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Das neue Naturmuseum wird eröffnet

Neues Naturmuseum wird eröffnet

Am 12. und 13. November 2016, jeweils 10 bis 17 Uhr, steht das neue Naturmuseum im Neudorf bei freiem Eintritt zur Besichtigung offen. Es gibt Konzerte, Bastelangebote und Verpflegungsmöglichkeiten.


Am 12. und 13. November finden im neuen Naturmuseum an der Rorschacher Strasse 263 zwei Tage der offenen Tür statt. Jeweils von 10 bis 17 Uhr können Interessierte bei einem spannenden Begleitprogramm die Ausstellung besichtigen. Zudem wird ein Verpflegungsstand betrieben. Erstmals geöffnet ist auch das Museumscafé, in welchem zu den Museumsöffnungszeiten auch ohne Museumsbesuch  etwas getrunken oder gegessen werden kann.

Vorgeschichte

Die Stadt St.Gallen strebt im «Kulturkonzept 2009» eine Stärkung ihrer Museen an und setzt einen kulturpolitischen Schwerpunkt der der Umsetzung der Strategie «3 Museen –3 Häuser». Naturmuseum, Kunstmuseum sowie Historisches und Völkerkundemuseum sollen in je einem eigenen Museumsgebäude attraktivere Bedingungen erhalten. Für das Naturmuseum wurde zu diesem Zweck ein Neubauin der Nähe des Botanischen Gartens an der Rorschacher Strasse vorgesehen. 2009 wurde hierfür ein öffentlicher Architekturwettbewerb ausgeschrienben, bei dem sich 127 Teams aus dem In- und Ausland beteiligten. Das Preisgericht hat sich für «Romina» der Planergemeinschaft Meier Hug und Semadeni aus Zürich als Siegerprojekt entschieden. . Die Ausstellungsäume sind halbgeschossig versetzt und so untereinander verbunden, dass die Besucher sie als eine kontinuierliche Folge erleben, die schliesslich im Oblichtsaal kulminiert. Vor- und Rücksprünge verzahnen den Gebäudekörper sowohl mit den umliegenden Gebäuden als auch mit dem Park, der seinerseits zum Ausstellungsraum unter freiem Himmel wird und westlich von der Kirche St.Maria Neudorf gefasst ist: Ein dichter Ort des Glaubens und des Wissens wird aufgespannt. Die entsprechende städtische Vorlage wurde am 25. November 2012 vom Stimmvolk mit einem Ja-Stimmenanteil von rund 60% angenommen.

Bauphase und Gebäude

Der Spatenstich für das neue Naturmuseum fand im Februar 2014 statt und war insofern ein Freudentag, als in der Stadt rund hundert Jahre seit der Erstellung des letzten Museumsbaus, des Historischen und Völkerkundemuseums, vergangen waren. Die Erstellung des Rohbaus mit seiner markanten kannelierten Betonfassade und einem Dachtragwerk in Stahl schritt planmässig voran. Im Juli 2016 konnte Aufrichte gefeiert werden und in der Folge lag das Augemerk beim Eindecken des Daches, damit im Trockenen der Innenausbau erfolgen konnte. Anspruchsvoll war die Gebäudetechnik, für die Besuchenden kaum warnehmbar, mit allen Sicherheitsanforderungen, die ein Museumsbau eben erfordert. Der Nachhaltigkeit wurde hohe Beachtung geschenkt. Sie  zeigt sich beispielsweise  mit viel Tageslicht im Museum, sehr guter Dämmung, einer Erdwärmepumpe, LED-Beleuchtung oder der Photovoltaikanlage. Das neue Naturmuseum erfüllt die Miniergie-P-Eco-Anforderungen und erhielt bereits das entsprechende Zertifikat.

Der Innenausbau zeigt sich mit repräsentativen Besucherräumen sowie schlichten Ausbauten bei den rückwärtigen Büros, Werk- oder Sammlungsräumen. Die Materialien der Ausstellungsräume wirken sehr zurückhaltend und unterstützen zusammen mit der prägnaten Oberlichtdecke die Ausstellungseinbauten, überlassen diesen gewissermassen die „Bühne“.

Im April dieses Jahres war das eigentliche Gebäude erstellt und die neue Dauerausstellung konnte während der folgenden sieben Monate eingebaut werden. Dabei stellte der Umzug der besonders schwerer oder fragilen Exponate Fachleute und Betrieb zuweilen vor technische und logistische Herausforderungen. Eine besondere Attraktion der Dauerausstellung stellt das rund 40 Quadratmeter grosse Landschaftsrelief der Kantone St.Gallen und Appenzell dar. Der Ausstellungsteil „Leben im Wandel“ führt die Besucherinnen und Besucher durch die Entstehungsgeschichte der Tiere. Dem Wappentier der Stadt, dem Bären, ist ein weiterer Ausstellungsteil gewidmet. In Felsnischen kann der natürliche Reichtum an Gesteinen und Mineralien entdeckt werden. Der Bereich der Bionik schliesslich widmet sich technischen Erfindungen, denen die Natur Pate stand. Aktuelle Fragen zu Energie und Rohstoffen werden in einem weiteren Ausstellungsbereich thematisiert.Am Wochenende von 12./13. November kann das Naturmuseum nach knapp dreijähriger Erstellungszeit nun seiner Bestimmung übergeben werden.

Kredit

Der Baukredit für das neue Naturmuseum beläuft sich auf CHF 39.8 Mio. Einen massgeblichen Beitrag an diese Kosten leistete die Walter und Verena Spühl-Stiftung mit CHF 13 Mio. Der Kanton hat einen Beitrag von CHF 7 Mio. gesprochen. Die aktuelle Kostenprognose liegt im Baukredit.


 








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