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Änderung von Bauordnung und Zonenplan zum Schutz von EFH-Gebieten per 1. April 2017

Luftbild der Stadt St.Gallen

Zum besseren Schutz von Einfamilienhausgebieten hat das Stadtparlament im August 2015 eine Anpassung von Bauordnung und Zonenplan beschlossen. Unter anderem wurde eine neue Wohnzone mit besonderen Anforderungen geschaffen, in welcher Mehrfamilienhäuser nur bei besonders guter Einfügung in die bestehende Überbauung erstellt werden können. Nachdem das Baudepartement im Oktober 2016 die letzten Rekurse gegen die Änderungen abgewiesen hat, können die Massnahmen zum Schutz der Einfamilienhausgebiete ab dem 1. April 2017 angewendet werden.


Im Jahr 2008 ist im Stadtparlament eine Motion erheblich erklärt worden, welche verlangt, dass bestehende, intakte Einfamilienhausquartiere besser vor grösseren Bauvorhaben geschützt werden sollen. Die Motion nahm Bezug auf die Aufhebung der „Bauklasse für Ein- und Zweifamilienhäuser“ im Zusammenhang mit der neuen städtischen Bauordnung welche dazu geführt hat, dass in mehreren Einfamilienhausgebieten ein Druck in Richtung höhere Ausnützung und Ersatz durch Mehrfamilienhäuser entstand. In mehreren Fällen mussten Neubauprojekte bewilligt werden, obwohl sich diese nicht in die bestehende Struktur eingegliedert haben. 

Die Anpassung von Bauordnung und Zonenplan zum Schutz von Einfamilienhausgebieten umfasst die Schaffung einer neuen Wohnzone mit besonderen Anforderungen. In dieser sind Mehrfamilienhäuser grundsätzlich zulässig, allerdings gelten besondere Anforderungen an die Einfügung in die Quartierstruktur und die umliegende Bebauung. Verlangt wird gemäss dem neuen Art. 51bis der Bauordnung insbesondere eine besonders gute Einfügung hinsichtlich Stellung, Strassen- und Gebäudeabstand, Erschliessung und Freiraumgestaltung. Damit kann verhindert werden, dass neue Mehrfamilienhäuser in Einfamilienhausgebieten als störende Fremdkörper in Erscheinung treten. Zusätzlich wurden einige Einfamilienhausgebiete, die besonders gute und schützenswerte Strukturen aufweisen, bereits in der Bauordnung bestehenden Schutzkategorien zugeordnet. Die historisch wertvolle Siedlungssubstanz dieser Gebiete erfordert Schutzmassnahmen, welche einzig zurückhaltende, besonders sorgfältig vorzunehmende Anpassungen als zulässig erachten. 

Das Stadtparlament hat der Änderung von Bauordnung und Zonenplan am 25. August 2016 zugestimmt. Gegen die Einspracheentscheide sind in der Folge vier Rekurse beim Baudepartement eingegangen, wobei zwei Rekurse in der Folge zurückgezogen wurden. Die beiden übrigen Rekurse hat das Baudepartement im Oktober 2016 abgewiesen und die Änderung im Januar 2017 genehmigt. Damit können die Massnahmen zum Schutz der Einfamilienhausgebiete ab dem 1. April 2017 angewendet werden.


Medienmitteilungen - Änderung von Bauordnung und Zonenplan zum Schutz von EFH-Gebieten per 1. April 2017 (20.03.2017 11:01)



 

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