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Totalrevision des Energiefondsreglements der Stadt St.Gallen

Energiefondsreglement

Am 1. April 2017 trat das revidierte Energiefondsreglement der Stadt St.Gallen in Kraft. Auf Grund diverser Änderungen im kantonalen «Förderprogramm Energie» hat die Stadt St.Gallen mehrere Förderbereiche angepasst sowie neue aufgenommen. Der Energiefonds ist eine Massnahme des Energiekonzepts 2050, das zum Ziel hat, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien zu fördern.


Auf den 1. Januar 2017 hat der Kanton St.Gallen sein Förderprogramm wesentlich überarbeitet. Diese Änderungen haben Auswirkungen auf den städtischen Energiefonds. Um zu verhindern, dass gewisse Bereiche zu stark und andere zu wenig bzw. überhaupt nicht mehr gefördert werden, wurde das Energiefondsreglement der Stadt St.Gallen entsprechend angepasst. Mit der richtigen Förderstrategie sollen die Ziele des Energiekonzeptes 2050 unterstützt werden. 

Anpassungen der Förderung für Wärmedämm-Massnahmen

Neu fördert der städtische Energiefonds Wärmedämm-Massnahmen nur noch, wenn die Anforderungen für eine Förderung durch das kantonale «Förderprogramm Energie» nicht erfüllt sind, die Grenzwerte des kantonalen Rechts jedoch eingehalten werden. Im Wesentlichen betrifft dies den Fensterersatz und Gebäudeteile gegen unbeheizten Raum (z. B. Kellerdecke und Estrichboden). Neu werden Zusatzbeiträge bezahlt, wenn ökologische Dämmmaterialien eingesetzt werden. Umfangreiche Wärmedämm-Massnahmen werden seit Anfang Jahr vom kantonalen Förderprogramm Energie ausreichend gefördert. Auch die Förderbeiträge für Einzelmassnahmen wurden vom Kanton erhöht.

Neue Bestimmungen für die Förderung von Elektrofahrzeugen

Neu werden nur noch Fahrzeuge mit rein elektrischem oder Plug-in Hybrid Antrieb gefördert. Bei Plug-in Hybridfahrzeuge muss zusätzlich der CO2-Ausstoss kleiner 50 g/km sein, womit übermotorisierte Fahrzeuge neu von der Förderung ausgeschlossen sind. Mit einer Limite des maximalen Neupreises von CHF 60'000 sind auch Fahrzeuge im oberen Preissegment von der Förderung ausgeschlossen. Neu ist nicht nur der Kauf, sondern auch das Leasing von Personenwagen für Private förderberechtigt. Mit der Förderung von Elektrofahrzeugen soll im Rahmen des Energiekonzepts 2050 das Ziel von 1000 energieeffizienten Autos bis 2020 in der Energie Stadt Gold St.Gallen erreicht werden.

Neue Förderung von Fotovoltaikanlagen

Ab dem 1. April fördert die Stadt St.Gallen Fotovoltaikanlagen mit mehr als 30 kW Spitzenleistung mit einem Investitionsbeitrag. Der Förderbeitrag entspricht je nach Anlage zirka 15 % der Investitionskosten. Die Bedingungen sind, dass keine Förderbeiträge Dritter ausgerichtet werden und die Anlage auf dem eigenen Gebäude steht.

Da aufgrund der langen Warteliste keine Neuanlagen mehr in die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) aufgenommen werden, ist seit einiger Zeit ein Realisierungsstopp von Anlagen mit mehr als 30 kW Spitzenleistung zu erkennen, was den Zielen des Energiekonzepts 2050 im Bereich Solarstromproduktion auf Stadtgebiet zuwiderläuft.

Aufgehobene Bestimmungen 

Der Förderbereich Ersatzneubauten wird aufgehoben. Die Voraussetzung der Förderung war mindestens die Erfüllung der Primäranforderung für Minergie-Gebäude. Diese Anforderung ist heute praktisch zum Standard für Neubauten geworden bzw. wird auch vom Energiegesetz verlangt. Weiter wird der Förderbereich Warmwasseraufbereitung (z.B. Ersatz für Elektroboiler) ebenfalls aufgehoben, da eine ausreichende Förderung durch das kantonale Förderprogramm Energie abgedeckt ist.

