozuwanderung und Fruchtbarkeit ausgegangen wird, beträgt der Anstieg noch  5'500 auf gut 81'000 Personen. Im hohen Szenario führen höhere Nettozuwanderung und Fruchtbarkeit dazu, dass sich die Stadt St.Gallen mit einem Zuwachs von 18'000 auf knapp 94'000 Personen der Grossstadtgrenze nähert.
Für die Entwicklung der Wohnbevölkerung (ständige Wohnbevölkerung plus Kurz- und Wochenaufenthalter) liegen keine Szenarien vor. Aktuell liegt die Zahl der Wohnbevölkerung rund fünf Prozent höher als die Zahl der ständigen Wohnbevölkerung.

Bedeutung des Indikators

Die ständige Bevölkerung umfasst den Personenkreis, der mit einer längerfristigen Perspektive in einer Gebietseinheit Hauptwohnsitz genommen hat, dort primär steuerpflichtig ist und die politischen Rechte in Anspruch nehmen kann. Ob ein Mitglied der ständigen Wohnbevölkerung effektiv den Lebensmittelpunkt in seiner Hauptwohnsitzgemeinde hat, bleibt offen. Es gibt Personen der ständigen Wohnbevölkerung, deren Lebensmittelpunkt sich an einem Nebenwohnsitz befindet.
Die ständige Bevölkerung umfasst den Personenkreis, der mit einer längerfristigen Perspektive in einer Gebietseinheit Hauptwohnsitz genommen hat, dort primär steuerpflichtig ist und die politischen Rechte in Anspruch nehmen kann. Ob ein Mitglied der ständigen Wohnbevölkerung effektiv den Lebensmittelpunkt in seiner Hauptwohnsitzgemeinde hat, bleibt offen. Es gibt Personen der ständigen Wohnbevölkerung, deren Lebensmittelpunkt sich an einem Nebenwohnsitz befindet.
Das regionalisierte Bevölkerungsszenario "Trend" zum Kanton St.Gallen schreibt im Hinblick auf Wanderung, Fruchtbarkeit und Sterblichkeit die in den letzten Jahren beobachteten Trends in die Zukunft fort.
Das regionalisierte Bevölkerungsszenario "Hoch" geht im Vergleich zum Trendszenario von einer höheren Nettozuwanderung, einer höheren Fruchtbarkeit und einer höheren Lebenserwartung aus.
Das regionalisierte Bevölkerungsszenario "Tief" geht im Vergleich zum Trendszenario hingegen von einer tieferen Nettozuwanderung, einer tieferen Fruchtbarkeit und einer niedrigeren Lebenserwartung aus.

Berechnung des Indikators

Beobachtungswerte ESPOP/STATPOP, ab 2015 Werte gemäss kantonalen Bevölkerungsszenarien.
Es wird die ständige Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz berücksichtigt. Personen mit Nebenwohnsitz und ausländische Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder im Asylverfahren gehören nicht dazu. Die Bevölkerungsszenarien der Fachstelle für Statistik stellen im Wesentlichen Regionalisierungen der kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) dar. Es werden drei Szenarien berechnet: "Trend", "Hoch" und "Tief". Die Ergebnisse aus den kantonalen Bevölkerungsszenarien des BFS (AR-00-2015, BR-00-2015 und CR-00-2015) zu den Bevölkerungsbewegungen werden eins zu eins als Vorgabe für die Regionalisierung übernommen. Hierzu zählen die Geburten- und Sterbezahlen sowie das Wanderungsvolumen. Die Leistung der regionalisierten Bevölkerungsszenarien besteht vor allem darin, die von den BFS-Szenarien vorgegebenen gesamtkantonalen Entwicklungen zur Bevölkerungsbewegung unter Beachtung der lokalen Besonderheiten kleinräumig herunterzubrechen.

Nächste Aktualisierung bis spätestens: 28.02.2020

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