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Agglomerationsprogramm, 2. Generation: Verbesserungen beim Fuss- und Veloverkehr

Langsamverkehr Signalisation am Boden

Im Sommer 2015 hat die Umsetzung des Agglomerationsprogramms, 2. Generation, begonnen. Das Programm sieht alleine für die Stadt St.Gallen über 100 Massnahmen für die Verbesserung des Langsamverkehrs (LV), d.h. Fuss- und Veloverkehrs, vor. Diese sind in zwölf Schlüsselprojekte und verschiedene Einzelaktivitäten unterteilt. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund CHF 45 Mio., der Bund beteiligt sich an den Kosten. 26 LV-Projekte konnten bereits realisiert werden, weitere rund 80 sind in Planung.


Verkehrsthemen gehören zu den meistdiskutierten Bereichen im öffentlichen Leben. Zur Bewältigung braucht es neue Ansätze und einen Wandel der Mobilitätskultur. Allein schon aus Platzgründen können die urbanen Zentren eine Zunahme des motorisierten Individualverkehrs nicht mehr verkraften. Deshalb hat die Stadt St.Gallen das Mobilitätskonzept 2040 entwickelt. Darin wird aufzeigt, wie die Stadt ihren Verkehr in den nächsten Jahren bzw. Jahrzenten bewältigen will, sodass die Bevölkerung der Stadt «clevermobil» unterwegs sein kann. Der Fokus liegt nun bei der Umsetzung von Verbesserungen. Das laufende Agglomerationsprogramm, 2. Generation, hat die Aktivitäten beschleunigt. Dieses legt seinen Schwerpunkt auf den Fuss- und Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr. Alleine in der Stadt St.Gallen sind zwölf Schlüsselprojekte und eine Vielzahl Einzelmassnahmen bezüglich LV aufgeführt. Die Projekte werden vom Bund mit 40% der anrechenbaren Kosten mitfinanziert. Im Sommer 2015 begann die Programmumsetzung und dauert bis Ende 2018. 

26 LV-Projekte sind gebaut oder befinden sich in der Bauphase. So konnte bei der Geltenwilenstrasse auf Höhe Vadianstrasse die Querung für den Fuss- und Veloverkehr verbessert werden. Die Strasse kann neu dank der Lichtsignalanlage sicher und komfortabel gequert werden. Die Fortsetzung auf der Geltenwilenstrasse ist mit einem neu angelegten kombinierten Geh- und Radweg möglich. 

Auf der Zürcher Strasse im Abschnitt Fürstenlandstrasse bis Schönaustrasse konnte ein praktisch durchgängiges Radverkehrsangebot mittels Radstreifen geschaffen werden. Die Fussgängerstreifen wurden mit breiteren Mittelinseln ausgestattet und so ausgerüstet, dass sie für alle Personen, auch von älteren und gehbehinderten, gut begangen werden können. 

Nebst Verbesserungen des Verkehrsnetzes ist es wichtig, dass die Velofahrenden ihre Velos gut abstellen können. Aus diesem Grund entstand in der Hauptpost im Jahr 2016 die zweite Velostation in der Stadt St.Gallen. Diese ist 24 Stunden mittels Badge zugänglich und bietet Platz für 90 Velos. 

Weitere rund 20 LV-Projekte, wie beispielsweise die Verbreiterung der SBB-Sitterbrücke, die Fuss- und Veloverkehrsverbindung Ruckhalde und die Fuss- und Veloquerung zwischen Feuerwehr und Olma-Messen bei der Sonnenstrasse sind auf Stufe Bauprojekt in Projektierung.

56 Projekte sind in der Vorprojektierung bzw. noch auf Stufe Ideenskizze. Dazu zählt der Radstreifen auf der Rorschacher Strasse im Abschnitt obere Waid bis Zil sowie die Müller-Friedberg-Strasse im Abschnitt Blumenbergplatz bis zum Dohlengässlein. 

Die 3. Generation des Agglomerationsprogramms ist beim Bund bereits im Prüfverfahren. Über 90 Projekte sind hier zur Mitfinanzierung durch den Bund aufgeführt. Die Hälfte der ersuchten Mittel würde in die Strasseninfrastruktur fliessen, 38% sind für Fuss- und Velomassnahmen vorgesehen und mit 12% soll das Busnetz gefördert werden. 

Für viele Strecken ist der Fussverkehr das cleverste Fortbewegungsmittel. Mit einer kleinen Charme-Offensive in Form von Plakaten wird die Stadt St.Gallen in den nächsten Wochen im Rahmen der Clevermobil-Kampagne darauf hinweisen, dass man zu Fuss sehr schnell und direkt ans Ziel kommt.

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Medienmitteilungen - Agglomerationsprogramm, 2. Generation: Verbesserungen beim Fuss- und Veloverkehr (19.09.2017 09:30)



 

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