Information und Beratung

Das Energiefondsreglement trat am 1. April 2017 in Kraft. Interessierte Privatpersonen und Firmen können sich beim Amt für Umwelt und Energie, Tel. 071 224 56 76, umwelt.energie@stadt.sg.ch für weitere Informationen und für ein kostenloses Beratungsgespräch melden.

Weitere Informationen


Medienmitteilungen - Totalrevision des Energiefondsreglements der Stadt St.Gallen (03.04.2017 08:30)



 








17 Kommentare
  • H. Kriesi 04. April 2017 20:18
    Also ich verstehe die Aufregung hier nicht... die paar Leute, welche sich ein Elektroauto >60'000CHF leisten können, sind sowieso nicht auf die Fördergelder aus dem Energiefonds (in den ALLE St.Galler und St.Gallerinnen einbezahlen) angewiesen!
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  • Albert Jauch 04. April 2017 01:14
    Tesla als reines Elektrofahrzeug und einziges brauchbares Elektrofahrzeug in Sachen Reichweite und Lademöglichkeiten ist ausgeschlossen und die Pseudo- Stromer (Hybrid-Fahrzeuge) profitieren davon. Tolle Argumentation "stadtkonform" welcher Sesselfurzer hat denn diesen Ausdruck erfunden?
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  • SANKTGALLEN 03. April 2017 18:24
    Für inhaltliche Fragen steht Fredy Zaugg vom Energiekonzeptmanagement beim Amt für Umwelt & Energie, zur Verfügung: 071 224 53 94, fredy.zaugg@stadt.sg.ch. ^sh
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  • Mike Lehmann 03. April 2017 20:03
    nachdem ich all die Kommentare und auch Antworten der Stadt ST.Gallen gelesen habe, muß ich wirklich sagen, dass die Herren der Stadt . halt Schweizer und habt es "nicht erfunden". Ihr beweist sehr viel Unwissen, hätte ich von Schweizern nicht gedacht. Ihr blamiert die Stadt St. Gallen mit so viel Unwissen und die ganze Schweiz, weil mit Eurer Entscheidung die ganze Welt über Euch lacht ! Gut gemacht Jungs !!!Ein Grund für die Bürger Euch bei der nächsten Wahl abzuwählen. Wer will denn von solchen "Stadtvertretern" regiert bzw. repräsentiert werden ???? Aber dafür dient Ihr heute als schlechtes Beispiel dafür, wie man es nicht macht !!!
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  • SANKTGALLEN 03. April 2017 14:02
    Von der Regelung sind ausser Tesla folgende Plug-in-Hybrid Fahrzeuge betroffen: BMW i8 Mercedes C 350 e7G Volvo V60 D6 AWD Volvo XC90 T8 AWD Das Gewicht hat auch bei Elektrofahrzeugen Auswirkungen auf den Verbrauch. ^sh
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  • Chris 03. April 2017 14:44
    Das sind alles keine Elektroautos!! Schliesst bitte diese idiotischen Plugin-Hybriden aus. Die sind einzig dafür da, die Flottenverbrauchswerte der Hersteller zu schönen! Und nein, das Gewicht hat bei Elektroautos fast keinen Einfluss auf den Verbrauch! Ein 1300kg i3 brauch praktisch gleich viel wie ein Model S mit 2400kg! Die Energie die zum Beschleunigen der Masse verwendet wird, kann zu über 80% beim Rekuperieren wieder in den Akku gespiesen werden. Nur noch der Luftwiderstand und die Effizienz des Laders und der Elektronik haben Einfluss. Und genau bei der Effizienz der Ladegeräte sind z.B. all die günstigen Elektroautos mieserabel!
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  • Lorenz 04. April 2017 10:13
    Um alle Fahrwiderstände auf der Strasse zu überwinden, braucht es rund 100 Wh pro Tonne und km. Ein 2.4 Tonnen schweres Fahrzeug also 24 kWh pro 100 km; ein 1.3 Tonnen schweres Fahrzeug rund 13 kWh pro 100 km. Und Hand aufs Herz: wer 60'000 Fr. für ein Auto ausgibt, braucht die 5'000 Förderbeitrag nicht.
