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Aufwertung Gebiet Bahnhof Nord: Stadtrat legt weiteres Vorgehen fest

Gebiet Bahnhof Nord aus der Luft

Der Stadtrat unterstützt die Gesamtstrategie aus der dialogischen Testplanung und möchte das Entwicklungspotenzial des Gebietes Bahnhof Nord nutzen. Aufgrund der Erkenntnisse des partizipativen Prozesses und der Gespräche mit den involvierten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern hat er das weitere Vorgehen festgelegt.


Primär werden die Erkenntnisse aus der Synthese der dialogischen Testplanung vom Stadtrat gestützt und weiterverfolgt. Diese werden wie folgt umschrieben:

  • Entwicklung und Nutzung des zentralen Gebiets am Bahnhof
  • Bauliche Verdichtung entlang dem Gleisfeld, infolgedessen eine moderate Weiterentwicklung im Bereich Lagerstrasse Nord
  • Stärkung des Freiraums und des öffentlichen Raums für das Gebiet
  • Ergänzungsbauten beim Gebäudekomplex St. Leonhard
  • Erhalt der Lokremise, des Klubhauses und der Villa Wiesental 

Die Stadt verfolgt das Ziel einer koordinierten Gesamtentwicklung. Mit dem Kanton, einem der massgeblichen Grundeigentümer, steht die Stadt St.Gallen im Dialog. Aufgrund der Erkenntnisse der Gespräche mit den involvierten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümernhat der Stadtrat folgendes Vorgehen festgelegt: 

Entwicklungsplanung Kanton und Stadt

Der Kanton ist mit dem grossen Grundstück des unbebauten Parkplatzes und dem Haus Montana ein massgeblicher Partner in der Entwicklung des Gebietes Bahnhof Nord. Die im Nachgang an die dialogische Testplanung geführten Gespräche ergaben, dass er vorerst am Grundstück des grossen Parkplatzes zur Entwicklung als Bildungsstandortes festhält. Stadt und Kanton stimmen überein, dass die angestrebte Aufwertung des Freiraumes, einhergehend mit der Optimierung des Verkehrs für die Entwicklung wesentliche Faktoren sind. Der Kanton signalisiert die Bereitschaft über den Perimeter zwischen der Zeile Rosenbergstrasse und dem Gleisfeld (städtische und kantonale Grundstücke) im 2018 eine gemeinsame Planung über kurz- und langfristige Massnahmen anzugehen. 

Freiraum und Verkehr

Der öffentliche Raum bildet einen wesentlichen Generator für die Gebietsentwicklung. Ausgehend von den Erkenntnissen der Testplanung sollen in jedem weiteren Entwicklungsschritt der Freiraum und der Verkehr zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität zentrale Themen sein. Weiter sollen zur Belebung des Gebiets Erdgeschosse für publikumsorientierte Nutzungen und baulich flexible Grundstrukturen angestrebt werden. 

Anpassung Bereich Rosenbergstrasse zur Rathausunterführung

Im Bereich der Rosenbergstrasse zur Personenunterführung Ost (Perron 4) weist die Synthese einen „Baumhain“ aus mit der Funktion eines Kurzaufenthalts und der Veloparkierung. Der Stadtrat gewichtete den Erhalt der vier Platanen stark und erteilte dem Tiefbauamt den Auftrag, die Aufenthaltsqualität im Bereich Aufgang Perron 4 des Projektes Bahnhof & Bahnhofplatz mit gezielten Massnahmen zu verbessern. 

Sanierung Klubhaus

Bei der dialogischen Testplanung haben sich sämtliche Teams für den mittelfristigen Erhalt des Gebäudes und der Institution des Klubhauses ausgesprochen. Damit soll ein heute wichtiger Identifikationsträger des Ortes erhalten bleiben. Ein Sanierungskonzept wurde durch das Hochbauamt zusammen mit dem Liegenschaftenamt, unter Einbezug des Hogar español, erarbeitet. Neben der notwendigen Sicherung der Statik und der Instandsetzung der Gebäudehülle muss zur Gewährleistung der Betriebsbewilligung die Küche, deren Vorratsräume, Anlieferung und Lüftung den geltenden Vorschriften angepasst werden. Die Kostengrösse von CHF 2 Mio. soll nicht überschritten werden. Das Konzept soll durch den Stadtrat in den nächsten Wochen dem Stadtparlament vorgelegt werden. 

Umsetzung Chiosco

Aus dem partizipativen Prozess herausgegangen ist nach dem Vorschlag der  Architekten Barão Hutter sowie den Gastronomen Angelo & Francesco Giammona der „Chiosco“ nach süditalienischem Vorbild. Als identitätsstiftende Sofortmassnahme für den Aufbruch des Quartiers soll dieser zur Belebung des harten Vorplatzes der Fachhochschule, zeitnah realisiert werden.

Durch die Architekten wurden die Umsetzungsmöglichkeiten des Chiosco für die unmittelbare Belebung des Gebiets in Rücksprache mit Kanton und Stadt geprüft. Ein Konzept zur Fertigung in Süditalien, die Finanzierung und den Betrieb liegen vor. Die Gesamtkosten belaufen sich auf CHF 230‘000. Die Stadt sieht ihre Rolle als Vermittlerin. Bei der baulichen Umsetzung, beziehungsweise Gründung einer Trägerschaft, stehen das Team um Barão Hutter fest und übernimmt den Lead.

Der neu zu gründende Verein wird am 15. September 2017 vor Ort eine öffentliche Sammelaktion starten, um das benötigte Kapital und Ideen für die spätere Bespielung zusammen zu tragen. Sowohl die Stadt St.Gallen als auch der Kanton beabsichtigen sich an diesem Projekt finanziell zu beteiligen. Der städtische Anteil liegt bei maximal CHF 40‘000, falls dies erforderlich wird. 

Schlussabrechnung

Der Verpflichtungskredit für das dialogische Testplanungsverfahren beläuft sich auf CHF 460‘000. Das Projektvorgehen wurde im „Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung“ beim ARE eingegeben, durch den Bund gewürdigt und durch einen Beitrag von CHF 15‘000 unterstützt. Die Schlussabrechnung liegt vor, der Kredit wird eingehalten.

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Medienmitteilungen - Aufwertung Gebiet Bahnhof Nord: Stadtrat legt weiteres Vorgehen fest (14.09.2017 08:39)



 

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