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Stadtrat sagt „Ja zum Theater“

Theater

Der Stadtrat empfiehlt der Stimmbürgerschaft, am 4. März 2018 ein Ja zur Sanierung des Theatergebäudes einzulegen. Das Theater ist ein wesentlicher Standortfaktor für die Stadt St.Gallen. Eine Ablehnung oder Verschiebung der Instandsetzung gefährdet den Betrieb. Die herrschenden Arbeitsbedingungen im Haus sind für das Personal nicht länger zumutbar.


Regierung und Kantonsrat haben im vergangenen Jahr einen Kredit von CHF 48.6 Mio. für die Sanierung des inzwischen 50-jährigen Paillard-Baus im Museumsviertel gesprochen. Am 4. März 2018 befinden die kantonalen Stimmberechtigten über die Vorlage.

Der Stadtrat sieht den Theaterbetrieb bei einer Ablehnung oder Verschiebung der Instandsetzung gefährdet. Das Theater St.Gallen geniesst mit seinen drei Sparten Musiktheater, Tanztheater und Schauspiel weit über die Stadtgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf und trägt wesentlich zur Ausstrahlung der Stadt St.Gallen bei. Die Auslastung von rund 75 Prozent ist in der ganzen Schweiz einmalig. Die rund 470 Vorstellungen pro Jahr werden von über 150‘000 Zuschauerinnen und Zuschauern aus dem ganzen Kanton und dem Bodenseeraum besucht.

Bausubstanz und Haustechnik sind in einem schlechten Zustand. Mit der Instandsetzung wird das Gebäude nicht „vergoldet“, sondern lediglich an die heutigen Betriebsbedürfnisse angepasst. Zugleich werden die Platz- und Lichtprobleme sowie der Notstand an sanitären Anlagen in Werkstätten, Maskenräumen und Künstlergarderoben langfristig gelöst. Dies ist insbesondere für das Personal dringlich, damit es unter zumutbaren Arbeitsbedingungen arbeiten kann. Eine veraltete Infrastruktur gefährdet den Betrieb und die Qualität der Arbeitsbedingungen der Angestellten und Aufführungen. Der Bau von Claude Paillard mit der konsequent umgesetzten architektonischen Grundidee des regelmässigen Sechsecks gilt in Fachkreisen als herausragend und wirkt auch fünfzig Jahre nach seiner Erstellung zeitlos-modern. Ein Abbruch kommt aus Sicht des Stadtrats nicht in Frage. Ohnehin wäre bei einem Neubau, dessen Standort erst noch zu bestimmen wäre, mit Kosten von gegen CHF 150 Mio. zu rechnen.

Der Stadtrat empfiehlt eine Annahme der Vorlage: Um ihren Ansprüchen gerecht zu werden und im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen  die Infrastrukturen einer Stadt gut unterhalten sein. Sie haben den aktuellen Bedürfnissen der Gäste zu entsprechen.  Der Stadtrat ist stolz auf das Dreispartenhaus im Stadtpark, dessen Sanierung keinen Aufschub mehr duldet. Es ist Teil des attraktiven und vielfältigen St.Galler Kulturangebots und trägt wesentlich zur Lebensqualität in Stadt, Kanton und im ganzen Bodenseeraum bei.


Medienmitteilungen - Stadtrat sagt „Ja zum Theater“ (15.01.2018 08:26)



 








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