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Macht und Pracht – Europäische Tage des Denkmals in der Stadt St.Gallen am 9./10. September 2017

Schlössli St.Gallen

Die 24. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals in der Schweiz findet am 9. und 10. September 2017 zum Thema «Macht und Pracht» statt.


Was hat Kulturerbe mit Macht zu tun? Burgen und Schlösser repräsentieren durch ihre Lage, Grösse und Ausstattung den Herrschaftsanspruch oder die wirtschaftliche Kraft ihrer Erbauer. Staatsbauten sollen mit ihrem Material- und Bildprogramm den Souverän verkörpern, Kathedralen und Klöster verweisen auf eine überirdische Macht und markieren den Anspruch der Kirche auf religiösen und weltlichen Einfluss. Stadthäuser erkennen wir aufgrund ihrer Fassaden auf den ersten Blick als Eigentum einflussreicher Persönlichkeiten.

Die Formensprachen der Macht sind vielfältig, sie verändern und verschieben sich im Laufe der Zeit. Nicht immer sind sie jedoch auf den ersten Blick als solche erkenn- und entzifferbar. Warum erinnert das Foyer einer Bank an einen griechischen Tempel? Wie äussert sich Macht in der Reduktion des Neuen Bauens, in einem zweckmässigen Fabrikgebäude oder einer schlichten Kaserne? Was erfahren wir von archäologischen Funden über frühere Machtverhältnisse? Das Publikum wird eingeladen einzutauchen, zu verweilen, sich den mal eindeutigen, mal versteckten Formen der Macht im kulturellen Erbe hinzugeben. Das schweizweite Programm kann abgerufen werden unter: www.hereinspaziert.ch.

Die städtische Denkmalpflege organisiert an den Denkmaltagen drei Führungen zum Thema «Formen der Macht im kulturellen Erbe»: Die Universität St.Gallen wird als architektonisches Meisterwerk des Brutalismus sowie mit den zahlreichen Kunstwerken im Innern und in den Aussenräumen als ein herausragendes Gesamtkunstwerk der 1960er Jahre vorgestellt. Die drei St.Galler Freimaurer-Logen Bauplan, Concordia und Humanitas in Libertate öffnen aus Anlass des 300-Jahr-Jubiläums der Freimaurerei die Pforten ihres Tempels im Haus zum Schlössli an der Spisergasse. Die Geschichte des 1586 bis 1590 von Laurenz Zollikofer erbauten Schlössli, eines der wichtigsten Bürgerhäuser in St.Gallen, wird zudem an zwei Führungen erzählt. An der dritten Führung werden gleich drei prominente, aber äusserst unterschiedliche Häuser gezeigt. Im mittelalterlichen Waaghaus tagt das Parlament, die Legislative, im neubarocken Amtshaus verhandelt das Gericht, die Judikative, und im modernen Rathaus befindet sich das Sitzungszimmer des Stadtrates, der Exekutive. 

1. Universität St.Gallen – ein Gesamtkunstwerk

Samstag, 9. September, 14 Uhr (Dauer ca. 1 Std. 30 Min.)
Wo: Dufourstrasse 50, Universität St.Gallen, Treffpunkt vor dem Hauptgebäude
Was: Führung durch Philip Muzar, ProArte Universität St.Gallen, und Matthias Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter Denkmalpflege Stadt St.Gallen 

2. Zum Schlössli – Bauwerk voller Werte, 300 Jahre Freimaurerei

Sonntag, 10. September, 10 bis 17 Uhr individuelle Besichtigung
Wo: Zeughausgasse 17, Haus zum Schlössli
Was: Einblicke in die Freimaurerei und Öffnung des Tempels, Ausstellung freimaurerischer Bücher, persönlicher Austausch mit Freimaurern 

3. Das Haus zum Schlössli am Spisertor

Sonntag, 10. September, 11.30 und 14 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)
Wo: Zeughausgasse 17, Haus zum Schlössli, Treffpunkt vor dem Eingang zum Restaurant an der Zeughausgasse
Was: Führung durch Matthias Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter Denkmalpflege Stadt St.Gallen 

4. Drei Staatsgewalten, drei Häuser, drei Interieurs

Samstag, 9. September, 10 Uhr (Dauer ca. 1 Std. 30 Min.)
Wo: Bohl 14, Treffpunkt beim Waaghaus
Was: Führung durch Dr. Katrin Eberhard, Stadtbaumeister-Stv.


Medienmitteilungen - Macht und Pracht – Europäische Tage des Denkmals in der Stadt St.Gallen am 9./10. September 2017 (01.09.2017 07:58)



 

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