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Privathaushalte nach Haushalttyp


Mehr Einpersonenhaushalte und Paare ohne Kinder

Die zahlenmässige Verbreitung verschiedener Haushaltszusammensetzungen ist im Wandel. Der Anteil der Einpersonenhaushalte stieg von 39% im Jahr 1980 auf rund 46% im Jahr 2015. Ebenfalls gestiegen ist der Anteil der Paare ohne Kinder. Als Gründe für den anteilsmässigen Anstieg von Single- und Paarhaushalten ohne Kinder werden häufig die höhere Lebenserwartung bei betagten Paaren oder Singles angeführt sowie steigende Scheidungs- und Trennungshäufigkeiten bei jüngeren Personen. Entsprechend sank der Anteil der Haushalte von Paaren mit Kind(ern) von 28% im Jahr 1980 auf rund 21% im Jahr 2015. Grosshaushalte mit erwachsenen unverheirateten Kindern oder alleinstehenden Verwandten oder andere Mehrgenerationenhaushalte sind heute nur noch selten anzutreffen.

Bedeutung des Indikators

Als Privathaushalt zählt jede in eigener Regie zusammen wohnende Personengemeinschaft sowie Personen, die allein wohnen. In modernen Gesellschaften lebt der Grossteil der Bevölkerung in Privathaushalten. Sie sind die kleinsten wirtschaftlichen Einheiten zum Zwecke ihrer eigenen Existenzsicherung und der Reproduktion der Gesellschaft. Volkswirtschaftlich betrachtet tragen Privathaushalte mit ihrem Konsum, ihren Ersparnissen sowie ihrem Angebot an Produktionsfaktoren (Arbeit und Kapital) massgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei.

Berechnung des Indikators

Als Privathaushalt zählt jede in eigener Regie zusammen wohnende Personengemeinschaft sowie Personen, die allein wohnen. Nicht zu den Privathaushalten gehören Kollektivhaushalte wie z.B. Anstalten, Spitäler oder Heime.
Die Schweizerische Strukturerhebung findet bei einer Stichprobe der Personen der ständigen Wohnbevölkerung statt, die mindestens 15 Jahre alt sind und in Privathaushalten leben. Die Stichprobe umfasst schweizweit mindestens 200'000 Personen. Ein Teil der Kantone finanziert eine Erhöhung der Stichprobe auf ihrem Gebiet, wovon der Kanton St.Gallen bisher jedoch noch keinen Gebrauch gemacht hat. Es werden Ergebnisse auf Ebene Personen wie auch Privathaushalten produziert. Die Ergebnisse sind Hochrechnungen auf die Gesamtbevölkerung. Diese unterliegen einem Stichprobenfehler und sind deshalb als Schätzungen zu interpretieren. Der Stichprobenfehler der Schätzwerte wird in der Regel durch Vertrauensintervalle auf Basis einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ausgewiesen. Beispiel: Schätzwert Merkmal X = 67 Prozent der Bevölkerung mit einem Vertrauensintervall von +/- 2: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent liegt der wahre Anteil von Merkmal X zwischen 65 und 69 Prozent.
In den Volkszählungen bis 2000 ist die Wohnbevölkerung in einer Vollerhebung nach dem wirtschaftlichen Wohnsitz erfasst. Als wirtschaftlicher Wohnsitz einer Person gilt die Gemeinde, in der sie während des grössten Teils der Woche wohnt, deren Infrastruktur sie beansprucht und von der aus sie den Weg zur täglichen Arbeit oder zur Schule aufnimmt. Für alle Personen ist die Haushaltsituation erfasst, in der sie leben. Neben den Privathaushalten umfasst dies auch die Kollektivhaushalte.Für das Jahr 1980 wurden, wie in der Strukturerhebung, nur die Privathaushalte berücksichtigt.
Für die Berechnung der Anteilswerte werden nur die Haushalte mit einer gültigen Antwort zum Haushalt berücksichtigt.

Nächste Aktualisierung bis spätestens: 31.03.2018

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