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  • René 03. April 2017 12:58
    Weshalb wird gerade Tesla ausgeschlossen? Sind ja zur Zeit die einzigen mit einem Familientauglichen Elektroauto (drei Kinder). Die St. Galler Regierung möchte scheinbar die Europäer unterstützten:-/ Ja ich weiss, es betrifft theoretisch alle aber die haben ja gar kein Elektroauto für 60000 CHF und wollen das auch nicht bzw. wollen nichts brauchbares anbieten. Tragisch in der heutigen Zeit rückwärts zu gehen:-(
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  • Carl 03. April 2017 11:59
    Sehr schade....! Eigentlich dachte ich, SG sei richtig gepolt, aber dieses Ausgrenzen der Teslas ist ein Witz. Da sollte man nochmals über die Bücher!
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  • SANKTGALLEN 03. April 2017 12:08
    Siehe obige Antwort. Das angepasste Reglement richtet sich nicht gegen Tesla, auch andere Marken bieten Elektrofahrzeuge in einem höheren Preissegment an. Ziel ist es, stadtkonforme Elektrofahrzeuge zu fördern in Bezug auf Leistung, Gewicht und Grösse. ^sh
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  • David Oreiro 03. April 2017 13:25
    Was bitte schön soll "stadtkonform" sein? Wenn ich also mit meiner Familie und Hund unterwegs bin ist mein Tesla nicht stadtkonform. Sollen wir uns da lieber in ein ZOE oder Smart reinzwängen. Da sieht man das sie wirklich keine Ahnung von Elektromobilitöät haben. Wirklich 0%.
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  • Pascal 03. April 2017 11:32
    Ganz offensichtlich hat man hier die Regelung auf Druck der grossen Automobilimporteure angepasst. Geld ist halt eben immer noch wichtiger als Umweltschutz.
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  • SANKTGALLEN 03. April 2017 12:05
    Das stimmt definitiv nicht. Für alle Hersteller gelten die gleichen Regeln und es wurden keine Absprachen mit Automobilimporteuren getroffen. ^sh
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  • Chris 03. April 2017 10:34
    Es wurde das die Regelung extra wegen Tesla angepasst? Obwohl gerade diese Elektroautos den Tremd erst eingeläutet und vorangebracht haben? Das ist doch viel zu kurz gedacht! Sehr schade, da war wohl einer neidisch und wollte den Teslafahrern eins auswischen! Übrigens sind die Teslas so effizient, dass sie nicht mehr Strom verbrauchen als die kleineren, aber ineffizienten Elektroautos.
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  • SANKTGALLEN 03. April 2017 12:06
    Das angepasste Reglement richtet sich nicht gegen Tesla. Ziel ist es, stadtkonforme Elektrofahrzeuge zu fördern in Bezug auf Leistung, Gewicht und Grösse. ^sh
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  • Chris 03. April 2017 14:40
    Ach ja? Welche anderen Autos sind denn davon sonst noch betroffen? Das ist eine Regelung einzig und alleine gegen Tesla. Gegen das Auto, dass die Elektroautobewegung anführt. Das ist genau das falsche Zeichen das die Stadt hier setzt. Schade, dass das nicht verstanden wurde!
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  • Helmut 04. April 2017 11:38
    Stadtkonform ist in Bezug auf Leistung, Gewicht und Grösse zu betrachten. Fragen Sie auch mal die Bewohner Ihrer Stadt? Wen kümmert das denn? Mich stört in der Stadt (und generell) Abgase und Lärm. Für mich ist ein laut- und abgasloses Auto stadtkonform!
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